Beschreibung der Studie

Kinder mit einem an Krebs erkrankten Geschwisterkind leiden häufig unter psychischen und sozialen Auffälligkeiten. Häufig fehlt ihnen konkretes Wissen über die Krebserkrankung und ihre Behandlung. Im Rahmen familienorientierter Betreuungsprogramme werden die Geschwisterprobleme bereits berücksichtigt, allerdings fehlt es an standardisierten Methoden zur Psychoedukation von Geschwistern. Vorstudien konnten belegen, dass ein Zuwachs an Wissen über die Krebserkrankung bei den gesunden Brüdern und Schwestern ihre Angst und Unsicherheit reduziert. Im Rahmen dieses Projektes soll daher in Zusammenarbeit mit der Nachsorgeklinik Tannheim und der Rehabilitationsklinik Katharinenhöhe ein entsprechend kindgerechtes Interventionsprogramm standardisiert werden. Nach einer Pilotphase soll die Wirksamkeit des Programms auf den Wissensstand, die emotionale Befindlichkeit der Geschwisterkinder und die innerfamiliären Beziehungen überprüft werden.

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Studiendetails

Studienziel Primäre Zielvariablen dieser Interventionsstudie sind die Belastung der gesunden Geschwisterkinder sowie ihr krebsbezogenes Wissen. Hierzu kommt der Sibling Perception Questionnaire (SPQ; (Carpenter & Sahler, 1991) zum Einsatz, um die psychische Belastung der gesunden Geschwisterkinder zu erfassen. Das krebsbezogene Wissen der Geschwisterkinder wird durch hierzu speziell entwickelte altersentsprechende Wissensfragebögen bzw. bei Kindern im Vorschulalter durch Wissensinterviews erfasst. Die Erhebung dieser Daten erfolgt zu Beginn der familienorientierten Rehabilitation, nach Ender der familienorientierten Rehabilitation (4 Wochen nach dem Beginn der Reha) sowie zwei Monate nach Ende der familienorientierten Reha.
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 120
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Kontrolle Wirksame Behandlung
Finanzierungsquelle Jose Carreras-Leukämie-Stiftung

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Die Intervention richtet sich an 4-17-jährige gesunde Geschwister (auch Halb- und
  • krebskranker Kinder, sowie deren Eltern, die gemeinsam an der
  • familienorientierten Nachsorge in Tannheim oder auf der Katharinenhöhe teilnehmen. Die teilnehmenden Kinder und
  • Eltern sollten über ausreichende Kenntnisse der deutschen Sprache verfügen und nach
  • ausführlicher schriftlicher Information über die Studie ihr schriftliches Einverständnis
  • erklären. Dieses wird bei den Sorgeberechtigten (informed consent) sowie bei den minderjährigen
  • Geschwisterkindern (informed assent) eingeholt.

Ausschlusskriterien

  • Nicht in die Studie eingeschlossen werden Geschwister unter vier Jahren. Personen, bei denen die Einverständnis zur Studientreilnahme fehlt und solche, die nicht über ausreichende Kenntnisse der deutschen Sprache verfügen.

Adressen und Kontakt

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Häufig gestellte Fragen

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Kinder mit einem an Krebs erkrankten Geschwisterkind leiden häufig unter psychischen und sozialen Auffälligkeiten. Im Rahmen des Projektes wird ein Manual zur Psychoedukation von Geschwistern krebskranker Kinder und ihrer Eltern entwickelt. Das Interventionsprogramm soll in der Nachsorgeklinik Tannheim und der Rehabilitationsklinik Katharinenhöhe in der Arbeit mit den gesunden Geschwisterkindern implementiert und evaluiert werden. Neben der Berechnung der Interventionseffekte in einem Prä-Post und einem Follow-Up-Vergleich, werden die Teilnehmer der Intervention mit Personen verglichen, die lediglich an der allgemeinen familienorientierten Nachsorge teilnahmen.

Quelle

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