Beschreibung der Studie

Die idiopathische Dystonie ist eine Erkrankung, die zu unwillkuerlichen drehenden oder verrenkenden Bewegungen und Haltungen des Koerpers fuehrt, die schmerzhaft und sehr behindernd sein koennen. Man geht davon aus, dass die Erkrankung durch krankhafte Hirnfunktion verursacht wird. Die idiopathische Dystonie spricht teilweise auf Medikamente und Botulinumtoxin nur unzureichend an. Deshalb kommen hier therapeutisch auch operative Therapieverfahren wie die Tiefe Hirnstimulation (DBS) zum Einsatz. Traditionell wird zur Therapie der Dystonie mit Tiefer Hirnstimulation der Globus Pallidus internus (GPi) als Zielpunkt gewählt. Die meisten Patienten profitieren sehr gut von der Therapie, einer von zehn Patienten zeigt jedoch ein relatives Therapieversagen. Prädiktoren für gutes oder schlechtes Ansprechen sind bislang nicht verfügbar. In der Studie sollen Dystonie-Patienten mit GPI-DBS-Therapieversagen klinisch nachuntersucht und charakterisiert werden, um mögliche Ursachen oder Prädiktoren für schlechtes Ansprechen aufzudecken. Ziel ist, durch Aufdeckung möglicher Symptom-Muster Warnsymptome für ein schlechtes Ansprechen oder einen möglichen Prädiktionsfaktor zu isolieren.

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Studiendetails

Studienziel Querschnittsstudie: Erfassung von Pat. mit schlechtem Ansprechen auf GPi-DBS (Globus Pallidus internus- deep brain stimulation), klinische Charakterisierung dieser Pat. mit Re-Evaluation der initialen Diagnose bei OP, Einteilung in Gruppen mit mutmaßlichen Ursachen für Therapieversagen, Auswertung bezueglich Haeufigkeiten bestimmter Symptome und Untersuchungsbefunde in dieser Kohorte
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 26
Stationärer Aufenthalt Keiner
Finanzierungsquelle Klinik und Poliklinik fuer Neurologie, Uniklinik Koeln

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Alter zwischen 18 und 85 Jahren
  • Diagnose einer idiopathischen Dystonie bei Operation
  • Bilaterale DBS im Bereich des Globus pallidus pars interna
  • Schlechtes Ansprechen auf GPi-DBS (weniger 30 % Besserung im BFMDRS-M im Vergleich zum prä-Operativen Zustand)
  • Stabiler klinischer Zustand unter Tiefer Hirnstimulation für mindestens 3 Monate
  • Vorliegen einer schriftlichen Einverständniserklärung des Patienten
  • keine relevanten anderen schweren neurologischen oder internistischen Erkrankungen

Ausschlusskriterien

  • neurologische Begleiterkrankungen (z. B. Epilepsie, Demenz etc.)
  • Nicht-Geschäftsfähige, Minderjährige sowie Personen, die auf gerichtliche oder behördliche Anordnung in einer Anstalt untergebracht sind

Adressen und Kontakt

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Häufig gestellte Fragen

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Hintergrund und Zielsetzung Die idiopathische Dystonie spricht teilweise auf orale Pharmakotherapie und Botulinumtoxin nur unzureichend an. Deshalb kommen hier therapeutisch auch operative Therapieverfahren wie die Tiefe Hirnstimulation zum Einsatz. Traditionell wird zur Therapie der Dystonie mit Tiefer Hirnstimulation der Globus Pallidus internus (GPi) als Zielpunkt gewählt. Die meisten Patienten profitieren sehr gut von der Therapie, einer von zehn Patienten zeigt jedoch ein relatives Therapieversagen. Prädiktoren für gutes oder schlechtes Ansprechen sind bislang nicht verfügbar. In dieser Studie sollen Dystonie-Patienten mit GPI-DBS-Therapieversagen klinisch nachuntersucht und charakterisiert werden, um mögliche Ursachen oder Prädiktoren für schlechtes Ansprechen aufzudecken. Studienplanung und Methoden Es sollen 26 Patienten mit der Diagnose einer idiopathischen Dystonie und GPi-DBS mit einem therapeutischen Ansprechen unter 30 % (Besserung im BFMDRS-M) im Vergleich zum präoperativen Zustand nachuntersucht werden. Mithilfe einer erneuten gründlichen Anamnese und Untersuchung, einer Videodokumentation mit geblindetem Rating (BFMDRS-M), einer klinischen Austestung des Stimulators, einer Neueinstellung, sowie mit verschiedener klinischer Skalen, EEG, sowie ggf. ergänzender klinischer Diagnostik sollen verschiedene Ursachen für Therapieversagen untersucht werden. Ziel ist, durch Aufdeckung möglicher Symptom-Muster Warnsymptome für ein schlechtes Ansprechen oder einen möglichen Prädiktionsfaktor zu isolieren. Auswertung Die Studie ist eine Fallserie. In der Auswertung sollen Häufigkeiten bestimmter Ergebnisse ermittelt werden. Ergebnisse sollen zunächst in 3 Hauptgruppen eingeteilt werden: (1) Therapieversagen bei von idiopath. Dystonie abweichender Diagnose, (2) Therapieversagen bei Problemen mit dem Stimulationssystem oder Elektrodenlokalisation, (3) keine offensichtlich Ursache für Therapieversagen. Diese sollen dann in einzelne Subgruppen aufgeteilt werden. Es soll darüber hinaus der Nutzen der klinischen Diagnostik in der Einschätzung einer Dystonie beurteilt werden, um möglicherweise das diagnostische Procedere präoperativ entsprechend anzupassen.

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