Beschreibung der Studie

Das Hüftgelenk weist eine komplexe Biomechanik auf, in die die endoprothetische Versorgung des Hüft-Gelenkes in einer Vielzahl dieser Parameter eingreift. Die Position des Implantates bestimmt dabei auch die auf den Knochen und auf das Implantat selber einwirkenden Kräfte. Zahlreiche Arbeiten haben bisher versucht zu untersuchen, welche Bedingungen zu einem erhöhten Abrieb und einer vorzeitigen Lockerung führen. Dabei zeigt die Verwendung eines Navigationssystems gegenüber der Freihand-Implantation eine Verbesserung der Implantatposition. Jedoch wird die Genauigkeit einiger Navigationssysteme von dem Body mass index beeinflusst. Ein Ultraschall-basiertes Navigationssystem soll dabei eine höhere Genauigkeit bedingen. In dieser Studie soll nun die Genauigkeit zweier unterschiedlicher Navigationssysteme bezüglich der Komponentenpositionierung untersucht werden. Patienten welche eine Koxartrose haben bei denen eine Hüftendoprothese implantiert werden sollen werden in diese Studie eingeschlossen. Die Hypothese dieser Studie ist, dass die Anwendung eines Ultrallschall-basierten Navigationssystem die Genauigkeit der Hüftendoprothesenposition steigert.

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Studiendetails

Studienziel Die postoperative Implantatposition wird mittels der 3D Computertomographie (Somatom Sensation 64, Siemens HealthCare Sector, Forchheim, Germany) gemessen. Die Genauigkeit des Navigationssystems wird gemessen, zwischen dem was intaoperativ vom Navigationssytem angezeigt wird und postoperativ in der 3D Computertomographie gemessen wurde. Dabei wird bei einer Abweichung von über 5° eine signifikante Ungenauigkeit postuliert.
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 206
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Kontrolle Wirksame Behandlung
Finanzierungsquelle Klinik für Orthopädie, CMSC Berlin

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Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Einverständniserklärung der Patienten.
  • Patientenalter ab 50 Jahre
  • Patienten mit einer endgradigen Koxarthrose

Ausschlusskriterien

  • Patienten, die nicht in die Studienteilnahme einwilligen.
  • Patienten, in einem Alter < 50 Jahre.
  • Patienten, die sich krankheitsbedingt in einem Rechtsstreit befinden.
  • Patienten, die beschränkt geschäftsfähig oder geschäftsunfähig sind.

Adressen und Kontakt

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Häufig gestellte Fragen

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Die Fehlpositionierung der acetabulären Komponente bei der Implantation einer totalen Hüftendoprothese (TEP) erhöht das Risiko einer Luxation, reduziert den impingementfreien Bewegungsumfang und könnte postoperativ zu einem vermehrten Abrieb führen. Lewinnek et al. empfiehlt einen Abduktionswinkel von 40° ± 10° und einen Anteversionswinkel von 15° ± 10° als einen Sicherheitsbereich für die Orientierung der Pfanne bei der Hüft TEP Implantation. Auf Grund der hohen Spannbreite in den Ergebnissen der Abduktion und Anteversion bei der freihand Positionierung wurden die computerassistierte orthopädische Navigationssysteme entwickelt. Einige Systeme basieren auf computertomographischen Bildern, andere sind unabhängig von präoperativer Bildgebung und werden als imagefree Navigationssysteme bezeichnet. Mittlerweile haben sich die imagefree Navigationssysteme im klinischen Alltag etabliert. Dabei sind diese Systeme abhängig von bestimmten Landmarken, welche intraoperativ eingelesen werden müssen und als Referenz für die Abduktion und Anteversion dienen. Zu diesen Landmarken gehören die beiden Spina ilica anterior superior und die die Symphyse welche zusammen die anterior pelvic plane definieren. Pointer basierte Navigationssysteme zeigen sehr gute Ergebnisse bezüglich der Pfannenpositierung und deren Einsatz senkt signifikant die Spannbreite der Outliner im Vergleich zur Freihandpositionierung. Parpette et al. beobachtete jedoch eine schlechte Korrelation zwischen intraoperativ angezeigten und postoperative gemessener Pfannenposition bei Patienten mit einem BMI über 27. Es wird angenommen, dass diese schlechte Korrelation durch einen Fehler beim Einlesen der Schambeinlandmarken durch das suprapubische Fett induziert wird. Um diesen Fehler zu minimieren wurde der die auf Ultraschall basierende Pfannennavigation entwickelt und zeigte in-vitro eine signifikante Verbesserung des Fehlers beim Einlesen der Landmarken. Jedoch wurden die Vorteile dieses auf Ultraschall basierten Navigationssystems im Ver-gleich zur pointer-basierten Navigation nie in-vivo demonstriert. Die Hypothese der vorliegenden Studie ist es das die Anwendung der US basierten Navigation die Genauigkeit der Pfannenorientierung im Vergleich zur pointer basierten Navigation verbessert. Als primäre Zielgröße dieser Studie werden das radiologische, funktionelle und klinische Ergebnis sowie die biomechanischen Kontaktkräfte von konventionell implantierten und navigierten Hüftendoprothesen untersucht.

Quelle

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