Beschreibung der Studie

Bei der Binge-Eating-Störung (BES) handelt es sich um eine Essstörung, die häufig bei übergewichtigen und adipösen Menschen auftritt und durch das regelmäßige Auftreten von Essanfällen gekennzeichnet ist. Selbsthilfeansätze haben sich in der Behandlung der BES als wirksam erwiesen. In dieser Studie wird ein Selbsthilfeansatz über das Internet angeboten und durch wöchentliche e-mail Kontakte mit einem coach unterstützt. Diese innovative Therapie wird mit kognitiv verhaltenstherapeutischer Einzeltherapie über 4 Monate (20 Sitzungen) verglichen.

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Studiendetails

Studienziel Primärer Endpunkt ist die Differenz der Anzahl der Tage mit objektiven Essanfällen über die letzten 28 Tage hinweg zwischen Baseline (T0) und Ende der Behandlung nach 4 Monaten (20 Sitzungen bzw. 20 E-Mails) (T2). Die Anzahl der Tage, an denen objektive Essanfälle aufgetreten sind wird mit der Deutschen Version des Eating Disorder Examination (EDE) Interviews erfasst, das sich explizit auf die letzten 28 Tage bezieht.
Status Teilnahme bald möglich
Zahl teilnehmender Patienten 175
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Kontrolle Wirksame Behandlung
Finanzierungsquelle Projektträger im Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) e.V., Gesundheitsforschung Heinrich-Konen-Strasse 1
Weitere Informationen Studienwebseite

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Patientinnen und Patienten mit der Diagnose Binge-Eating-Störung nach DSM IV oder subsyndromale BES (ein diagnostisches Kriterium darf fehlen, z.B. Frequenz der Tage mit Essanfällen, Distress, Dauer von 6 Monaten)
  • Alter 18 Jahre oder älter
  • BMI zwischen 27 und 40 kg/m²
  • unterschriebene Einverständniserklärung

Ausschlusskriterien

  • Bulimia nervosa
  • Aktuelle Substanzabhängigkeit
  • Aktuelle Suizidalität
  • Störung aus dem schizophrenen Formenkreis
  • Manie
  • Laufende Psychotherapie
  • Körperliche Erkrankung, die unmittelbar Einfluss auf Gewicht oder Essverhalten haben kann (Diabetes mellitus Typ 1, nicht kompensierte Schilddrüsenerkrankung)
  • Schwangerschaft und Stillzeit
  • Teilnahme an anderen Therapiestudien

Adressen und Kontakt

Psychosomatische und Psychotherapeutische Abteilung Universitätsklinikum Erlangen Universität Erlangen-Nürnberg, Erlangen

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Häufig gestellte Fragen

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Obwohl die kognitive Verhaltenstherapie (KVT) derzeit als Goldstandard-Behandlung für die Binge-Eating-Störung (BES) gilt, ist sie zeit- und arbeitsintensiv und wird derzeit nicht flächendeckend angeboten. Eine ökonomische Alternative stellen kognitiv-behaviorale Selbsthilfe-Ansätze dar. Erste Wirksamkeitsbelege weisen darauf hin, dass auf kognitiv-behavioralen Prinzipien beruhende Selbsthilfe-Ansätze, insbesondere mit professioneller Unterstützung ("angeleitet"), zumindest kurzfristig ähnliche hohe Abstinenzraten erzielen wie die KVT. In einer rezenten Metaanalyse sind psychotherapeutische Interventionen auf der Basis von Selbsthilfemanualen hinsichtlich der Reduktion des Essanfälle mit einer Effektstärke von d=.84 als hoch wirksam einzustufen, es ist jedoch zu beachten, dass die Anzahl der Studien zur Selbsthilfe sehr gering ist (Vocks et al., 2009). In den meisten Studien wird Selbsthilfe in Buch-Form angeboten. Neue Technologien wie das Internet bedürfen der weiteren Forschung, da Internetprogramme in der Regel interaktiver sind und so möglicherweise attraktiver für die Patienten sind als die Arbeit mit Büchern. In dieser Studie wird ein internet-basierter Selbsthilfe-Ansatz, der mittels e-mail Kontakten angeleitetet wird mit kognitiv verhaltenstherapeutischer Einzeltherapie, der am besten etablierten Therapie für BES, verglichen. In einem nicht-Unterlegenheits Design sollen 175 übergewichtige und adipöse Patientinnen und Patienten mit BES eingeschlossen werden und über 4 Monate behandelt werden. Primärer Endpunkt ist die Differenz der Anzahl der Tage mit objektiven Essanfällen. Eine erste Katamneseuntersuchung wird 6 Monate nach Therapieende erfolgen.

Quelle

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