Beschreibung der Studie

Hintergrund dieses Kooperationsprojekts ist die Untersuchung der Auswirkung einer stationären Rehabilitationsmaßnahme von Kindern und Jugendlichen im Alter von 4-18 Jahren nach einer Krebserkrankung im Hinblick auf das Bewegungsverhalten und Aktivitätsniveau im Alltag. Darüber hinaus wird bei Knochen- und Hirntumorpatienten das Gangbild bewegungsanalytisch untersucht. Die Daten ermöglichen den Nachweis des Nutzens einer Rehabilitationsmaßnahme bei diesen Patienten. Die durchgeführten Maßnahmen in der stationären Einrichtung können zudem besser beurteilt werden. Darüber hinaus lassen sich Patientengruppen identifizieren, die in besonders hohem bzw. in geringem Maße von der Rehabilitationsmaßnahme profitieren. So können Behandlungsprogramme entwickelt werden, um Nachhaltigkeitseffekte zu verbessern und so zur Verwirklichung der Teilhabe in Schule, Ausbildung, Beruf, Peer group, Partnerschaft und Familie beizutragen. Für die objektive Messung des Bewegungsverhaltens im Alltag sind vier Messzeitpunkte vorgesehen: vor und direkt nach der Rehabilitationsmaßnahme, sowie sechs und zwölf Monate später. Die Messung erfolgt mit Hilfe des Beschleunigungssensors StepWatch (TM) Activity Monitor, einem kleinen, oberhalb des Sprunggelenks getragenen Aktivitätsmonitors. Zu den genannten Zeitpunkten werden die Patienten zu ihrem subjektiven Befinden hinsichtlich ihrer Lebensqualität und ihrer Funktion befragt (Kindl (R) - Fragebogen). Patienten mit Hirn- und Knochentumoren sollen zur Bestimmung ihrer Gangparameter zudem zu Beginn und am Ende der Rehabilitationsmaßnahme ganganalytisch untersucht werden. Hierzu werden Videoaufnahmen erstellt und über die "professional motion analysis software" der Firma Contemplas analysiert. Das Belastungsverhalten der Patienten wird zudem mit Hilfe einer Druckmessplatte der Firma Novel erfasst und beurteilt. Es sollen mindestens 130 Patienten rekrutiert werden (50 Leukämie- oder Lymphompatienten, 60 Hirntumorpatienten und 20 Knochen- und Weichteiltumorpatienten). Die Dauer der Rekrutierung erstreckt sich über 24 Monate.

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Studiendetails

Studienziel Objektive Erfassung der Alltagsaktivität aller in die Studie aufgenommenen Patienten zu den Zeitpunkten vor, direkt nach, sowie sechs und zwölf Monate nach Abschluss der Rehabilitationsmaßnahme. Hierzu wird der StepWatch Activity Monitor ™ (SAM), ein uniaxialer, oberhalb des Sprunggelenks getragener Akzelerometer eingesetzt.
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 130
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Finanzierungsquelle Arbeitsgemeinschaft für Krebsbekämpfung NRW

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • n. Erkrankung an einem Tumor aus dem Bereich der Leukämien und Lymphome (ICD10-GM: C81 – C96), der Hirntumoren (ICD10-GM: D33 und C70 – C72) oder der Knochentumoren (ICD10-GM: C40 – C41)
  • Fähigkeit und Bereitschaft zur Compliance
  • Einwilligungsfähigkeit (sprachlich/kognitiv)

Ausschlusskriterien

  • Andauernde Lähmungen der unteren Extremität, die ein Gehen nicht erlauben (für den Studienteil Ganganalyse, aber nicht für den Studienteil Aktivitätsmessung);
  • Rollstuhlpflichtigkeit;
  • Mangelnde Fähigkeit oder Bereitschaft zur Compliance; und
  • Mangelnde Einwilligungsfähigkeit auf Grund unüberwindbarer Sprachprobleme oder kognitiver Einschränkungen.
  • Darüber hinaus werden Patienten von der Studie ausgeschlossen, falls die Messungen Widererwarten nicht mit deren Behandlung oder Nachsorge zu vereinbaren sein sollten. Ein Fortschreiten der Erkrankung oder ein Rückfall werden per se nicht als Ausschlusskriterien definiert, sollten die Patienten weiterhin Interesse an der Teilnahme haben. Die gewonnen Daten werden dann gesondert betrachtet.

Adressen und Kontakt

An dieser Studie können Sie leider nicht mehr teilnehmen. Hier finden Sieaktuelle Knochenkrebs-Studien.

Häufig gestellte Fragen

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Hintergrund: Mit diesem Kooperationsprojekt soll evaluiert werden, in wieweit eine stationäre Rehabilitationsmaßnahme bei Kindern (> 4 Jahren) und Jugendlichen bis zu einem Alter von 18 Jahren nach onkologischer Erkrankung einen positiven Effekt auf das Bewegungsverhalten und das Bewegungsausmaß, sowie bei Knochen- und Hirntumorpatienten auf das Gangbild hat. Dabei sollen nicht nur die akuten Veränderungen als Folge der Rehabilitationsmaßnahme, sondern auch wünschenswerte nachhaltige Effekte untersucht werden. Anhand der gewonnenen Daten kann zum einen der generelle Nutzen einer Rehabilitationsmaßnahme bei diesem Patientenkollektiv nachgewiesen werden, zum anderen können die Rehabilitationsmaßnahmen besser beurteilt werden. Ziel ist darüber hinaus, Patientengruppen zu identifizieren, die in besonders hohem bzw. besonders geringem Maße von der Rehabilitationsmaßnahme profitieren. Auf dieser Grundlage können Strategien für künftige patientenzentrierte spezifischere Behandlungs- und Motivationsprogramme entwickelt werden, um die Nachhaltigkeitseffekte zu verbessern und so zur Verwirklichung der Teilhabe in Schule, Ausbildung, Beruf, Peer group, Partnerschaft und Familie beizutragen. Hypothesen: 1. Patienten profitieren in Bezug auf ihr Aktivitätsniveau durch eine stationäre Rehabilitations-maßnahme. 2. Es gibt diagnose- und erkrankungsfolgenspezifische Unterschiede (z.B. MUTARS-Endoprothese, Umdrehplastik, Kleinhirnataxie nach Hirntumor und Operation) zwischen den Patienten. 3. Die durch die Rehabilitation erreichten Verbesserungen bleiben bei einem Teil der Patienten auch nach deren Ende über einen längeren Zeitraum bestehen (Nachhaltigkeit), bei anderen nicht. 4. Bestimmte Patientengruppen erreichen mittelfristig wieder ein ihrem Alter entsprechendes Aktivitätsniveau, andere nicht. Methodik: Es wird ein kontrolliertes Prä-Post-Studiendesign mit quantitativem Ansatz gewählt. Die körperliche Aktivität wird mithilfe des StepWatch™ Activity Monitors (SAM; Orthocare Innovations, USA) gemessen. Für die Aktivitätsmessungen sind insgesamt vier Messzeitpunkte vorgesehen: vor und direkt nach der Rehabilitationsmaßnahme sowie sechs und zwölf Monate später. Diese Messungen erlauben eine objektive Einschätzung der Patienten in ihrem gewohnten Umfeld und unter alltäglichen Bedingungen. Darüber hinaus werden die Patienten zu den genannten Zeitpunkten zu Ihrem subjektiven Befinden bezüglich ihrer Lebensqualität und ihrer Funktion befragt. Zur subjektiven Einschätzung der Funktion und Lebensqualität der Patienten wird der Kindl ® Fragebogen eingesetzt. Patienten mit Knochen- und Hirntumoren sollen zur Bestimmung ihrer funktionellen Gangparameter zudem zu Beginn und am Ende der Rehabilitationsmaßnahme ganganalytisch untersucht werden. Hierzu werden mit zwei HDV-Kameras Videoaufnahmen der Patienten erstellt, die mit der „professional motion analysis software“ der Firma Contemplas analysiert werden. Darüber hinaus wird das Belastungsverhalten der Patienten mit Hilfe einer Druckmessplatte der Firma Novel erfasst und beurteilt. Diese Untersuchungen objektivieren unter Laborbedingungen die funktionellen Möglichkeiten bzw. Einschränkungen im Bezug auf das Gehen der Patienten, was eine Grundvoraussetzung für die meisten Aktivitäten des täglichen Lebens ist. Anhand dieser Untersuchungen kann der direkte Effekt der Rehabilitation beurteilt und dokumentiert werden. Die Messungen werden durch Mitarbeiter des Funktionsbereiches Bewegungsanalytik des Universitätsklinikums Münster durchgeführt. Nach Aufklärung und Einholung des Einverständnisses werden Patienten im Alter von > 4 bis 18 Jahren in der pädiatrischen Abteilung der Klinik Bad Oexen in Bad Oeynhausen über einen Zeitraum von 24 Monaten rekrutiert. Es sollen mindestens 130 Patienten, wobei innerhalb der Patientengruppe jeweils mindestens 50 Leukämie- oder Lymphompatienten, 60 Hirntumorpatienten und 20 Knochentumorpatienten untersucht werden sollen. Aufgrund des zu erwartenden individuellen Nutzens für die Patienten soll möglichst allen Patienten die Gelegenheit gegeben werden, an der Studie teilzunehmen.

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