Beschreibung der Studie

Bei der Therapie des akuten, subakuten und chronischen Schlaganfalls ist das Ausmaß der Hypoperfusion von großer Relevanz für weitere Therapieoptionen, wie z.B. Thrombolysetherapie (akuter Schlaganfall), Karotisoperation oder Stentimplantation (subakuter, chronischer Schlaganfall). Die Darstellung der Hypoperfusion erfolgt durch multimodale Bildgebungsverfahren wie der Perfusions-Computer Tomographie (pCT) und der Magnet Resonanz Tomographie (MRT) mit Perfusions – (perfusion weighted PW) und Diffusionswichtung (diffusion weighted DW) 1. Beim akuten Schlaganfall können zwei Zonen unterschieden werden. Der Infarktkern definiert durch eine kritische Hypoperfusion (cerebral blood flow (CBF) < 12 ml/100g/min) und die sogenannte Penumbra in welcher eine mäßige Hypoperfusion von noch intaktem Hirngewebe vorliegt (CBF 10-20 ml/100g/min). Bei nicht erfolgender Reperfusion kommt es zu einer zentrifugalen Ausdehnung des Infarktkerns und zum Untergang der Penumbra. Beim subakuten und chronischen Infarkt kann infolge einer höhergradigen Stenose oder infolge eines Verschlusses der intra- oder extrakraniellen Gefäße eine „milde Hypoperfusion“ vorliegen, die bei unzureichender Kollateralisierung ein hämodynamisches Risiko für die Patienten darstellt. Bei ausgeprägtem hämodynamischen Risiko kann die Implantation eines Stents oder eine operative Versorgung zur Sicherung der Perfusion indiziert sein. Das minderperfundierte Gewebe und die arterielle intrakranielle Gefäßversorgung/konstellation kann durch multimodales CT (pCT und CT-Angiographie) oder DW/PW MRT und MR-Angiographie dargestellt werden. Durch zahlreiche Studien konnte gezeigt werden, dass die MRT zur Darstellung der Infarktausdehnung die höchste Spezifität und Sensitivität aufweist. Zur Quantifizierung intra- und extrakranieller Stenosen ist die CT-Angiographie der nichtinvasive klinische Goldstandard. Zu bedenken ist, dass MRT-Geräte aus logistischen Gründen häufig großen Kliniken und spezialisierten Zentren vorbehalten bleiben. Allerdings beruhen nahezu alle Daten klinischer randomisierter Studien auf der Mismatchdefinition mittels MRT. Die CT hingegen zeichnet sich durch bessere Verfügbarkeit, schnellere Anwendung und geringere Kosten aus. Durch diese Studie soll die Vergleichbarkeit der beiden Modalitäten CT und MRT in der Darstellung der Hypoperfsion im akuten, subakuten und chronischen Schlaganfall evaluiert werden.

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Studiendetails

Studienziel Nachdem es sich um eine Pilotstudie und rein diagnostische Studie handelt ist eine genaue Definition des Endpunktes nicht möglich. Nach Abschluss der Bildgebung ist der Endpunkt erreicht. Die Darstellung der Hypoperfusion mittels 320 Zeilen pCT wird mit der des DW7PW MRTs anhand einer voxelbasierten Analyse verglichen.
Status Teilnahme nicht mehr möglich
Zahl teilnehmender Patienten 27
Stationärer Aufenthalt Keiner
Finanzierungsquelle CSB-Centrum für Schlaganfallforschung

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • gt; Akuter Schlaganfall (Symptombeginn < 24 Stunden)
  • gt; subakuter Schlaganfall (Symptombeginn >24 Stunden- 14 Tage)
  • gt; chronischer Schlaganfall (Symptombeginn > 14 Tage)
  • gt;Ischämie im Versorgungsgebiet der Arteria cerebri media (MCA)
  • gt; <2/3 des Versorgungsgebietes der MCA soll infarziert sein.
  • gt;Alter zwischen 50-85 Jahren
  • gt;NIHSS ≥2

Ausschlusskriterien

  • gt;Kontraindikationen für eine MRT
  • Patienten mit magnetischen Implantaten (z.B.
  • können nicht an der Studie teilnehmen.
  • gt;Klaustrophobie
  • gt; Klinisch instabiler Zustand
  • gt; Fehlende Einwilligungsfähigkeit durch Aphasie oder Vigilanzminderung
  • gt;Ischämien im vertebrobasilären Gebiet
  • gt;Hyperthyreose
  • gt; Kontrastmittelallergie
  • gt; Niereninsuffizienz (Kreatinin > 0,9 mg/dl)

Adressen und Kontakt

An dieser Studie können Sie leider nicht mehr teilnehmen. Hier finden Sieaktuelle Schlaganfall-Studien.

Häufig gestellte Fragen

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Hintergrund: Im akuten, subakuten und chronischen Schlaganfall stellt die native Computertomographie (CT) nach wie vor den diagnostischen Standard dar. Bei spezifischen Fragestellungen (z.B. Gefäßpathologie) oder unklarem Zeitfenster (fraglich jenseits der 4,5 Stunden Grenze) finden standardisiert die kontrastmittelgestützte CT- Angiographie und Perfusions-CT (pCT) Anwendung. Diesen beiden Verfahren wird meist gegenüber der diffusionsgewichteten (DW) und perfusionsgewichteten (PW) Magnetresonanztomographie (MRT) der Vorrang gegeben, da weniger Kontraindikationen, eine schnellere Verfügbarkeit und ein kürzerer Zeitaufwand bestehen. Das Mismatchkonzept beruht allerdings auf MR-basierten Daten, somit ist die Validierung der Ergebnisse der pCT durch DW/PW MRT durchzuführen. Der Vorteil der neuen 320 Zeilen CT liegt darin, dass das gesamte Hirn abgebildet werden kann. Ziele: Validierung des 320 Zeilen pCT- definierten Mismatchs im Vergleich zur DW/PW MRT. Die Studie soll zur Optimierung der Diagnostik beim akuten, subakuten und chronischen Schlaganfall und eventuellen Stratifizierung der Patienten für weitere Therapieentscheidungen beitragen. Material und Methoden: 9 Patienten mit akutem ischämischen Infarkt (< 24h Symptombeginn), 9 Patienten mit subakutem (24h-14 Tage) Infarkt und 9 Patienten mit chronischem (> 14 Tage) Infarkt im anterioren Stromgebiet werden in die Studie eingeschlossen. Die 320 Zeilen pCT und DW/PW-MRT werden innerhalb von 20 Minuten durchgeführt. Die CT und MRT Bilder werden mit der Bildverabreitungssoftware STROKETOOL bearbeitet und anhand einer voxelbasierten Auswertung werden Infarktcore und Mismatch- Region miteinander verglichen.

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