Beschreibung der Studie

In dieser Studie wird die Bedeutung eines neuen Laborwertes, der sog. endothelialen Mikropartikel (EMP), zur Detektion einer klinisch nicht oder nur schwer erkennbaren (=subklinischen) Sauerstoff-Minderversorgung des Herzmuskels (=Myokardischämie) bei Patienten mit koronarer Herzerkrankung (KHK) bzw. Verdacht darauf untersucht. EMP werden einerseits durch die schädliche Einwirkung kardiovaskulärer Risikofaktoren (wie Rauchen, Diabetes, Bluthochdruck, etc.) in den Blutstrom freigesetzt, andererseits durch gestörte Regenerationsvorgänge in verengten Gefäßen, z.B. der Herzkranzarterien. In einer unserer vorherigen Studien haben wir zeigen können, dass durch die Bestimmung der EMP auch Aussagen über die Prognose von KHK-Patienten getroffen werden können, also über zukünftige Herzinfarkte, erneute Katheteruntersuchungen, etc. Aus diesem Grund wird bei allen Patienten in dieser Studie neben dem Standard-Routinelabor noch zusätzlich 4-6h und 18-24h nach der Stress-Echountersuchung vor dem geplanten Herzkatheter eine geringe Menge Blut (20 ml) abnehmen, in der wir die Anzahl der EMP bestimmen werden. Nach einer Belastung wie durch die Stress-Echountersuchung kommt es im Blut von Patienten mit einer KHK zu einem Anstieg der EMP und zwar umso mehr, je höhergradiger evtl. vorhandene Verengungen an den Herzkranzgefäßen sind.

Studie via E-Mail versenden

Studiendetails

Studienziel Mikropartikel-Anstieg 4-6 sowie 18-24 Stunden nach der Stress-Echokardiographie mittels FACS (fluorescence-activated cell sorting, farbstoff-gesteuerter Durchflußzytometrie) und Assoziation mit dem Schweregrad der Ischämie
Status Teilnahme bald möglich
Zahl teilnehmender Patienten 160
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Finanzierungsquelle Deutsche Forschungsgemeinschaft

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Alter ≥18 Jahre, Patienten mit koronarer Herzerkrankung(KHK) oder Verdacht darauf, geplante Stress-Echountersuchung und Herzkatheteruntersuchung, schriftliche Einverständniserklärung

Ausschlusskriterien

  • Alter <18 Jahre, akutes Koronarsyndrom (STEMI, NSTEMI, instabile AP), hochgradige Herzklappenvitien, Z.n. aortokoronarer Bypassoperation, mangelhafte Schallbarkeit während der Stress-Echokardiographie, Kontraindikationen für eine Stress-Untersuchung (schwere arterielle Hypertonie, in-stabile Angina pectoris, schwere Aortenklappenstenose, maligne Arrhythmien, schwere HOCM), Schwangerschaft, intellektuelle Einschränkung zur Teilnahme an der Studie, dekompensierte Herzinsuffizienz (NYHA III oder IV), schwere allergische Reaktionen auf Kontrastmittel in der Vorgeschichte, bekannte Hyperthyreose und/oder Thyreoidea-stimulierendes Hormon <0.03 mU/L

Adressen und Kontakt

Medizinische Klinik und Poliklinik II Universitätsklinikum Bonn Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität, Bonn

Erhalten Sie die Kontaktdaten

Vielen Dank! Wir haben Ihnen die angeforderten Kontaktdaten aus Bonn via E-Mail verschickt.

Bitte überprüfen Sie auch Ihren SPAM Ordner.

Wenn Sie weitere Fragen haben sollten, helfen wir Ihnen gerne. Unsere E-Mail-Adresse lautet kontakt@viomedo.de. Schreiben Sie uns Ihre Anregungen, Fragen und Tipps – auch Kritik und Probleme können Sie gerne äußern.

Erhalten Sie die Kontaktdaten

Wir senden Ihnen die Kontaktdaten des Studienarztes und Informationen über mögliche nächste Schritte auf Ihre E-Mail-Adresse

Etwas ist schief gelaufen. Bitte versuchen Sie es noch einmal.

Häufig gestellte Fragen

In unserem übersichtlichen Ratgeber finden Sie alle Antworten zu Fragen über klinische Studien.

Ratgeber öffnen

Atherosklerose ist eine multifaktorielle, inflammatorische Erkrankung, an deren Pathogenese Endothelzellen, inflammatorische Zellen und glatte Muskelzellen beteiligt sind. Kardiovaskuläre Risikofaktoren führen zu einer Schädigung des Gefäßendothels mit Aktivierung und Apoptose von Endothelzellen und schließlich zu endothelialer Dysfunktion. Dabei werden submikroskopische Zellmembranpartikel (Mikropartikel) freigesetzt, welche anhand der Membranproteine ihrer Mutterzelle differenziert werden können. Die Zahl der zirkulierenden Mikropartikel korreliert mit dem Grad der endothelialen Dysfunktion und ist ein unabhängiger Risikoprädiktor bei Patienten mit koronarer Herzerkrankung. Im Tierversuch konnte gezeigt werden, dass es im Rahmen einer myokardialen Ischämie bereits frühzeitig zur Endothelzellapoptose kommt und dass diese der myokardialen Nekrose zeitlich vorausgeht. Mit Endothelzellapoptose kommt es zur Freisetzung von endothelialen Mikropartikeln, welche somit einen frühen Marker für endotheliale und myokardiale Ischämie darstellen. In dieser Studie soll der durch Ischämie verursachte Anstieg von Mikropartikeln im Rahmen einer Dobutamin-Stressechokardiographie mit selektiver Erzeugung einer Myokardischämie bei Patienten mit (Verdacht auf) koronarer Herzerkankung (KHK) gemessen und anhand dieses Anstiegs die funktionelle Relevanz einer Koronarstenose beurteilt werden. In Pilotexperimenten konnten wir zeigen, dass eine positive Stressechokardiographie bei Nachweis einer relevanten Koronarstenose mit einer Zunahme von endothelialen Mikropartikel assoziiert ist. Somit könnte der Anstieg der zirkulierenden Mikropartikel bei Patienten mit KHK dazu beitragen, nicht-invasiv die funktionelle Relevanz einer Koronarstenose nachzuweisen.

Quelle

Sponsoren: Registrieren Sie sich auf Viomedo, um Ihre Studien zu veröffentlichen.