Beschreibung der Studie

Herzunterstützungssysteme werden bei Patienten mit schwerem Herzversagen implantiert, bei denen eine medikamentöse Therapie nicht ausreicht. Die Unterstützung erfolgt auf Dauer oder als Überbrückung bis zu einer Herztransplantation. Zu den Hauptkomplikationen zählen neben den Infektionen lebensbedrohliche Gerinnungsprobleme. Die Fremdoberflächen der Geräte können eine massive Gerinnungsaktivierung auslösen, die zu Thromboembolien führen kann. Andererseits kann es durch pathologische Scherkräfte in den Systemen zur Entwicklung eines erworbenen von Willebrand Syndroms (AVWS) mit vermehrter Blutungsneigung kommen. Ziel der Untersuchungen ist, bei Patienten mit Herzunterstützungssystemen Gerinnungsparameter im Verlauf zu bestimmen und zu ermitteln, ob mittels dieser Parameter eine drohende Blutungstendenz oder erhöhte Thrombogenität frühzeitig erkannt werden kann. Findet sich hier eine Korrelation, so ist das weitere Ziel, diese Komplikationen durch frühzeitige Optimierung des Antikoagulationsmanagements zu verhindern. Mittels dieser Indikatoren kann später auch die Entwicklung gerinnungsverträglicherer Fremdoberflächen und Systeme überprüft werden.

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Studiendetails

Studienziel Vorliegen eines erworbenen Von-Willebrand-Syndroms im Verlauf
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 250
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Beobachtungsstudie
Finanzierungsquelle Universitätsklinikum Freiburg, Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • alle Patienten mit Im- und Explantation eines Herzunterstützungssystems im Studienzentrum,
  • alle Patienten mit Herztransplantation und extrakorporaler Herzunterstützung (ECLS), 10 Patienten mit Aortenklappenstenose, 10 Patienten mit Aortenisthmus-Stenose im Studienzentrum

Ausschlusskriterien

  • keine

Adressen und Kontakt

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Häufig gestellte Fragen

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Zu den Hauptkomplikationen beim zunehmenden Einsatz von Herzersatz- (total artificial heart, TAH)- oder Herzunterstützungssystemen (Ventricular Assist Device, VAD) zählen neben den Infektionen lebensbedrohliche Gerinnungsprobleme, die die breitere Indikationsstellung für diese inzwischen technisch hoch entwickelten Systeme limitieren. Die Fremdoberflächen der Geräte können eine massive Gerinnungsaktivierung auslösen, die zu Thromboembolien führen kann. Andererseits kann es durch pathologische Scherkräfte in den Systemen zur Entwicklung eines erworbenen von Willebrand Syndroms (AVWS) mit vermehrter Blutungsneigung kommen. Ziel der Untersuchungen ist, bei Patienten mit Herzersatz- oder Herzunterstützungssystemen die Werte für von Willebrand-Faktor (VWF) und für weitere Gerinnungsparameter im Verlauf zu monitoren und zu ermitteln, ob mittels dieser Parameter eine drohende Blutungstendenz oder erhöhte Thrombogenität frühzeitig erkannt werden kann. Findet sich hier eine Korrelation, so ist das weitere Ziel, diese Komplikationen durch frühzeitige Optimierung des Anti-koagulationsmanagements zu verhindern. Die unterschiedliche Schädigung des VWF durch verschiedene Fremdoberflächen und Systeme (Bioklappen, Kunstklappen, VAD) soll systematisch untersucht werden, um zu klären, ob diese Gerinnungswerte als gute Indikatoren für erhöhte Gerinnungsaktivierung bzw. Thrombogenität dieser Fremdoberflächen und Systeme dienen. Mittels dieser Indikatoren kann später die Entwicklung gerinnungsverträglicherer Fremdoberflächen und Systeme überprüft werden.

Quelle

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