Beschreibung der Studie

Der Morbus Parkinson (MP) ist die zweithäufigste neurodegenerative Erkrankung nach der Alzheimer Erkrankung und die häufigste Ursache für Symptome wie Bewegungsverlangsamung, Muskelsteifigkeit oder Zittern. Der Morbus Parkinson wird oft, entsprechend seiner vorherrschenden motorischen Ausprägung, in verschiedene motorische Subtypen unterteilt. In letzter Zeit erweckte einer dieser motorischen Subtypen, gekennzeichnet durch und Gang- und Gleichgewichtsstörungen zunehmend klinisches Interesse, insbesondere durch die Assoziation mit einer schnelleren Krankheitsprogression sowie einer früheren kognitiven Beeinträchtigung. Als Ursache dafür wird eine ausgedehntere Neurodegeneration in Hirnstammstrukturen vermutet. Allerdings sind die zugrundeliegenden spezifischen pathologischen Muster der Neurodegeneration welche für Gang- und Gleichgewichtsstörungen bei Morbus Parkinson verantwortlich sein könnten, noch nicht vollständig verstanden. Die Magnetresonanz Tomographie stellt ein hilfreiches Untersuchungsverfahren in der Differenzierung verschiedener Parkinson-Syndrome dar und wird bei jedem Patienten mit Symptomen eines Parkinson-Syndroms routinemäßig durchgeführt. Eine Differenzierung der verschiedenen Subtypen des Morbus Parkinson war bisher jedoch nicht möglich. In den letzten Jahren hat die Magnetresonanz Tomographie mit einer Magnetfeldstärke von 3.0 Tesla zunehmend Einzug in die Forschung und klinische Anwendung gehalten. Mittels 3.0 Tesla Magnetresonanz Tomographie kann eine exaktere Darstellung der betroffenen Strukturen des Gehirns erreicht werden. In diese Studie sollen nun 40 Morbus Parkinson Patienten mit Gang- und/oder Gleichgewchichtsstörungen, 40 Morbus Parkinson Patienten ohne Gang- und/oder Gleichgewchichtsstörungen sowie 20 gesunde Kontrollen eingeschlossen werden. Anhand des MRTs und verschiedener Gang-, Gleichgewichts- und Gedächtnstests sollten uns die Ergebnisse Aufschlüsse darüber geben, ob die Untersuchung mittels der 3.0 Tesla Magnetresonanz Tomographie eine Unterscheidung der verschiedenen Subtypen des Morbus Parkinson, d.h. mit und ohne Gang-und Gleichgewichtstörungen zulässt.

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Studiendetails

Studienziel Evaluierung möglicher morphometrischer Korrelate und bildgebender Prädiktoren für Gang- und Gleichgewichtsstörungen bei Patienten mit Morbus Parkinson mittels 3.0T MRT.
Status Teilnahme nicht mehr möglich
Zahl teilnehmender Patienten 100
Stationärer Aufenthalt Keiner
Finanzierungsquelle FWF - Der Wissenschaftsfonds Haus der Forschung

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Patienten:
  • Patienten mit idiopathischem Parkinson Syndrom,
  • Alter zwischen 40 und 85 Jahren
  • Patient versteht die Anweisungen des Arztes und ist körperlich im Stande den Anforderungen der Studie zu entsprechen;
  • unterschriebene Einverständniserklärung liegt vor.
  • Probanden:
  • unterschriebene Einverständniserklärung liegt vor
  • Proband versteht die Anweisungen des Arztes und ist körperlich im Stande den Anforderungen der Studie zu entsprechen

Ausschlusskriterien

  • Patienten:
  • andere neurologische oder psychiatrische Erkrankung
  • Vorgeschichte mit Alkoholabusus oder anderen Drogenmissbräuchen (Diagnostic and statistical manual of the American Psychiatric Asssociation, 4th Edition (DSM-IV))
  • Schwangerschaft
  • Patient weist Kontraindikationen gegen ein MRI auf.
  • Probanden:
  • Patient weist Kontraindikationen gegen ein MRI auf

Adressen und Kontakt

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Häufig gestellte Fragen

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Der Morbus Parkinson (MP) wird oft, entsprechend seiner vorherrschenden motorischen Ausprägung, in Tremor-dominante und akinetisch-rigide Subtypen unterteilt. In letzter Zeit erweckte ein motorisches Phänotyp, gekennzeichnet durch posturale Instabilität und Gangstörung (postural instability and gait disorder, PIGD Subtyp), zunehmend klinisches Interesse, insbesondere durch die Assoziation mit einer schnelleren Krankheitsprogression sowie einer früheren kognitiven Beeinträchtigung. Als Ursache dafür wird eine ausgedehntere Neurodegeneration in Hirnstammstrukturen einschließlich Substantia Nigra, extranigralen Kernen wie den Locus Coeruleus und pedunculopontine Kernen sowie kortikalen und subkortikalen Strukturen mit Beeinträchtigung striato-frontaler Verbindungen, vermutet. Allerdings sind die zugrundeliegenden spezifischen pathologischen Muster der Neurodegeneration welche für Gang- und Gleichge-wichtsstörungen bei Morbus Parkinson verantwortlich sein könnten, noch nicht vollständig verstanden. Aus der Literatur ist bekannt, dass bei 3T deutlich mehr Signal vom untersuchten Gewebe generiert wird, daher kann angenommen werden, dass durch den dadurch verstärkten Kontrast pathologische Veränderungen besser und schärfer hervortreten. Deshalb sollen im Rahmen dieser Studie, Daten von Morbus Parkinson Patienten mit verschiedenen motorischen Symptomen insbesondere mit Gang-und Gleichgewichtsstörungen mit 3TMRT gewonnen werden. Die gewonnenen Daten sollen im Hinblick auf mögliche neue Diagnosemarker, Prädiktoren und neue morphometrische Korrelate für spezifische Parkinsonsymptome wie Freezing of gait wissenschaftlich ausgewertet werden. Durch die Verlaufsuntersuchung lässt sich der individuelle Krankheitsverlauf und die Bedeutung der morphometrischen Korrelate besser qualifizieren. Die Studie ist eine offene, prospektive Untersuchung mit konsekutiver Patienten - Rekrutierung, Einschluss von insgesamt 80 Parkinson Patienten, davon 40 mit Gang-und Gleichgewichtsstörungen und 40 ohne Weiters sollen 20 gesunde Kontrollen in die Studie eingeschlossen werden. Die Laufzeit beträgt 3 Jahre. Bei jedem Patienten/Probanden wird eine, in der klinischen Routine verwendete, hochauflösende 3.0 T Magnetresonanz Tomographie sowie eine klinische Untersuchung inklusive Beurteilung der Gang-und Gleichgewichtsfunktionen durchgeführ t, nach 12 Monaten erfolgt eine Verlaufskontrolle der Patienten Kohorte.

Quelle

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