Beschreibung der Studie

Die Methode der fetalen Magnetenzephalographie (fMEG) bietet erstmalig die Möglichkeit einer nicht-invasiven Funktionsbeschreibung der fetalen Hirnfunktion. Dazu werden über die mütterliche Bauchwand Töne oder Lichtreize dem Fetus gegeben und seine Hirnantwort auf den Reiz als Potentialausschlag der Hirnrinde abgeleitet. Dies ist insbesondere in der Überwachung von wachstumsretardierten Feten (IUGR) von Bedeutung, die aufgrund einer chronischen Sauerstoff- und Nährstoffunterversorgung durch die Plazenta in ihrem Wachstum gehemmt sind. Diese Kinder sind mit dem Risiko einer erhöhten perinatalen und le-benslangen Krankheitsanfälligkeit und Beeinträchtigung ihrer geistigen Funktion behaftet. Das Gehirn hat in der vorgeburtlichen Diagnostik aufgrund seiner großen Anfälligkeit und den möglichen langfristigen Schädi-gungen einen hohen Stellenwert. Bislang kann vor Geburt nicht eindeutig festgelegt werden, ob, ab wann und mit welchen Konsequenzen Hirnfunktionsschädigung entstehen. Das weltweit zweite fMEG-System wurde mit Unterstützung der DFG an der Universität Tübingen installiert. Ziel des angestrebten Forschungs-vorhabens ist es, die fetale Hirnfunktionsentwicklung an wachstumsretardierten Feten magnetenzepha-lographisch zu untersuchen und mit der kindlichen geistigen Entwicklung zu korrelieren, um Grundlagen für den klinischen Einsatz des fMEG zu erstellen.

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Studiendetails

Studienziel Magnetenzephalographisch gemessene auditorisch und visuell evozierte Hirnpotentiale
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 90
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Beobachtungsstudie
Kontrolle Standardtherapie
Finanzierungsquelle Deutsche Forschungsgemeinschaft Lebenswissenschaften 1

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • allgemein:
  • abgeschlossene 27. SSW
  • mündige Probandin
  • Kontrollgruppe:
  • fetales Schätzgewicht zwischen der 10. - 90. Perzentile bezogen auf die Schwangerschaftswoche)
  • IUGR Gruppe:
  • fetales Schätzgewicht < 10. Perzentile
  • verifiziert nach Geburt:
  • Geburtsgewichts <10. Perzentile
  • oder
  • pathologischer Ponderal Index

Ausschlusskriterien

  • unsicheres Schwangerschaftsalter
  • Feten mit chromosomalen Störungen, viralen Infektionen,
  • kongenitalen Defekten
  • Mütter mit metallischen oder magnetischen Implantaten
  • intrapartaler Sauerstoffmangel:
  • arterieller Nabelschnur-pH bei Geburt <7,0
  • oder 5-Minuten Apgar < 5

Adressen und Kontakt

Universitäts-Frauenklinik Tübingen, Tübingen

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Die Methode der fetalen Magnetenzephalographie (fMEG) bietet erstmalig die Möglichkeit einer nicht-invasiven Funktionsbeschreibung der fetalen zerebralen Leistung über die Messung auditorisch und visuell evozierter Hirnpotentiale. Dies ist insbesondere in der Überwachung von wachstumsretardierten Feten (IUGR) mit dem Risiko einer chronischen fetalen Hypoxie durch Plazentainsuffizienz von Bedeutung. Diese Kinder sind mit dem Risiko einer erhöhten perinatalen und lebenslangen Morbidität und kognitiven Beeinträchtigung behaftet. Das Gehirn ist in der pränatalen Diagnostik und in der Gewichtung präpartaler medizi-nischer Entscheidungen aufgrund seiner hohen Vulnerabilität und den möglichen langfristigen Schädigungen einen hohen Stellenwert. Bislang kann antepartal nicht eindeutig festgelegt werden, ob, ab wann und mit welchen Konsequenzen zerebrale Schädigung entstehen. Das weltweit zweite fMEG-System wurde mit Un-terstützung der DFG an der Universität Tübingen installiert. Ziel des angestrebten Forschungsvorhabens ist es, die fetale Hirnfunktionsentwicklung an wachstumsretardierten Feten magnetenzephalographisch zu un-tersuchen und mit der kindlichen neurologisch-kognitiven Entwicklung zu korrelieren, um Grundlagen für den diagnostischen und prognostischen Einsatz des fMEG zu erstellen.

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