Beschreibung der Studie

In asiatischen Ländern mit einem hohen Verzehr an Soja-Produkten ist das Brustkrebsrisiko geringer als bei uns. Verantwortlich dafür könnten bioaktive Inhaltsstoffe der Sojabohne sein, die als Isoflavone bezeichnet werden. Diese Isoflavone werden im Blut auch mit Fett-Transportmolekülen (Lipoproteine) transportiert. Welche Rolle der Körperfettgehalt für die Verfügbarkeit und die Verteilung der Isoflavone beim Menschen hat ist bisher nicht bekannt. Deshalb soll diese Studie prüfen, welchen Einfluss der Körperfettgehalt auf die Verfügbarkeit und die Wirkung von Isoflavonen aus Soja bei Frauen hat.

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Studiendetails

Studienziel Isoflavon-Plasmakonzentration, vor Intervention und nach 4, 8 und 12 Wochen, LC-MS/MS-Analytik
Status Teilnahme bald möglich
Zahl teilnehmender Patienten 400
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Placebo Ja
Finanzierungsquelle Deutsche Forschungsgemeinschaft DFG

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Postmenopausale Frauen unter 75 Jahren
  • BMI 20 – 25 und über 30kg/m2
  • Nichtraucher
  • Probanden, die in schriftlicher Form ihr Einverständnis zur Teilnahme an der Studie gegeben haben

Ausschlusskriterien

  • Frauen mit Hormonersatztherapie
  • Frauen, die an Brustkrebs erkrankt sind oder waren
  • Probanden mit schwerwiegenden Erkrankungen, welche die Nährstoffresorption, Verdauungsfunktion, Verstoffwechselung oder Ausscheidung betreffen
  • Probanden, die in den zurückliegenden 3 Monaten Supplemente oder Medikamente einnahmen, die zu bestimmende Parameter beeinflussen können
  • Probanden, von denen zu erwarten ist, dass sie sich nicht compliant verhalten

Adressen und Kontakt

Max Rubner-Institut, Karlsruhe

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Nahrungsergänzungsmittel mit einem hohen Gehalt an Soja-Isoflavonen (IF) werden für die Zielgruppe der postmenopausalen Frauen als natürliche und nebenwirkungsarme Alternative zur Hormonersatztherapie beworben. Mit Hinweis auf die Bevölkerung asiatischer Länder wird eine gesundheitsfördernde Wirkung dieser Verbindungen postuliert. Dies gilt insbesondere für mögliche Krebs-präventive Eigenschaften bei hormonabhängigen Tumoren wie Brustkrebs. Basis möglicher Isoflavonwirkungen und/oder der Interaktion mit endogenen Sexualhormonen ist die strukturelle Ähnlichkeit von Soja-Isoflavonen und Östradiol. Der Transport endogener Östrogene und deren Einfluß auf den Fettstoffwechsel sind auch beim Menschen gut untersucht, ebenso wie die Risikofaktoren Östrogene und Adipositas für die Entstehung von Brustkrebs. Welche Rolle dabei Isoflavone spielen ist allenfalls ansatzweise untersucht. In eigenen Studien haben wir festgestellt, daß Isoflavone im Blut in erheblichem Umfang mit Lipoproteinen transportiert werden. Inwieweit Isoflavone Lipoprotein-assoziierte Funktionen von Östrogenen beeinflussen können ist nicht bekannt. Vor dem Hintergrund von Adipositas als Krebsrisikofaktor und Adipositas-assoziierten Fettstoffwechselveränderungen sind mögliche Interaktionen von endogenen Östrogenen und alimentär zugeführten Isoflavonen von großem wissenschaftlichem Interesse. Welche Rolle der Körperfettgehalt für die Verfügbarkeit und die Verteilung der Isoflavone beim Menschen hat und welche Rolle dabei endogene Östrogene spielen geht aus bisherigen Untersuchungen nicht hervor. Deshalb soll bei postmenopausalen Frauen untersucht werden welchen Einfluß der Körperfettgehalt auf die Verfügbarkeit und die Bioaktivität von Isoflavonen hat. In einer Ernährungsinterventionsstudie nehmen postmenopausale Frauen über einen Zeitraum von 12 Wochen täglich ein Isoflavonpräparat oder Placebo ein. Um den Einfluß des Körperfettanteils auf Verfügbarkeit und Bioaktivität von Isoflavonen prüfen zu können wird bei den Versuchspersonen die Körperzusammensetzung mittels DEXA (Dual-Röntgen-Absorptiometrie; Dual-Energy X-ray Absorptiometry) bestimmt. Neben den Isoflavonen und deren Metabolite werden Adipositas-assoziierte Hormone und Sexualhormone im Blut sowie die Expression von Fettstoffwechsel-relevanten Proteinen und das Methylierungsmuster in peripheren Lymphozyten bestimmt.

Quelle

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