Beschreibung der Studie

Patienten die unter einer Störung der Steuerung ihrer Gefühle leiden werden mit einer speziellen Methode im Kernspinthomographen (MRT) untersucht. Ihnen werden Bilder mit angenehmen und unangenehmen Inhalten gezeigt. Die Patienten sollen in einer weiteren MRT- Untersuchung mit einem hierfür entwickeltem Training lernen ihre Reaktion auf diese Bilder geziehlt zu steuern. Ziel ist herauszufinden, ob dieses kombinierte Trainings-MRT-Verfahren in Zukunft als Therapie eingesetzt werden kann.

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Studiendetails

Studienziel Es soll mittels funktioneller MRT die BOLD Antwort auf emotionale Stimuli besser charakterisiert werden, was die Trennschärfe zwischen gesunden Probanden und BPD Patienten erhöht.
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 120
Stationärer Aufenthalt Keiner
Finanzierungsquelle Deutsche Forschungsgemeinschaft
Weitere Informationen Studienwebseite

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Vorliegen einer BPD-Störung nach DSM4
  • Bei remitierte Boarderline Patienten sollen die Anzahl der erfüllten Ktriterien nach DSM4 <5 sein
  • Gesunde Kontrollen im Alter zw.18-45J ohne Psychiatrischen Erkrankungen in der Vorgeschichte.

Ausschlusskriterien

  • Vorliegen einer Schwangerschaft
  • Lebenszeit-Diagnose einer Erkrankung aus dem schizophrenen
  • Formenkreis sowie einer Bipolar I- Störung
  • Depressive Episode zum Untersuchungszeitpunkt
  • Substanzabhängigkeit während des zurückliegenden Jahres
  • Organische Hirnerkrankung
  • Schwerwiegende internistische und neurologische Erkrankungen
  • Schädel – Hirnverletzungen in der Vorgeschichte
  • Psychotrope Medikation seit mindestens zwei Wochen vor
  • Untersuchungsbeginn
  • Metallteile im Körper
  • Linkshändigkeit
  • Klaustrophobie
  • Wundheilungsstörung
  • Störung der Blutgerinnung, Marcumar-Therapie
  • Zusätzliche Ausschlusskriterien für gesunde Kontrollprobandinnen:
  • Mehr als ein DSM-IV-Kriterium für BPS erfüllt
  • Alle psychiatrischen Erkrankungen

Adressen und Kontakt

Zentralinstitut für seelische Gesundheit, Mannheim

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Häufig gestellte Fragen

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Ratgeber öffnen

Patienten mit BPS leiden unter starker emotionaler Erregung und einer Störung der Emotionsregulation. Trotz der zunehmenden Erfolge bildgebender Verfahren konnten diese bislang nicht direkt für die individuelle Verbesserung von Therapieverfahren genutzt werden. Das Konzept des fMRI-basierten Neurofeedbacks könnte diese Lücke schließen und real-time fMRI zu einer therapeutischen Option machen. Bisherige Forschungsarbeiten weisen auf verstärkte emotionale Antworten hin, was sich auf behavioraler Ebene durch schnell einschießende Affekte und eine verlangsamte Rückkehr zum Ausgangsniveau zeigt. Auf neuronaler Ebene lässt sich eine Hyperreaktivität limbischer Regionen nachweisen. Allerdings wurde in Bildgebungsstudien bei BPS bisher zur Modellierung der neuronalen Antwort die kanonische Hämodynamische Antwortfunktion (Hemodynamic Response Function, HRF) verwendet, welche in ihrer Form standardisiert ist. Hierdurch lässt sich zwar die Stärke (i. S. der Amplitude) der hämodynamischen Antwort über die Modellierung des BOLD (blood oxygenation level-dependent) Effektes schätzen, jedoch sind Veränderungen im Beginn oder der zeitlichen Ausdehnung der neuronalen Aktivierung nicht darstellbar. Daher erscheint es notwendig, den genauen zeitlichen Verlauf des BOLD-Effektes bei Patienten mit BPS zu untersuchen. Es wird angenommen, dass Patienten einen schnelleren Anstieg der hämodynamischen Antwort zeigen und dass die zeitliche Ausdehnung der neuronalen Aktivierung ebenfalls verlängert ist. Um diese Fragestellung zu untersuchen, sollen den Patienten visuelle Stimuli mit negativer emotionaler Tönung und neutrale Bilder präsentiert werden, um aus den Daten den Verlauf der BOLD-Antwort unter Verwendung verschiedener mathematischer Basisfunktionen zu schätzen. Besonders in limbischen Arealen (Amygdala, Insula) wird bei Patienten im Vergleich zu Kontrollpersonen eine schnellere, stärkere und länger andauernde neuronale Antwort erwartet. Darauf aufbauend soll in einem zweiten Schritt ein Neurofeedback-Training entwickelt werden, wobei BPS-Patienten lernen sollen, die Stärke und Ausdehnung der neuronalen Reaktion in limbischen Arealen willkürlich abzuschwächen. Indem den Patienten ihre neuronale Antwort zeitnah rückgemeldet wird, soll eine verbesserte Regulation der Hirnaktivierung erreicht werden. Wir nehmen an, dass es therapeutisch sinnvoll sein kann, Patienten in dieser Weise zu trainieren, um eine verstärkte Kontrolle über neuronale Aktivität, z.B. innerhalb des limbischen Systems, zu erreichen. Die Ergebnisse dieser Studie können dazu dienen, gängige Therapieansätze zur Behandlung der BPS zu erweitern.

Quelle

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