Beschreibung der Studie

Klinische Wirksamkeit ebenso wie der Missbrauch bestimmter Substanzen, die die Signalübertragung im Gehirn hemmend modulieren (GABAerge Substanzen) unterstützen die Hypothese eines Defizits des Botenstoffs GABA bei der Panikstörung. Dies konnte auch mit Untersuchungen der Rezeptorbesetzung (molekulare Bildgebung mittels PET) und Konzentrationsbestimmungen von GABA mittels Magnetresonanzspektroskopie (MRS) gezeigt werden. Die Studie dient der Evaluation eines einfach durchführbaren computerbasierten Testverfahrens zur indirekten Beurteilung der GABAergen Signalübertragung bei Patienten mit Panikstörung vor und nach einer stationären kognitiven Verhaltenstherapie. Desweiteren wird mittels Magnetresonanzspektroskopie (MRS) die Konzentration von GABA bestimmt und mit den Ergebnissen des o.g. Testverfahrens in Beziehung gesetzt.

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Studiendetails

Studienziel Klinisch:Veränderung der Paniksymptomatik anhand der Panik- und Agoraphobie Skala (PAS; Summenwert) nach 6 Wochen/12 Einheiten Verhaltenstherapie MR-Spektroskopie: Veränderung kortikaler GABA-Konzentration (UE) nach 6 Wochen/12 Einheiten Verhaltenstherapie Psychophysik: Veränderung des visuellen 'surround supperssion' - Effektes ('point of subjective equivalence' in %)
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 20
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Finanzierungsquelle Deutsche Forschungsgemeinschaft

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Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Alter 18-60 Jahre
  • Rechtshändigkeit
  • Der/die Patient/in erfüllt die Kriterien für eine Panikstörung nach DSM-IV (SKID) (mit oder ohne Agoraphobie)

Ausschlusskriterien

  • Allgemeine Ausschlusskriterien für MRT-Untersuchungen (www.mrsafety.com)
  • Substanzabhängigkeit und –missbrauch, Psychose
  • Neurologische Erkrankungen oder Schädel-Hirn-Trauma in der Vorgeschichte
  • Schwere chronische somatische Erkrankungen
  • Alkoholkonsum, Nikotinkonsum, Schlafentzug, Konsum legaler und illegaler Drogen und psychoaktiver Substanzen, insbesondere Schlafmittel/Tranquilizer innerhalb der letzten 24h
  • Einnahme psychoaktiver Substanzen, insb. Benzodiazepinen und Antiepileptika; Ausnahme: Serotoninwiederaufnahmehemmer in stabiler Dosierung seit mindestens 6 Wochen
  • Kontrollpersonen: psychische Erkrankungen aktuell oder in der Vorgeschichte gemäß SKID (Achse I und II)

Adressen und Kontakt

Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, UK SH, Campus Lübeck, Lübeck

Ansprechpartner: Dr.med. Bartosz Zurowski

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Häufig gestellte Fragen

Magnetresonanzspektroskopische (MRS) Konzentrationsbestimmung des inhibitorischen Neurotransmitters GABA und Evaluation eines komplementären und klinisch praktikablen psychophysischen Testverfahrens zur Beurteilung der Integrität inhibitorischer GABAerger Signalübertragung im okzipitalen Kortex von Patienten mit Panikstörung. Beide Messmethoden werden jeweils vor und nach einer strukturierten stationären kognitiven Verhaltenstherapie angewandt, mit dem Ziel ihren Vorhersagewert für den Therapieerfolg zu beurteilen sowie die Korrelation der neurobiologischen Parameter mit Symptomstärke und Symptomveränderung zu erfassen.

Klinische Studien werden durchgeführt, um die Sicherheit und Wirksamkeit von Medikamenten, medizinischen Geräten oder Verfahren nachzuweisen. Sie untersuchen, welche Behandlungsmethode sich am besten zur Therapie einer bestimmten Erkrankung oder Gruppe von Betroffenen eignet. Vor der Marktzulassung müssen alle neuen Behandlungsmethoden einer Reihe von klinischen Prüfungen unterzogen werden.

Klinische Studien bilden die Voraussetzungen für neue Behandlungsmöglichkeiten. Die Ergebnisse klinischer Studien treiben den medizinischen Fortschritt. Sie geben Ärzten das Wissen darüber wie Behandlungen eingesetzt werden und für wen sie sich am besten eignen. Nur durch den Einsatz der freiwilligen Teilnehmer können Studien erfolgreich abgeschlossen werden. Die teilnehmenden Patienten bekommen auch die Möglichkeit sehr früh von einer neuen Behandlung zu profitieren. Es dauert nämlich durchschnittlich 12 Jahre bis eine neue Behandlung öffentlich verfügbar wird. Alle Behandlungen und Medikamente, die Patienten derzeit nutzen, wurden im Rahmen klinischer Studien erprobt, um sicherzugehen, dass diese sicher sind und wirken.

Damit sichergestellt wird, dass nur diejenigen Betroffenen an der Studie teilnehmen, die am wahrscheinlichsten davon profitieren, werden Sie von dem Studienarzt umfassend untersucht. Dieser Vorgang wird als Screening bezeichnet und findet, vor einer möglichen Studienteilnahme, in dem jeweiligen Studienzentrum statt. Dazu gehört auch ein Gespräch mit dem Studienarzt, welches Sie umfassend über die Studie aufklärt und Ihnen die Möglichkeit gibt, Fragen zu stellen. Je nach Studie sind zusätzliche Untersuchungen (z.B. Labor oder Ultraschall) notwendig, um zu bestimmen, ob Sie an der Studie teilnehmen können.

Es gibt verschiedene Gründe, an klinischen Studien teilzunehmen. Durch Ihre Teilnahme leisten Sie einen wertvollen Beitrag zur medizinischen Forschung. Sie erhalten Zugang zu neuartigen Behandlungsmethoden, die sich möglicherweise besser für Ihre Erkrankung eignen, als bisherige Ansätze. Darüber hinaus könnten Sie von der intensiven und individuellen medizinischen Betreuung in den Studienzentren profitieren. Die Teilnahme an einer klinischen Studie eröffnet vielen Betroffenen eine neue Perspektive, ihre gesundheitliche Situation verbessern zu können.

Klinische Studien werden durchgeführt, weil noch nicht alle Einzelheiten über ein Medikament, medizinisches Gerät oder Verfahren bekannt sind. Es besteht die Möglichkeit, dass Sie nicht von der Studienteilnahme profitieren. Alle potenziellen Risiken werden vor Studienbeginn mit Ihnen ausführlich im Studienzentrum besprochen. So können Sie für sich den möglichen Nutzen sorgfältig gegen eventuelle Risiken abwägen. Sie können bei den Gesprächen so viele Fragen stellen, bis Sie sich sicher für oder gegen eine Teilnahme entscheiden können.

Sie können Ihre Teilnahme an einer klinischen Studie jederzeit und ohne Angabe von Gründen beenden.

Die bei der Studie gesammelten Informationen dürfen nur zu Forschungszwecken verwendet werden. Ihre Informationen werden in einer verschlüsselten Form gespeichert, die zu keiner Zeit einen Rückschluss auf Ihre Person erlaubt. Lediglich Ihr Studienarzt hat die Möglichkeit, die Informationen zu entschlüsseln. Falls die Studienergebnisse im Rahmen von Präsentationen oder Veröffentlichungen verwendet werden, werden Sie niemals namentlich erwähnt. Auch wird niemandem ohne Ihr schriftliches Einverständnis mitgeteilt, dass Sie an der Studie teilnehmen bzw. teilgenommen haben.

Die Ergebnisse von klinischen Studien beeinflussen die Behandlungsmethoden, mit denen Betroffene in der Gegenwart und der Zukunft behandelt werden. Daher ist es wichtig, zuverlässige Ergebnisse zu erhalten. Um zuverlässige Ergebnisse zu erhalten, müssen Studien sorgfältig geplant werden. Dazu gehört, dass die Teilnehmer vor Beginn in verschiedene Gruppen eingeteilt werden und genau definiert wird, wie die Gruppen behandelt werden. Auf diese Weise können Behandlungsmethoden unter gleichen Bedingungen miteinander verglichen werden. So kann im Anschluss der Studie eine Aussage darüber gefällt werden, welche der eingesetzten Behandlungsmethoden für die untersuchte Fragestellung am besten geeignet ist. Unabhängig davon, welcher Gruppe die Teilnehmer angehören, werden Sie intensiv durch das Studienpersonal betreut.

Quelle: Deutsches Register Klinischer Studien