Beschreibung der Studie

Der hüftgelenksnahe Bruch (z.B. Oberschenkelhalsbruch) ist eine typische Verletzung des höheren Lebensalters. Da sich die Altersverteilung unserer Gesellschaft in den kommenden Jahren stark nach oben verändern wird, wird die Anzahl der Patienten mit hüftgelenksnahem Bruch ebenfalls rapide ansteigen. Hierbei konnte beobachtet werden, dass viele ältere Patienten nach einem solchen Bruch und der Operation im weiteren Verlauf Komplikationen, wie beispielsweise Wundentzündungen, Blasenentzündungen, Lungenentzündungen, etc. bekommen und deshalb nicht mehr so wirklich auf die Beinen kommen. Für die älteren Patienten bedeutet dies oft einen verlängerten Krankenhausaufenthalt und im schlimmsten Falle einen Verlust ihrer Selbstständigkeit. Es wurde nun herausgefunden, dass das Immunsystem des älteren Patien-ten im Laufe des Lebens einen Wandel durchläuft, und sich dessen Funktion ebenfalls ändert. Erste Studien liefern Hinweise darauf, dass es Faktoren gibt (Gro-alpha und MCP-1), die eine wesentliche Rolle bei der Entstehung solcher Entzündungsreaktion spielen. Diese Faktoren zeigen sich in Patienten mit Komplikation verändert, sodass diese Studie nun herausfinden möchte, ob diese Faktoren eventuell einen Vorhersagewert für den klinischen Verlauf der Patienten haben könnten. Dann bestünde die Möglichkeit, die gefährdeten Patienten früher zu erkennen.

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Studiendetails

Studienziel Level von GRO-alpha und MCP-1 im Serum von Patienten über 75 Jahre mit hüftgelenksnaher Fraktur und komplikationsreichen vs. komplikationsarmen Verlauf. Diese Werte werden prä- und postoperativ im Serum der Patienten bestimmt. Komplikationen werden innerhalb der Krankenhausverweildauer erfasst.
Status Teilnahme bald möglich
Zahl teilnehmender Patienten 80
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Kontrolle Wirksame Behandlung
Finanzierungsquelle DFG

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Einschlusskriterien für die Patienten:
  • Alter über 75 Jahre für Gruppe 1 und für Gruppe 2 Alter über 18 Jahre und jünger als 40 Jahre
  • Einwilligung in die Studie
  • hüftgelenksnahe Fraktur (Patientengruppe 1) bzw. Fraktur der langen Röhrenknochen (Patientengruppe 2)
  • Einschlusskriterien für die Probanden
  • Alter über 75 Jahre für Gruppe 1 und für Gruppe 2 über 18 Jahre und jünger als 40 Jahre
  • keine Fraktur in den letzten 12 Wochen

Ausschlusskriterien

  • Ausschlusskriterien für die Patienten und die Probanden:
  • Alter jünger als 18 Jahre
  • Schwangerschaft
  • Offene Frakturen
  • Periprothetische Frakturen
  • Mehrfachverletzung
  • Patienten mir systemischen Infektionserkrankungen
  • andere Systemerkrankungen, Malignomen und Radio- Chemotherapie
  • Immunmodulierende Medikation, z.B. Cortison, Methotrexat
  • Patienten/Probanden, die zur Einwilligung nicht fähig sind.

Adressen und Kontakt

Für diese Studie ist uns kein Ansprechpartner bekannt.

Häufig gestellte Fragen

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Trotz allen Fortschritts in der Medizin hat die hüftgelenksnahe Fraktur des alten Menschen weiterhin eine hohe postoperative Komplikationsrate (26%), Klinikletalität (6%) und 1-jahres Mortalität (30%). Aufgrund der Überalterung unserer Gesellschaft gehen Schätzungen davon aus, dass sich die Inzidenz der Schenkelhalsfrakturen bis 2050 mehr als verdoppeln wird, ist diese Verletzung sowohl sozioökonomisch als auch medizinisch von zunehmender Relevanz. Nicht jeder Patient über 65 Jahre erleidet jedoch eine der gefürchteten Komplikation im postoperativen Verlauf. Dies wurde darauf zurückgeführt, dass es hierbei interindividuelle Unterschiede in der Immunsystemfunktion gibt. Eine Identifikation der Patienten, die mehr gefährdet sind postoperative Komplikationen zu entwickeln wäre für den Kliniker von größter Wichtigkeit, da er in solchen Fällen im Sinne einer individualized medicine gezielte Maßnahmen treffen könnte, um die die Ausbreitung der Komplikation zu verhindern. Voruntersuchungen konnten zeigen, dass zwei neuen Parametern besondere Bedeutung zuzukommen scheint. So fanden wir MCP-1 und GRO-alpha unterschiedlich exprimiert in Patienten mit postoperativer Komplikation im Vergleich zu Patienten ohne Komplikation. Da diese Chemokine mit verantwortlich sind für die Aktivierung von Monozyten und PMN-Granulozyten, könnte in deren Fehlregulation ein potentieller Mechanismus der posttraumatischen Immunregulationsstörung des alten Patienten liegen. Aufgrund dessen ist es Ziel der Studie, die Rolle von MCP-1 und GRO-alpha in der posttraumatischen Immunsystem-Fehlregulation des alten Menschen näher zu beleuchten.

Quelle

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