Beschreibung der Studie

Es ist bis heute nicht möglich die Schmerzmittel für den Zeitraum direkt nach der Operation schon während der Narkose so zu dosieren, dass alle Patienten schmerzfrei erwachen. In dieser Studie untersuchen und vergleichen wir zwei Verfahren (ein Schmerzreflex des Beines und ein Schmerzreflex der Pupille), mit denen noch während der Narkose vorhergesagt werden soll, welche Schmerzen ein Patient in den ersten Stunden nach dem Aufwachen empfindet. Teilnehmen können Patienten, welche unter Vollnarkose ein künstliches Hüftgelenk erhalten, mindestens 18 Jahre alt sind, über die Studie aufgeklärt wurden und eingewilligt haben, sowie während der Teilnahme an der Studie an keiner anderen Studie teilnehmen. Vor der Operation werden andere eventuelle Einflussfaktoren auf Schmerzen anhand von Fragebögen erfasst, wie z.B. eventuell vorbestehende Schmerzen, eventuell vorbestehende Einnahme von Schmerzmedikamenten, die Schmerzempfindlichkeit, der Umgang mit Schmerzen, Angst, Depressionen und die Hüftbeweglichkeit und -funktion. Die beiden Schmerzreflexe werden jeweils vor, während und nach der Narkose gemessen. Direkt nach der Operation, am Folgetag nach der Operation, sowie eine Woche und sechs Monate nach der Operation werden die empfundenen Schmerzen und die Menge an verbrauchten Schmerzmedikamenten gemessen und untersucht, ob diese mit den zuvor erfassten Größen zusammenhängen.

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Studiendetails

Studienziel Korrelationen zwischen den unmittelbar vor Ende der Narkose ermittelten Reizschwellen des nozizeptiven Flexorenreflexes (NFRT) bzw. des Pupillen-Dilatationsreflexes (PDR) und dem subjektiven Schmerzempfinden (gemessen mittels numerischer Bewertungsskala (NRS)) direkt nach Wiedererlangen des Bewusstseins.
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 110
Stationärer Aufenthalt Keiner
Finanzierungsquelle Charité - Universitätsmedizin Berlin

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Implantation einer Hüfttotalendoprothese, Alter >= 18 Jahre, Durchgeführte Aufklärung und Fähigkeit zum Verstehen der Aufklärung, Schriftliche Einwilligung in die Studienteilnahme, Keine gleichzeitige Teilnahme an einer anderen klinischen Studie

Ausschlusskriterien

  • ASA-Gesundheitszustand > 3, BMI > 35, Regionalanästhesie und rückenmarksnahe Anästhesieverfahren

Adressen und Kontakt

An dieser Studie können Sie leider nicht mehr teilnehmen. Hier finden Sieaktuelle Schmerz-Studien.

Häufig gestellte Fragen

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Präoperative prädiktive Faktoren zur individuellen Vorhersage von postoperativen Schmerzen können bisher nur etwa 50% der inter-individuellen Variabilität erklären. Eine alternative Möglichkeit zur individuellen Vorhersage von postoperativen Schmerzen stellt die Messung der tatsächlich stattfindenden Nozizeption und Analgetikawirkung zum Ende der Operation dar, wie es anhand der hier verwendeten Reflexe möglich sein könnte. Ziel der hier geplanten Studie ist die Untersuchung der Vorhersagbarkeit des postoperativen Schmerzes nach Implantation einer Hüfttotalendoprothese anhand der Schwelle des nozizeptiven Flexorenreflexes und des Pupillendilatationsreflexes kurz vor Ende der Vollnarkose. Präoperativ erfolgt die Erfassung von vorher bestehenden Schmerzen, vorheriger Analgetikatherapie, subjektiver Schmerzsensitivität,Schmerzkatastrophisierung, Angst, Depression, sowie Hüftbeweglichkeit und –funktion mittels etablierter Fragebögen. Des Weiteren erfolgt die Bestimmung der Reizschwellen des nozizeptiven Flexorenreflexes und des Pupillendilatationsreflexes jeweils präoperativ, intraoperativ und postoperativ. Postoperativ erfolgt die Erfassung der empfundenen Schmerzen auf der numerischen Rating Skala, sowie der kumulative Schmerzmittelkonsum, jeweils direkt nach der Operation, sowie einen Tag, eine Woche und sechs Monate nach dem Eingriff und es wird untersucht, ob diese mit den zuvor erfassten Parametern korrelieren.

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