Beschreibung der Studie

Patientinnen mit Essstörungen und weiteren psychischen Störungen erhalten eine von zwei speziellen Therapien. Bei der einen Behandlung liegt der Schwerpunkt auf individuellen essstörungsspezifischen Gedanken und aufrechterhaltenden Faktoren (CBT-E), bei der anderen stehen der Umgang mit Gefühlen und Achtsamkeit im Vorderung (DBT-E). Beide Verfahren sollen hinsichtlich ihrer Wirksamkeit verglichen werden. Wir erwarten, dass beide Verfahren bezüglich der Essstörungsproblematik gleich hoch wirksam sind. Es werden Unterschiede in der differentiellen Wirksamkeit erwartet, d.h. Patientinnen mit Emotionsregulationsstörung profitieren besser von DBT-E, Patientinnen mit Selbstwertproblematik als Schwerpunkt hingegen von CBT-E. Die Aufteilung erfolgt nach dem Zufallsprinzip. Geeignet sind Patientinnen mit allen Formen von Essstörungen (Magersucht, Bulimie, atypische Essstörung, Essanfälle) in Kombination mit weiteren Störungen, wie z.B. Depression, Persönlichkeitsstörungen).

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Studiendetails

Studienziel Remission im Essstörungsinterview (EDE) drei Monate nach Abschluss der Behandlung, d.h. EDE-Score innerhalb einer Standardabweichung der Normalbevölkerung
Status Teilnahme bald möglich
Zahl teilnehmender Patienten 398
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Kontrolle Standardtherapie
Finanzierungsquelle Universitätsklinikum Schleswig-Holstein Campus Lübeck

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Als Haupteinschlusskriterium muss bei den Patientinnen eine Essstörung vorliegen, die stationär behandlungsbedürftig ist. Die Notwendigkeit einer stationären Behandlung ergibt sich aus hoher Krankheitsschwere in Kombination mit jeder Form von Komorbidität mit der Notwendigkeit einer intensiven Behandlung durch ein multiprofessionelles Team, ausgeprägter psychosozialer Funktionseinschränkung, ungünstigen Bedingungen in der häuslichen Umgebung, sowie erfolglose ambulante Therapie. Weitere Einschlusskriterien sind weibliches Geschlecht, Alter von mind. 18 Jahren und Erstaufnahme in unserer Klinik.

Ausschlusskriterien

  • Ausgeschlossen werden Patientinnen, bei denen die Therapiefähigkeit erheblich eingeschränkt ist (Demenz, Psychose). Außerdem darf keine Abhängigkeitserkrankung im Vordergrund stehen.

Adressen und Kontakt

psychiatrische Hochschulambulanz des UKSH, Campus Lübeck, Lübeck

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Bei der wissenschaftlichen Evaluation und in Manualen zur Behandlung von Essstörungen wurden Patientinnen mit ausgeprägten komorbiden Störungen bislang wenig berücksichtigt. Um diese Einschränkung aufzuheben wurden zwei neue Therapiemethoden entwickelt. CBT (Cognitive Behavioral Therapy, der bisherige Goldstandard der Therapie) wurde von Fairburn durch zusätzliche Elemente erweitert. CBT-E stellt jetzt einen Therapieansatz für Patientinnen mit unterschiedlichen Formen von Essstörungen dar und enthält Therapietechniken zur Behandlung der assoziierten komorbiden Psychopathologie. Die DBT (Dialektisch-Behaviorale Therapie) nach Linehan hat sich bereits in der Behandlung von Patientinnen mit ausgeprägter Verhaltensdysregulation bewährt. Sie wurde inzwischen auf die Behandlung essgestörter Patientinnen mit ausgeprägter Komorbidität adaptiert (DBT-E). In der vorliegenden Studie sollen erstmals beide Therapieverfahren in ihrer Wirksamkeit an einer Stichprobe mit hoher Krankheitsschwere gegeneinander getestet werden. Es handelt sich um ein randomisiertes kontrolliertes Studiendesign. Der 3-stufige Versuchsplan schließt 178 Patientinnen pro Behandlungsarm und 42 Patientinnen in der Kontrollgruppe (Treatment-as-usual) ein. Die Therapie erfolgt im Rahmen eines stationären Aufenthalts von 12 Wochen und wird von einem speziell geschulten Team durchgeführt. Primäres Outcomemaß ist die Remission der Esstörungspsychopathologie (EDE-Score innerhalb einer Standardabweichung der Normalbevölkerung) sechs Monate nach Behandlungsbeginn. Sekundäre Outcomemaße sind Verbesserungen in verschiedenen Fragebogenmaßen: im Essverhalten (EDE-Q), in der Emotionsregulation (DERS, ICARUS, ERQ), allgemeine Psychopathologie (BSL, SF-12, BSI, QUIDS, HADS-D) und im psychosozialen Funktionsniveau. Zusätzlich werden Speichel-Cortisol-Tagesprofile, sowie das Körperfett mittels Bioimpedanzanalyse erfasst.

Quelle

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