Beschreibung der Studie

Etwa 70% der Patienten, die eine schwere Blutvergiftung (Sepsis) durchmachen, erleiden einen Schaden der peripheren Nerven und der Muskulatur. Dabei sind die Nervenschädigung, die sog. Critical Illness Polyneuropathie (CIP) und die Muskelschädigung, die sogenannte Critical Illness Myopathie (CIM) die wichtigsten Ursachen für Muskelschwäche, verlängerte Zeiten zur Entwöhnung von der künstlichen Beatmung und verzögerte Rehabilitation. Die Studie untersucht nun die Veränderungen in Nerven und Muskeln in der Kernspintomografie (MRT) im Verlauf der akuten Blutvergiftung. Als Goldstandard für eine Abschätzung des Nervenschadens dient die Elektroneurografie. Eine Muskelprobe kann das Ausmaß der Muskelschädigung anzeigen. Es ist zu erwarten, dass es zu Veränderungen in verschiedenen Aufnahmesequenzen der MRT kommt, die eine Beteiligung von Nerv und Muskel abschätzen lassen.

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Studiendetails

Studienziel 1. MR-Parameter im Nerv: Veränderungen in T2-gewichteten Sequenzen, diffusionsgewichteten Sequenzen, Gadolinium-Aufnahme, im N. ischiadicus, Plexus lumbosacralis und lumbalen Nervenwurzeln 2. MR-Parameter im Muskel: Veränderungen in T2-gewichteten Sequenzen, diffusi-onsgewichteten Sequenzen, Gadolinium-Aufnahme, im M. quadriceps femoris. Untersuchungszeitpunkte jeweils innerhalb der ersten Woche nach Beginn der Sepsis und 3 bis 4 Wochen später im Verlauf
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 100
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Beobachtungsstudie
Finanzierungsquelle Bundesministerium für Bildung und Forschung Dienstsitz Berlin

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Schwere Sepsis oder septischer Schock (entsprechend der CSCC Kriterien) seit ≥ 4 Tagen, Schriftliche Einwilligung zur Teilnahme an der Studie, Alter ≥18 Jahre, Vorhandensein einer CIP nach elektrophysiologischen Kriterien

Ausschlusskriterien

  • Vorbestehende neuromuskuläre Erkrankung (z.B. Polyneuropathie, Muskelerkrankung, Myasthenia gravis, Amyotrophe Lateralsklerose, etc.), Bekannter Alkoholabusus, Vorbestehender Diabetes mellitus, Steroidtherapie vor Sepsis (aktuelle Behandlung mit hochdosierten Steroiden (≥16 mg/kg KG über 5 Tage),
  • Intensivaufentalt ≥8 Tage, Patient stirbt wahrscheinlich in weniger als 24 Std., Teilnahme an einer anderen klinischen Studie, Kontraindikationen für MRT (z.B. Vorhandensein eines Herzschrittmachers, Metall im Körper, etc.)

Adressen und Kontakt

CSCC Jena (Center for Sepsis Control and Care) Hans Berger Klinik für Neurologie, Jena

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Häufig gestellte Fragen

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Die Studie untersucht Patienten mit Critical Illness Polyneuropathie (CIP) und Myopathie (CIM) mittels Kernspintomografie (MRT). Etwa 70% der Patienten, die eine Sepsis durchmachen, erleiden einen Schaden der peripheren Nerven und der Muskulatur. Critical Illness Polyneuropathie und Myopathie sind die wichtigsten Ursachen für Muskelschwäche, verlängerte Zeiten zur Entwöhnung von der künstlichen Beatmung und verzögerte Rehabilitation. Axonaler Nervenschaden führt zu einer Wallerschen Degeneration. Das bedeutet, die Nervenfasern degenerieren distal der Läsion, haben aber das Potenzial zu einer langsamen Regeneration. Die MRT kann solche Prozesse in großer anatomischer Genauigkeit darstellen. Wallersche Degeneration führt zu einer Änderung der Kontrastmittelaufnahme, Änderungen im T2w Signalverhalten und in der Diffusionsbildgebung in Nerv und Muskel. Eine MRT des Beckens und der Oberschenkel soll bei Patienten mit den elektrophysiologischen Zeichen einer CIP innerhalb der ersten Woche der Sepsis durchgeführt werden. Zusätzlich soll zur Abklärung eines Muskelschadens (CIM) eine Muskelbiopsie erfolgen, die optional angeboten werden soll. Eine zweite MRT-Untersuchung soll dann in der Zeit nach Erholung von der Sepsis durchgeführt werden (vor der Entlassung aus dem Krankenhaus). Die Studie wird erstmals Daten bringen zur anatomischen Lokalisation des Nerven- und Muskelschadens bei CIP und CIM. Darüber hinaus erlaubt die MRT-Untersuchung zu zwei Zeitpunkten eine Einschätzung des klinischen Verlaufs.

Quelle

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