Beschreibung der Studie

In dieser Studie soll eine Instrument auf seine Eignung hin geprüft werden, das sogenannte "Cool-Down"-Phänomen zu identifizieren. Mit dem Cool-Down-Phänomen ist ein Zustand innerer Distanzierung, mangelnder Motivation für die Arbeit und mangelnder Empathie für die Patienten/Klienten gemeint, welches dem Burnout-Syndrom voraus gehen soll. Das Instrument soll der Abgrenzung und Früherkennung von dem Burn-out Syndrom vorgelagerten Entwicklungsstufen dienen. So sollen präventiv Personen identifiziert werden können, die aus unterschiedlichen Gründen nicht mehr ausgreichend für ihre Arbeit motiviert sind.

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Studiendetails

Studienziel Reliabilität des Cool-Down-Index || Cool-down Index (10 Items) || Lebenszufriedenheit, gemessen mit der Brief Multidimenisonal Life Satifaction Scale, diese enthält 8 Items, erweitert durch zwei Items zur Gesundheitssituation und Alltagsbewältigung
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 100
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Epidemiologische Studie
Finanzierungsquelle Zentrum für Integrative Medizin Fakultät für Medizin Universität Witten/Herdecke

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Pflegende in der Alten-. und Krankenpflege auf freiwilliger Grundlage

Ausschlusskriterien

  • keine

Adressen und Kontakt

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Häufig gestellte Fragen

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In der vorliegenden Untersuchung sollen Cool-down-Phänomene in der Alten- und Krankenpflege untersucht werden. Damit sind Reaktionsweisen gemeint, die - anderes als das klassische Burn-out-Syndrom - keinen Krankheitswert an sich haben und auch nicht notwendigerweise als solches erkannt werden können, da die Betroffenen weiterhin ihren "Job" tun - allerdings mit einer größeren Distanziertheit den Bedürftigen gegenüber. Als Ursachen dieses "inneren Rückzuges" und Verlustes der empathischen Zuwendung können eine generelle Unzufriedenheit mit den Arbeitsbedingungen, eine mangelnde Wertschätzung durch Vorgesetzte, schlechte Team-Integration, Konflikte mit den zu Betreuenden, (unbewusste) Übertragungsreaktionen, perspektivische Lebensunzufriedenheit, emotionale und physische Arbeitsüberlastung, aber auch das klassische Burn-out-Syndrom mit der Phase der Distanzierung angesehen werden. Eine Verminderung der Motivation und Empathie ist für beide Phänomene gegeben - jedoch ist das Burn-out-Syndrom mit einer chronischen (physische und psychischen) Müdigkeit/Erschöpfung, Depressivität oder Aggressivität und möglicher Suchtgefährdung assoziiert. Eine Abgrenzung soll versucht werden, insbesondere da eine pflegende Distanzierung gerade in belastenden Situationen oft als 'gesunder Schutzreaktion' empfohlen wird. Der 'Dienst nach Vorschrift' ist nicht identisch mit Gleichgültigkeit und kann als Reaktion auf eine empfundene Missachtung oder geringe Wertschätzung zurückgeführt werden, während eine Kontaktvermeidung oder auch Mechanisierung der Pflege zumeist Ausdruck einer emotionalen Überlastung durch die als leidvoll oder ausweglos erlebten Patientenschicksale sein können (Distanzierung als 'Selbstschutz'). Der neu entwickelte Cool-down-Index (CDI mit 10 Items) soll hinsichtlich seiner Reliabilität und Validität überprüft werden. Zur Beurteilung der konvergenten Validität soll die die deutschsprachigen Version des Maslach Burnout Inventory (MBI mit 22 Items, die den Kategorien Emotionale Erschöpfung, Depersonalisierung und Leistungszufriedenheit zugeordnet sind) herangezogen werden sowie für die diskriminante Validität die subjektive Lebenszufriedenheit (Brief Multidimensional Life Satisfaction Scale mit 8 Items plus 2 Items zur Gesundheitssituation und Alltagsbewältigung). Als mögliche Moderatoren werden das momentane emotionale Befinden (ASTS-Fragebogen mit 19 Items), Ausdrucksformen der Spiritualität (ASP-Fragebogen mit 30 Items, differenziert in 4 Faktoren: (1) Religiöse Orientierung: Gebet und Gottvertrauen, (2) Suche nach Erkenntnis, Einsicht, Weisheit, (3) Bewusster Umgang mit sich, den anderen und der Umwelt (inkl. Mitgefühl) und (4) Transzendenzüberzeugung) sowie 3 Items zum gesellschaftlichen Ideal des Mitleids überprüft.

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