Beschreibung der Studie

Das Parkinson-Syndrom gehört zu den häufigsten neurodegenerativen Erkrankungen, das heißt es sterben Nervenzellen in einer bestimmten Region des Gehirns ab. Diese Region ist bei der Koordinierung und Steuerung von Bewegungen von großer Bedeutung. Die Hauptsymptome dieser Erkrankung sind Zittern (Tremor), eine Verlangsamung der Bewegungsabläufe mit Unbeweglichkeit (Bradykinese), Muskelsteifigkeit (Rigor) und Geh- und Haltungsstörungen. Neben dem klassischen Morbus Parkinson (IPS, idiopathisches Parkinson Syndrom) gibt es die atypischen Parkinson-Syndrome wie Multisystematrophie (MSA) und progressive supranukleäre Blickparese (PSP). Jeder Patient mit Parkinson-Symptomen erhält bei der ersten diagnostischen Abklärung eine zerebrale Magnetresonanz-Untersuchung. Die bildgebenden Diagnosekriterien wurden auf Basis von Untersuchungen in 1.5 Tesla (T) Geräten erstellt (Tesla = Einheit der Magnetfeldstärke). Seit einiger Zeit werden hochauflösende 3.0T-Geräte verwendet. Für die Übertragbarkeit der Kriterien fehlen jedoch wissenschaftliche Studien. Die vorliegende Studie versucht, die Wertigkeit von 3.0T-MRTs im Vergleich zu 1.5T-MRTs zu beurteilen. Dafür werden Patienten mit der Diagnose eines Parkinson-Syndroms gemeinsam mit gesunden Probanden in die Studie eingeschlossen. Diese unterziehen sich jeweils einer MRT-Untersuchung im 1.5T- und 3.0T-Gerät und werden klinisch-neurologisch genau untersucht. Des Weiteren wird ein Geruchstest durchgeführt. Die Ergebnisse aus den bildgebenden Untersuchungen werden von einem erfahrenen Radiologen beurteilt, verglichen und anschließend statistisch ausgewertet.

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Studiendetails

Studienziel Beurteilung der Wertigkeit von strukturellen MRT-Veränderungen mittels Routinesequenzen (T2, T1) bei 3.0T vs. 1.5T MRT zur Detektion von Atrophie und Signalveränderungen in Basalganglien und infratentoriellen Strukturen zur Differenzierung von neurodegenerativer Parkinson Syndromen.
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 120
Stationärer Aufenthalt Keiner
Finanzierungsquelle Österreichische Nationalbank

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Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Patienten:
  • klinische Diagnose IPD, MSA oder PSP;
  • der Patient versteht die Anweisungen des Arztes und ist körperlich im Stande den Anforderungen der Studie zu entsprechen;
  • schriftliche Einwilligungserklärung ist vorliegend;
  • gesunde Probanden:
  • der Proband versteht die Anweisungen des Arztes und ist körperlich im Stande den Anforderungen der Studie zu entsprechen;

Ausschlusskriterien

  • Patienten:
  • andere neurologische oder psychiatrische Erkrankungen;
  • Vorgeschichte mit Alkoholabusus oder anderen Drogenmissbräuchen (definiert durch "Diagnostic and Statistical Manual of the American Psychiatric Association, 4thEdition", DSM-IV);
  • Schwangerschaft;
  • bestehende Kontraindikation gegenüber einer MRT-Untersuchung;
  • gesunde Probanden:
  • neurologische oder psychiatrische Erkrankungen;

Adressen und Kontakt

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Häufig gestellte Fragen

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Das Parkinsonsyndrom ist nach der Alzheimer Erkrankung die zweithäufigste neurodegenerative Erkrankung. Die Differenzierung zwischen dem idiopathischen Parkinson-Syndrom (Mb. Parkinson, IPS) und den atypischen Parkinsonsyndromen wie der Multisystematrophie (MSA) und der progressiven supranukleären Blickparese (PSP) bleibt aber weiterhin eine der schwierigsten Aufgaben in der Neurologie. Trotz zahlreicher wissenschaftlicher Publikationen und Berichte über diagnostische Kriterien und Algorithmen kommt es immer noch häufig zu Fehldiagnosen. In letzter Zeit gewann die hochauflösende 3.0T MRT immer mehr an Bedeutung, doch existieren darüber noch wenige wissenschaftliche Studien und Publikationen. Ziel dieser Studie ist, die diagnostische Wertigkeit der 3.0T MRT im Vergleich zur 1.5T MRT bei der Differentialdiagnose von neurodegenerativen idiopathischen und atypischen Parkinsonsyndromen zu bestimmen.

Quelle

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