Beschreibung der Studie

Für die Beurteilung und weitere Therapieplanung bei Hirntumoren ist die Unterscheidung zwischen von Tumor befallenen Bereichen des Gehirns und Bereichen die nicht befallen sind aber auf den Tumor mit einer Wasseransammlung (Ödem) reagiert haben wichtig. Diese Unterscheidung ist jedoch in einigen Fällen schwierig. Ziel dieser Studie ist die Überprüfung eines theoretischen Modells zur Unterscheidung zwischen Tumor und Ödem in MRT Messungen bei Patienten bei denen der Verdacht auf einen Hirntumor (Gliom) besteht.

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Studiendetails

Studienziel Übereinstimmung zwischen MRT und histologischer Kontrolle.
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 40
Stationärer Aufenthalt Keiner
Finanzierungsquelle Deutsche Forschungsgemeinschaft

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Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Geplante Biopsie/Resektion bei Verdacht auf Gliom in der Klinik für Neurochirurgie Tübingen.
  • Einwilligungsfähigkeit.

Ausschlusskriterien

  • Kontraindikationen für eine MRT Untersuchung bei 3.0 Tesla.
  • Schwangerschaft.
  • starke Klaustrophobie.

Adressen und Kontakt

Department of Diagnostic and Interventional Neuroradiology, University Hospital Tübingen, Tübingen

Ansprechpartner: Dr. med. Benjamin Bender

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Häufig gestellte Fragen

Für die Beurteilung eines Hirntumors in der radiologischen Diagnostik ist eine Abgrenzung zwischen Tumorgewebe und benachbartem Ödem sehr wichtig, wegen ähnlichen Signalverhalten beider Strukturen in CT- wie auch MR-Messungen jedoch nicht immer eindeutig möglich. Ziel dieser Studie ist es, ein neues MR-Verfahren zu testen welches über die Anpassung des Signalabfalls nach einem Anregungspulses (freier Induktionsabfall) mit einem theoretischen Signalmodell zwei Signalkomponenten trennt. Es wird angenommen, dass diese Signalkomponenten intra- und extrazellulärem Wasser entsprechen und so eine Einteilung in Tumor und Ödem zulassen. Im Rahmen des beantragten Projektes sollen die theoretischen Überlegungen an Patienten mit Hirntumoren (Gliomen) überprüft werden bei denen eine Resektion/Biopsie geplant ist. Eine erste Abschätzung der Sensitivität und Spezifität soll anhand des Vergleichs mit dem histologischen Ergebniss erfolgen.

Klinische Studien werden durchgeführt, um die Sicherheit und Wirksamkeit von Medikamenten, medizinischen Geräten oder Verfahren nachzuweisen. Sie untersuchen, welche Behandlungsmethode sich am besten zur Therapie einer bestimmten Erkrankung oder Gruppe von Betroffenen eignet. Vor der Marktzulassung müssen alle neuen Behandlungsmethoden einer Reihe von klinischen Prüfungen unterzogen werden.

Klinische Studien bilden die Voraussetzungen für neue Behandlungsmöglichkeiten. Die Ergebnisse klinischer Studien treiben den medizinischen Fortschritt. Sie geben Ärzten das Wissen darüber wie Behandlungen eingesetzt werden und für wen sie sich am besten eignen. Nur durch den Einsatz der freiwilligen Teilnehmer können Studien erfolgreich abgeschlossen werden. Die teilnehmenden Patienten bekommen auch die Möglichkeit sehr früh von einer neuen Behandlung zu profitieren. Es dauert nämlich durchschnittlich 12 Jahre bis eine neue Behandlung öffentlich verfügbar wird. Alle Behandlungen und Medikamente, die Patienten derzeit nutzen, wurden im Rahmen klinischer Studien erprobt, um sicherzugehen, dass diese sicher sind und wirken.

Damit sichergestellt wird, dass nur diejenigen Betroffenen an der Studie teilnehmen, die am wahrscheinlichsten davon profitieren, werden Sie von dem Studienarzt umfassend untersucht. Dieser Vorgang wird als Screening bezeichnet und findet, vor einer möglichen Studienteilnahme, in dem jeweiligen Studienzentrum statt. Dazu gehört auch ein Gespräch mit dem Studienarzt, welches Sie umfassend über die Studie aufklärt und Ihnen die Möglichkeit gibt, Fragen zu stellen. Je nach Studie sind zusätzliche Untersuchungen (z.B. Labor oder Ultraschall) notwendig, um zu bestimmen, ob Sie an der Studie teilnehmen können.

Es gibt verschiedene Gründe, an klinischen Studien teilzunehmen. Durch Ihre Teilnahme leisten Sie einen wertvollen Beitrag zur medizinischen Forschung. Sie erhalten Zugang zu neuartigen Behandlungsmethoden, die sich möglicherweise besser für Ihre Erkrankung eignen, als bisherige Ansätze. Darüber hinaus könnten Sie von der intensiven und individuellen medizinischen Betreuung in den Studienzentren profitieren. Die Teilnahme an einer klinischen Studie eröffnet vielen Betroffenen eine neue Perspektive, ihre gesundheitliche Situation verbessern zu können.

Klinische Studien werden durchgeführt, weil noch nicht alle Einzelheiten über ein Medikament, medizinisches Gerät oder Verfahren bekannt sind. Es besteht die Möglichkeit, dass Sie nicht von der Studienteilnahme profitieren. Alle potenziellen Risiken werden vor Studienbeginn mit Ihnen ausführlich im Studienzentrum besprochen. So können Sie für sich den möglichen Nutzen sorgfältig gegen eventuelle Risiken abwägen. Sie können bei den Gesprächen so viele Fragen stellen, bis Sie sich sicher für oder gegen eine Teilnahme entscheiden können.

Sie können Ihre Teilnahme an einer klinischen Studie jederzeit und ohne Angabe von Gründen beenden.

Die bei der Studie gesammelten Informationen dürfen nur zu Forschungszwecken verwendet werden. Ihre Informationen werden in einer verschlüsselten Form gespeichert, die zu keiner Zeit einen Rückschluss auf Ihre Person erlaubt. Lediglich Ihr Studienarzt hat die Möglichkeit, die Informationen zu entschlüsseln. Falls die Studienergebnisse im Rahmen von Präsentationen oder Veröffentlichungen verwendet werden, werden Sie niemals namentlich erwähnt. Auch wird niemandem ohne Ihr schriftliches Einverständnis mitgeteilt, dass Sie an der Studie teilnehmen bzw. teilgenommen haben.

Quelle: Deutsches Register Klinischer Studien