Beschreibung der Studie

In die prospektive Kohortenstudie (Klassifizierung nach Level of Evidence: Level IIb) sollen alle Patienten eingeschlossen werden, bei denen eine Arthroskopie des Knies oder des oberen Sprunggelenkes durchgeführt wird. Es erfolgt dann die Einteilung in 3 Gruppen, wobei Patienten ohne Knorpelschäden (Kontrolle), Patienten mit Knorpelschäden ohne Durchführung eines knorpelregenerativen Eingriffs (Gruppe 1) und Patienten mit Knorpelschäden und Durchführung eines knorpelregenerativen Eingriffs wie eine Autologe Chondrozyten Transplantation oder Mikrofrakturierung (Gruppe 2) unterschieden werden. Es sollen die Konzentrationen der Wachstumsfaktoren bFGF (Fibroblast Growth Factor), BMP-2 (Bone Morphogenic Protein), BMP-7 und IGF-1 (Insulin-like Growth Factor) sowie des Proteoglycans Aggrecan in der Gelenklavage zum Zeitpunkt der Arthroskopie sowie am Tag 1 und 2 - falls möglich (Redondrainage) bestimmt werden. Zur klinischen Beurteilung werden der Score für das OSG nach Olerud und Molander und der AOFAS- (American Orthopaedic Foot and Ankle Society) -Hindfoot-Score, für das Knie der Lysholm und der ICRS-Score erhoben. Fragestellung der Studie ist die Korrelation der Zytokinkonzentrationen und -gradienten mit dem klinischen Ergebnis präoperativ und nach einem Jahr.

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Studiendetails

Studienziel Lysholm Score, IKDC Score: sehr gute Aussage über Kniefunktion
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 100
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Epidemiologische Studie
Finanzierungsquelle AO Deutschland

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Arthroskopie von OSG oder Knie wegen eines Knropelschadens (auch in Zusammenhang mit einer OD), Kontrollgruppe ohne Knorpelschaden in der Arthroskopie und im MRT, Einverständnis zur Teilnahme, Alter >18 Jahre und <65 Jahre

Ausschlusskriterien

  • Alkohol- oder Drogenabusus, mentale Retardierung, Gelenkerguß > 30ml, persistierende ligamentäre Knie- oder OSG-Instabilität, Infektion

Adressen und Kontakt

Universitätsklinik Freiburg Dep. Orthopädie und Traumatologie, Freiburg

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Häufig gestellte Fragen

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Ratgeber öffnen

Umschriebene Knorpelläsionen im Bereich des Knies und des oberen Sprunggelenkes treten nach Traumata mit und ohne begleitende Frakturen und bei bestimmten degenerativen Veränderungen wie der Osteochondrosis dissecans auf. Unbehandelt führen diese Läsionen häufig zu einer fortschreitenden Arthrose, deren Behandlungsprognose sich im Verlauf weiter verschlechtert. Langfristige Therapiealternativen bestehen in der Implantation einer Prothese oder einer Versteifung des Gelenkes. Eine frühzeitige Intervention kann den Gesamtverlauf als auch die unmittelbare Beschwerdesymptomatik deutlich verbessern. Neben den klassischen knorpelregenerativen Verfahren wie die Mikrofrakturierung oder die Mosaikplastik haben sich in den letzten Jahren Transplantationstechniken explantierter und verschiedentlich manipulierter Chondrozyten als vielversprechend herausgestellt (Autologe Chondrozytentransplantation - ACT). Ein Stufenkonzept in Abhängigkeit von der Defektgröße hat sich inzwischen etabliert, wobei die Erfahrungen der Knorpelchirurgie des Knies auf das obere Sprunggelenk übertragen wurden. Alle bekannten Verfahren führen zu einer Verbesserung der klinischen Ergebnisse, die leider noch nicht in jedem Fall von einer langfristigen Nachhaltigkeit geprägt sind. Ursache ist u.a. die Neigung der Knorpelzellen zur Entdifferenzierung bei der Amplifizierung, was zur Bildung faserknorpliger Anteile des Reparaturknorpels führt. Begleitend ist oft eine unvollständige Integration des Neo-Gewebes in die umliegenden Strukturen. Als gesichert kann gelten, dass eine Vielzahl von Wachstumsfaktoren, die von Chondrozyten selbst oder der synovialen Umgebung sezerniert werden, diese Prozesse beeinflussen. Außerdem hat der Organismus die Möglichkeit der partiellen Selbstheilung, was auch mit einer teilweisen Auffüllung der Defekte mit Faserknorpel einhergeht. Um die Vorgänge der induzierten und spontanen Knorpelreparatur besser verstehen zu können und im nächsten Schritt positiven Einfluss auf diese Prozesse auszuüben, sollen bestimmte Zytokinkonzentrationen im Verlauf bei operativen Eingriffen im Bereich des Knorpels des oberen Sprunggelenkes gemessen und biologische Eigenschaften des Gelenkpunktates untersucht werden. Aus der Korrelation mit klinischen Parametern können dann im ersten Schritt Prädiktionswerte und im weiteren molekularbiologische Interventionsstellen der Reparaturvorgänge ausgemacht werden.

Quelle

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