Beschreibung der Studie

Die Studie widmet sich der Erforschung biologischer Grundlagen von Vertrauen und zwischenmenschlichen Interaktionen bei Personen mit einer Borderline Persönlichkeitsstörung (BPS). Instabile Beziehungen sowie schwankende Emotionen, die häufig von einer misstrauischen Haltung gegenüber anderen Personen begleitet werden, sind Kernsymptome der BPS. Da Vertrauen essentiell für den erfolgreichen Beziehungsaufbau zwischen Menschen ist, resultieren so erhebliche Probleme in der sozialen Interaktion für die betroffenen Personen. Neuere Befunde haben neurobiologische Ursachen für Vertrauen und dem sozialen Verhalten in zwischenmenschlichen Interaktionen gefunden. Um Aussagen über den Einfluss solcher neurobiologischer Ursachen auf Vertrauen und soziales Verhalten zu treffen, werden diese mit der Methoden der Kernspintomographie (MRT) und der Erhebung von Oxytocin, ein Neuropeptid, erfasst. Die Messung der Gehirnaktivität im Kernstpintomographen soll simultan für zwei Probanden, während diese über einen Bildschirm miteinander interagieren, statt finden. In Hinblick auf die zuvor geschilderten Symptome bei Patienten mit einer Borderline Persönlichkeitsstörung werden für diese Personen eine veränderte Aktivität in Gehirnarealen, die mit Vertrauen assoziiert sind, und veränderte Oxytocin Werte, erwartet. Zur Erforschung dieser Fragestellung werden Personen zwischen 19 und 60 Jahren mit einer Borderline Persönlichkeitsstörung getestet.

Studie via E-Mail versenden

Studiendetails

Studienziel Wichtigstes Zielkriterium ist die Analyse der fMRT Daten. Das Ziel ist dabei, Aktivitäts- und Konnektivitätsmuster verschiedener Hirnsysteme zu identifizieren, welche in Verbindung mit emotionaler Verarbeitung (Paradigma 1), gemeinsamer Aufmerksamkeit (Paradigma 2) und Vertrauen in Gerechtigkeit (Paradigma 3) stehen. Die kernspintomographischen Untersuchungen finden an zwei identischen Siemens 3 Tesla Trio Scannern am Zentralinstitut für Seelische Gesundheit statt. Als erstes findet die Vorverarbeitung der Daten mithilfe von SPM 8 statt. Anschließend werden die Daten separat anhand des Allgemeinen Linearen Modells und Statistical Parametric Mapping analysiert (SPM8). Zur Identifikation der Gehirnregionen in Abhängigkeit der Paradigmen, werden die experimentellen Ereignisse als Prädiktoren im Allgemeinen linearen Modell genutzt. Kontrastbilder der einzelnen Probanden werden anschließend, in der zweiten Stufe der Analyse, zur Überprüfung von Gruppenunterschieden genutzt. Diese Kontrastbilder können weiterhin zur Korrelation mit Oxytocin und den Verhaltensdaten genutzt werden (siehe sekundäre Endpunkte). Die letzten Analysen dienen der Charakterisierung von interpersonalen neuronalen Systemen, welche die dyadische Interaktion zwischen den Gehirnen, begleiten.
Status Teilnahme bald möglich
Zahl teilnehmender Patienten 360
Stationärer Aufenthalt Keiner
Finanzierungsquelle Deutsche Forschungsgemeinschaft

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Ausreichend deutsche Sprachkenntnisse
  • Fähigkeit, das Studienprotokoll zu verstehen und ihr Einverständnis zu geben
  • Für die Patienten zusätzlich:
  • Vorliegen einer Borderline Persönlichkeitsstörung (definiert nach DSM-IV-Kriterien)

Ausschlusskriterien

  • MRT-Ausschlusskriterien (Metallteile im Körper, Gehirnoperationen, Permanent-Makeup)
  • Vorliegen einer Spielsucht bei Probanden sowie komorbid bei Patienten
  • Vorliegen einer psychiatrischen Diagnose bei Kontrollprobanden

Adressen und Kontakt

Zentralinstitut für Seelische Gesundheit, Mannheim

Erhalten Sie die Kontaktdaten

Vielen Dank! Wir haben Ihnen die angeforderten Kontaktdaten aus Mannheim via E-Mail verschickt.

Bitte überprüfen Sie auch Ihren SPAM Ordner.

Wenn Sie weitere Fragen haben sollten, helfen wir Ihnen gerne. Unsere E-Mail-Adresse lautet kontakt@viomedo.de. Schreiben Sie uns Ihre Anregungen, Fragen und Tipps – auch Kritik und Probleme können Sie gerne äußern.

Erhalten Sie die Kontaktdaten

Wir senden Ihnen die Kontaktdaten des Studienarztes und Informationen über mögliche nächste Schritte an Ihre E-Mail-Adresse

Etwas ist schief gelaufen. Bitte versuchen Sie es noch einmal.

Durch das Absenden erkläre ich mich ausdrücklich damit einverstanden, dass Viomedo meine Daten, einschließlich Gesundheitsdaten, verarbeitet, um mir die Kontaktdaten der Studie zuzusenden und um mir Informationen (z.B. über klinische Studien) per E-Mail zuzusenden. Mein Einverständnis kann ich jederzeit widerrufen. Die Datenschutzerklärung, insbesondere die Hinweise zum Anfordern von Kontaktdaten und zum Studienberater, habe ich zur Kenntnis genommen.

Häufig gestellte Fragen

In unserem übersichtlichen Ratgeber finden Sie alle Antworten zu Fragen über klinische Studien.

Ratgeber öffnen

Instabile Beziehungen sowie Störungen der Impulskontrolle und Affektregulation sind Kernsymptome der Borderline Persönlichkeitsstörung (BPS), die mit einer durchgängig mißtrauischen Haltung der Patienten in Verbindung gebracht werden können. Da Vertrauen essentiell für den erfolgreichen Beziehungsaufbau ist, resultieren so erhebliche Störungen der sozialen Interaktionen bei BPS. Neuere neurobiologische Befunde haben neurale Mechanismen und molekulare Mediatoren für Vertrauen und prosoziales Verhalten identifiziert. Eine besondere Rolle kommt dabei der präfrontalen Regulation der Amygdala und ihrer Modulation durch das prosoziale Neuopeptid, Oxytocin, zu. Während Vorarbeiten zur Regulation der Amygdala bei BPS vorliegen, ist über den Einfluß von OT wenig und die Modulation regulatorischer Systeme durch OT nichts bekannt. Wir untersuchen die Hypothese, dass Patienten mit BPS eine abnorme Aktivität und Konnektivität in Vertrauensassozierten Hirnsystemen aufweisen, die mit abnormer OTAktivität korrelieren. Dazu werden dyadische vertrauensrelevante Interaktionen direkt mit Hilfe von Hyperscanning untersucht, das die simultane Hirnbildgebung beider Partner gestattet. Wir erwarten spezifische, BPS-assoziierte Interaktionsmuster, die mit vermindertem Vertrauen und vermindertem Oxytocin bei Patienten in Beziehung stehen.

Quelle

Sponsoren: Registrieren Sie sich auf Viomedo, um Ihre Studien zu veröffentlichen.