Beschreibung der Studie

Fehlbelastungen der Zähne und besonders Bruxismus (Knirschen und/oder Pressen) sind sehr häufige Ursachen von extremer Belastung des Kausystems. Ihre Rolle bei der Entwicklung, Auslösung und Behandlung von Dysfunktionen im Kiefer- und Gesichtsbereich ist noch nicht vollständig geklärt. Bruxer belasten jedoch ihre Zähne bzw. Zahnersatz besonders stark, wodurch die reguläre prothetische Behandlung komplizierter und die Prognose für den Zahnersatz schlechter wird. Die in der zahnärztlichen Praxis am häufigsten verwendete Methode zur Diagnose von Parafunktionen ist die Befragung des Patienten oder die Schlifffacettenanalyse. Beide Methoden sind weder zuverlässig noch aussagekräftig und erlauben es nicht, den Schweregrad des Bruxismus einzuschätzen. Somit existieren bis heute keine validen Daten zur Prävalenz von Bruxismus in der Allgemeinbevölkerung. Das Ziel der geplanten Studien soll es sein, einerseits die Prävalenz von Bruxismus in der Bevölkerung zu ermitteln und andererseits den Zusammenhang zwischen Bruxismus und kraniomandibulären Dysfunktionen (CMD) zu untersuchen. Hierzu sollen 200 Studienteilnehmer (80 mit und 120 ohne CMD) sowohl klinisch als auch mit einem tragbaren EMG (= Gerät zur Aufzeichnung der Muskelaktivität) untersucht werden.

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Studiendetails

Studienziel Erfassung des Zusammenhangs zwischen der nächtlichen Muskelaktivität und CMD. Zu diesem Zweck wird die Muskelaktivität nachts aufgezeichnet und mit den Ergebnissen der klinischen Untersuchung korreliert.
Status Teilnahme bald möglich
Zahl teilnehmender Patienten 200
Stationärer Aufenthalt Keiner
Finanzierungsquelle Deutsche Forschungsgemeinschaft

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Einverständniserklärung des Patienten
  • Volljährigkeit, Alter zwischen 18 und 50
  • Jahren
  • volle Geschäftsfähigkeit
  • Kein Herzschrittmacher

Ausschlusskriterien

  • Gravidität oder Stillzeit
  • Chronischer Schmerz im Gesichtsbereich (GCPS: 3 oder 4)
  • Allergische Reaktion gegen das Elektroden-Gel
  • Elektronische Implantate (Schrittmacher, Defibrillator, Insulinpumpe)
  • Gesichtsschmerz anderer Herkunft (entzündliche Reaktionen, neuropathischer Schmerz, rheumatischer Schmerz)
  • Zustand nach Unfall / Operation im Kieferbereich
  • Dentaler Behandlungsbedarf mit Zahnschmerzen

Adressen und Kontakt

Universitätsklinikum Heidelberg, Heidelberg

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Häufig gestellte Fragen

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Bruxismus wird als muskuläre Fehlfunktion beschrieben, die sich durch nächtliches Zähneknirschen- und pressen auszeichnet. Es wird vermutet, dass etwa 20% der Menschen in Deutschland von Bruxismus betroffen sind. Die berichteten Schädigungen reichen von Zahnschäden bis hin zu anhalten-den Schmerzen im Kopf-, und Hals/Nackenbereich. Insbesondere schmerzhafte kraniomandibuläre Dysfunktionen (CMD, 7-Tages-Prävalenz ca. 8%), sollen durch Bruxismus ausgelöst oder unterhalten werden. Die Datenlage zur Epidemiologie des nächtlichen Bruxismus, insbesondere seine Assoziation mit CMD, ist jedoch unzureichend, da die Daten an nicht repräsentativen Stichproben mit nicht validen Methoden erhoben wurden (z.B. Selbstauskünfte von Patienten). Ein valider Ansatz besteht in der Aufzeichnung der elektrischen Kaumuskelaktivitäten (EMG) während des Schlafs. Ziel des Projektes soll es sein, die nächtliche Muskelaktivität mit tragbaren EMG Geräten über 10 Nächte zuhause zu erfassen. Hierzu sollen Personen einer repräsentativen Stichprobe (n=120) und CMD Patienten (n=80) untersucht werden. Gleichzeitig erhobene klinische Funktionsparameter und psychosoziale Screenings sollen den Zusammenhang zwischen CMD und Bruxismus erfassen. Die gewonnenen Daten ermöglichen zudem, die „Trennlinie“ zwischen physiologischer und pathologischer nächtlicher Muskelaktivität zu definieren und so Grundlage für therapeutische Entscheidungen zu liefern.

Quelle

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