Beschreibung der Studie

Der Gelenkersatz gehört seit Jahren weltweit zu den Standardeingriffen in der Orthopädie. Dennoch ist es leider so, dass bei einigen Patienten Schmerzen durch mangelnde Rotationstabilität auftreten. Ziel der Studie ist es, die Bewegung des Kniegelenkes nach der Operation zu untersuchen. So sollen drei etablierte Implantate auf mögliche Vorteile bezüglich der Rotationstabilität untersucht werden. Es wurden viele Studien zur Bewegung des Kniegelenkes nach Kniearthroplastik durchgeführt. Verschiedene Arbeitsgruppen verwendeten konventionelle Röntgenaufnahmen, Navigationsysteme und Ganganalysen, um dieses Ziel zu erreichen. Doch bis heute ist es nicht zuverlässig möglich, die Rotation des Kniegelenkes während verschiedener Beugewinkel des Knies vorauszusagen. Eine Methode zur Bestimmung der Rotationsstabilität des Kniegelenks würde ein klinisches Diagnosewerkzeug zur Beurteilung der Komponenteauswahl für Patienten vor der Operation hervorbringen.

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Studiendetails

Studienziel Analyse der Einfluss der Prothesendesigns auf die Kniegelenk Rotationstabilität bei Patienten mit drei unterschiedlichen TKA Implantaten mithilfe von Ganganalyse und Fluoroskopie, 3 und 12 Monate nach der Operation
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 60
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Kontrolle Wirksame Behandlung
Finanzierungsquelle European Commission Information Society and Media Directorate-General

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • primärer medialer Gonarthrose Kellgren Grad III oder IV
  • einer mechanischen Beinachse zwischen 0° und 10° varus
  • einem tibialen Slope zwischen 0° und 10°
  • in der klinischen Untersuchung suffizientem vorderen und hinteren Kreuzband ohne Anamnese für eine vorhergehende Schädigung
  • stabilen Seitenbändern
  • einem Streckdefizit von weniger als 5°
  • einer Überstreckbarkeit von weniger als 5°
  • klinisch unauffälligem Befund der Patella
  • einem Body Mass Index von weniger als 40
  • Einwilligungsfähigkeit

Ausschlusskriterien

  • Post-hoc, wenn nach Einschluss des Patienten aus medizinischer Indikation vom geplanten operativen Vorgehen abgewichen werden muss
  • Nebenerkrankungen, die das Bindegewebe beeinflussen (z.B. Marfan Syndrom, Ehlers-Danlos Syndrom, Sklerodermie)
  • Nebenerkrankungen, die das Nervensystem beeinflussen (z.B. M. Parkinson, Multiple Sklerose, periphere Neuropathie)

Adressen und Kontakt

Julius Wolff Institut, Charité- Universittätsmedizin Berlin Centrum für Sportwissenschaft und Sportmedizin Berlin, Berlin

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Häufig gestellte Fragen

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Die Arthrose des Kniegelenks ist die Hauptindikation zur Implantation einer Knieendoprothese. In Abhängigkeit der Symptomatik, der Lokalisation des Ausmaßes und der kapsulo-ligamentären Situation wird ein Teilersatz (Schlittenendoprothese) oder ein vollständiger Gelenkersatz (Totalendoprothese) durchgeführt. Während bei der Schlittenendoprothese beide Kreuzbänder erhalten werden müssen, werden bei der kreuzbanderhaltenden Totalendoprothese das vordere Kreuzband, bei der kreuzbandersetzenden Totalendoprothese beide Kreuzbänder entfernt. Der Einfluss der drei verschiedenen Prothesenmodelle auf die Rotationstabilität des Kniegelenkes ist unbekannt. Die Axiale Rotation spielt eine große Rolle um die Stabilität während der Kniebeugung zu gewährleisten. Mangelnde Stabilität könnte abnormale mechanische Spannungen im Gewebe hervorrufen, wodurch Schmerzen verursacht werden können. Sollte eine passive Stabilisierung des Kniegelenks nicht gegeben sein, könnte diese aktiv durch den Einfluss von Muskeln und Sehnen erreicht werden. Muskel Insuffizienz führt zu einer Verringerung der Rotationsstabilität, aber der relative Beitrag der aktiven und passiven Weichteile bleibt unbekannt. Außerdem wurde Knie Instabilität bisher meist in der sagittalen und nicht in der axialen Ebene betrachtet, wodurch zusätzliche Informationen bzgl. der Prothesenauswahl (Schlittenendoprothese, kreuzbanderhaltende- , oder kreuzbandersetzende Totalendoprothesen) für Patienten gewonnen werden können. Eine Methode zur Quantifizierung der Rotationsstabilität des Kniegelenks würde ein klinisches Diagnosewerkzeug zur Beurteilung der Komponentenauswahl für Patienten vor der Operation hervorbringen.

Quelle

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