Beschreibung der Studie

Diese Studie wird durchgeführt, um Erkenntnisse über die Wirksamkeit eines KHK-(Koronarer Herzkrankheit) Schulungsprogrammes zu erhalten. Das KHK-Schulungsprogramm ist eine Fortbildung für Patienten, die an Koronarer Herzkrankheit leiden. Diese wird von einer speziell ausgebildeten medizinischen Fachkraft nach einem standardisierten Unterrichtsleitfaden abgehalten. Ziel des Schulungsprogramms ist es, den Patienten an 3 unterschiedlichen Terminen über seine Krankheit besser zu informieren. Dadurch soll erreicht werden, dass der Patient besser mit seiner Krankheit zurecht kommt, was zu einer Verbesserung der körperlichen Aktivität sowie der Lebensqualität führen soll. Für Diabetes mellitus, Bluthochdruck, chronische Atemwegserkrankung usw. existieren bereits solche Programme. Ihre Wirksamkeit wurde bereits in Studien bewiesen. Für das KHK-Schulungsprogramm steht ein solcher Wirksamkeitsnachweis bislang aus. Nachdem der Patient uns das Einverständnis zur Teilnahme an der Studie gegeben hat, wird nach einem Losverfahren entschieden, ob er zu den Patienten gehöret, die geschult werden, oder zu denen die nicht geschult werden. dies ist wichtig, da die Ergebnisse der beiden Gruppen söäter miteinander verglichen werden. In beiden Gruppen müssen die Patienten fünf pseudonymisierte Fragebögen zum aktuellen medizinischen Wissensstand, zur Schulungsqualität und zur Selbsteinschätzung Ihres Gesundheitszustandes ausfüllen. Diese Fragebögen werden vor der Schulung, unmittelbar danach und nach 6 Monaten ausgefüllt. Weiterhin werden die Patienten gebeten, 6 Monate nach Erklärung der Teilnahme an der Studie den Hausarzt zu einer Verlaufsbeurteilung aufzusuchen. Wenn die Patienten nicht zur Schulungsgruppe gehören sollten, findet die Kontrolle beim Hausarzt in gleicher Weise nach 6 Monaten statt. diese Patienten haben aber nach Abschluss der Beobachtungszeit die Möglichkeit, kostenlos ebenfalls an dem KHK-Schulungsprogramm teilzunehmen.

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Studiendetails

Studienziel Es sollen zwei primäre Zielgrößen getestet werden: 1. Verbesserung der körperlichen Alltagsaktivität nach 6 Monaten nach Einschluss des Patienten. Hier wird der Interventionseffekt von mindestens 2 Stunden / Woche mehr Aktivitätszeiten (17 % Verbesserung im Freiburger Aktivitätsfragebogen) erwartet. 2. Verbesserung der krankheitsbezogenen Lebensqualität nach 6 Monaten nach Einschluss des Patienten. Hier wird der Interventionseffekt von mindestens 0.5 Punkten (10%) Verbesserung im MacNew-Fragebogen erwartet.
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 406
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Finanzierungsquelle Senckenbergische Stiftung, Bürgerhospital Frankfurt a. M. e.V.

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Alter 18 - 90 Jahre
  • Bekannte KHK (definiert gemäß RSAV Abs. 1.2)
  • Durchgeführte Ergometrie in den letzten 12 Wochen.
  • Die Ergometrie wurde entsprechend den Qualitätsstandards der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie, Herz- und Kreislaufforschung durchgeführt .
  • Ergometrisch erreichte Leistungsstufe mindestens 2 Minuten 75 Watt
  • Bereitschaft zu einer Schulung und Möglichkeit, daran teilzunehmen

Ausschlusskriterien

  • Patienten, die nicht selbstständig Fragebögen beantworten können
  • Schwere Erkrankung im Finalstadium
  • Lebenserwartung unter 6 Monate
  • Psychose, schwere Demenz, fehlende Geschäftsfähigkeit
  • Alkohol-, Drogen-, Medikamentenmissbrauch
  • Teilnahme an einer anderen klinischen Studie

Adressen und Kontakt

An dieser Studie können Sie leider nicht mehr teilnehmen. Hier finden Sie aktuelle Koronare Herzkrankheit-Studien.

Häufig gestellte Fragen

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In der Bundesrepublik Deutschland nehmen Herzkreislauferkrankungen mit 45% nach wie vor den ersten Platz in der Todesursachenstatistik ein. Die Diagnose ischämische Herzkrankheit, Herzinfarkt und Herzinsuffizienz waren laut statistischem Bundesamt im Jahre 2004 für 194083 Todesfälle verantwortlich. Als Komplikation der Koronaren Herzerkrankung stellt der Herzinfarkt eine akute Lebensbedrohung dar. Nach überlebtem Herzinfarkt drohen Invalidität durch Herzinsuffizienz sowie eine Leistungsschwäche durch Angina pectoris. Es besteht ein erhöhtes Risiko für Reinfarkt sowie weitere kardiovaskuläre Komplikationen. Die Krankenhaussterblichkeit des akuten Herzinfarktes konnte im Laufe von 30 Jahren von ca. 30% auf jetzt 6-9% reduziert werden - die Anzahl der Patienten, die vor Erreichen der Klinik versterben, ist jedoch unverändert hoch. Von den Patienten die einen ST-Hebungsinfarkt zunächst überleben, sterben im Folgejahr abhängig von der Risikokonstellation 3-25%. Bei Patienten mit einem Nicht-ST-Hebungsinfarkt sind dies 5-14%. Im Jahre 2006 wurde in Deutschland nach § 73 a SGB V das strukturierte Behandlungsprogramm (Disease Management Programm, DMP) Koronare Herzkrankheit (KHK) implementiert. Während für andere strukturierten Behandlungsprogramme, wie z. B. Diabetes mellitus und Asthma bronchiale evaluierte Schulungsprogramme existieren, wird ein derartiges krankheitsspezifisches Schulungsprogramm im DMP KHK bisher nicht angeboten. In diesem Zusammenhang hat sich die Edukation von Patienten in einer kleinen Gruppe zur Verbesserung der krankheitsbezogenen Ergebnisqualität als wirksam erwiesen. Eine KHK-Schulung könnte somit unter anderem den Langzeiterfolg nach kardiologischer Rehabilitation sichern, die Teilnahme an einer ambulanten Herzgruppe fördern und ergänzen, die Notfallkompetenz der Patienten stärken und die Adhärenz für die medikamentöse und nicht-medikamentöse Therapie erhöhen, wie zum Beispiel eine Steigerung der Körperlichen Aktivität. Körperliche Aktivität führt bei Patienten mit KHK und/oder stabiler chronischer Herzinsuffizienz zu einer Verbesserung der körperlichen Leistungsfähigkeit, zu einer Reduktion der Symptomatik und Steigerung der Lebensqualität. In der Sekundärprävention bedeutet regelmäßiges Training ein wesentlicher, die Prognose beeinflussender Faktor.

Quelle

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