Beschreibung der Studie

Allgemeines zu ESTHER (="Epidemiologische Studie zu Chancen der Verhütung, Früherkennung und optimierten THerapie chronischer ERkrankungen in der älteren Bevölkerung"): ESTHER ist eine epidemiologische Kohortenstudie des Deutschen Krebsforschungszentrums in Heidelberg (DKFZ) in Zusammenarbeit mit der Gesundheitsberichterstattung Saarland – Krebsregister. In den Jahren 2000-2002 wurden saarlandweit rund 10000 Teilnehmer im Alter zwischen 50 und 74 Jahren von ihrem Hausarzt in die ESTHER-Studie eingeschlossen. Beschreibung der geplanten Interventionen: Um bei älteren Patienten einen sachgerechten Arzneimittelgebrauch zu gewährleisten, sind sowohl angemessenes detailliertes Wissen über die Medikation als auch ausreichende Fingerfertigkeit für einen korrekten Umgang und eine korrekte Einnahme bzw. Anwendung wichtig. Bei Hausbesuchsteilnehmern der ESTHER-Studie werden sowohl das Wissen über Arzneimittel als auch der Nutzen von Informationsmaterial bzw. speziell zugeschnittenen Schulungen hinsichtlich der Vermeidung von Wissensdefiziten und fehlerhaften Anwendungen von Arzneimitteln untersucht. Im ersten Studienteil erhalten Hausbesuchsteilnehmer vor oder erst beim Hausbesuch eine Broschüre mit allgemeinen Informationen zur sicheren Anwendung von Arzneimitteln. Beim ersten Hausbesuch wird das Wissen der Teilnehmer überprüft. Im zweiten Studienteil werden die Hausbesuchsteilnehmer, bei welchen Arzneimittelapplikationsfehler und/oder relevante Wissensdefizite nachweisbar sind in eine Kontroll- und eine Interventionsgruppe randomisiert. Die Interventionsgruppe erhält eine Broschüre mit Informationen zur Verhinderung dieser speziellen Fehler sowie eine kurze mündliche und praktische Instruktion. Bei einem zweiten Hausbesuch wird die Arzneimittelapplikation erneut evaluiert. Zur Ermittlung der Nachhaltigkeit der Intervention wird nach dem zweiten Hausbesuch ein kurzes Telefoninterview durchgeführt.

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Studiendetails

Studienziel Studienteil 1: Vergleich des Basiswissens zur sicheren Anwendung von Arzneimitteln in der Interventionsgruppe (Broschüre bereits vor Hausbesuch erhalten) mit der Kontrollgruppe (Broschüre erst während des Hausbesuchs erhalten). Messzeitpunkte: 1. Hausbesuch, 2. Hausbesuch (ca. 4 Wochen nach 1. Hausbesuch), Telefoninterview (6 Monate nach 1. Hausbesuch) Messverfahren: Teilnehmer werden mit einem zur ESTHER-Daten-Erfassung erstellten elektronischen Tool befragt und anschließend wird ein Summenscore gebildet. Studienteil 2: Interventionsgruppe: Vergleich der Defizite bei der Arzneimittelapplikation iwährend des 1. Hausbesuchs (vor der Schulung durch den Studienarzt) mit den Defiziten während des 2. Hausbesuchs (nach erfolgter Schulung während des 1. Hausbesuchs). Kontrollgruppe: Vergleich der Defizite während des 1. Hausbesuchs mit den Defiziten während des 2. Hausbesuchs (Keine Schulung durch den Studienarzt trotz Defizite in der Arzneimittelapplikation). Messzeitpunkte: 1. Hausbesuch (Erfassung der Defizite durch ein Punktesystem im Tool) + 2. Hausbesuch Messverfahren: Teilnehmer werden mit einem zur ESTHER-Daten-Erfassung erstellten elektronischen Tool befragt. Die korrekte Applikation soll dabei vom Teilnehmer demonstriert und/oder erklärt werden. Anschließend wird ein Summenscore gebildet.
Status Teilnahme bald möglich
Zahl teilnehmender Patienten 3000
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Finanzierungsquelle Bundesministerium für Bildung und Forschung Dienstsitz Berlin

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Teilnahme an der ESTHER-Studie
  • Schriftliche Zustimmung zum Hausbesuch und zur Intervention
  • Einnahme von mindestens einem Arzneimittel (Hausbesuchsteilnehmer, die keine
  • Arzneimittel einnehmen, erhalten zwar eine Informationsbroschüre, werden aber nicht
  • bei der Datenauswertung berücksichtigt)
  • Zusätzliche Einschlusskriterien für Studienteil 2:
  • Vorliegen bestimmter Voraussetzungen und Defizite. Diese werden im Rahmen des
  • Hausbesuchs erfasst (z.B. Voraussetzung: Teilnehmer muss Tabletten teilen; Defizit:
  • Teilnehmer hat Probleme, diese zu teilen)

Ausschlusskriterien

  • Für beide Studienteile:
  • Schwere kognitive Einschränkung
  • Unzureichende Deutschkenntnisse.
  • Zusätzliche Ausschlusskriterien für Studienteil 2:
  • Vorliegen gravierender Defizite (z.B. das Vorhandensein schwerwiegender
  • Nebenwirkungen, die durch das untersuchte Applikationsproblem verursacht wurden).
  • Diese Teilnehmer erhalten auf jeden Fall eine Schulung und werden gesondert ausgewertet. Bei Bedarf wird der Hausarzt informiert.

Adressen und Kontakt

Epidemiologisches Krebsregister Saarland, Saarbrücken

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Häufig gestellte Fragen

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Die Teilnahme an den Studien soll einem Teilkollektiv der ESTHER-Studie angeboten werden. Das hier beschriebene Projekt besteht aus zwei Studienteilen. Studienteil 1: 50% der Hausbesuchsteilnehmer (N = ca. 1500) erhalten vor dem ersten Hausbesuch Informationsmaterialien mit allgemeinen Informationen für eine sichere Arzneimittelanwendung, welche keinen zwingenden Bezug zur aktuellen Therapie der Teilnehmer haben. Um den Effekt der Informationsbroschüre zu messen, werden jeweils die Antworten zwischen beiden Gruppen verglichen. Studienteil 2: Für den Studienteil 2 kommen nur Hausbesuchs-Teilnehmer, die relevante Wissensdefizite oder Arzneimittel-Applikationsprobleme aufweisen, in Frage (ca. 255 Teilnehmer). Die Teilnehmer der Interventionsgruppe erhalten noch während des ersten Hausbesuchs eine auf ihre Defizite zugeschnittene Schulung (speziell für diesen Zweck erstellte Informationsbroschüren sowie eine kurze mündliche Erklärung bzw. praktische Schulung durch einen Studienarzt). Während des zweiten Hausbesuchs werden sowohl die geschulten, als auch die nicht-geschulten Teilnehmer erneut evaluiert. Zusätzlich erfolgt nach dem 2. Hausbesuch ein Telefoninterview.

Quelle

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