Beschreibung der Studie

Die vordere Kreuzbandersatzoperation gehört seit Jahren weltweit zu den Standardeingriffen in der Orthopädie. An der Charite führen wir pro Jahr mehr als 200 dieser Operationen durch. Wir sind ein Zentrum mit langjähriger Erfahrung in diesem Bereich. Dennoch ist es nachgewiesen, dass trotz dieser Operation bei Patienten früher Arthrose auftritt, als bei unverletzten Patienten. Ziel der Studie ist es, die Bewegung des Kniegelenkes vor und nach der Operation zu untersuchen. So sollen zwei etablierte Operationstechniken auf mögliche Vorteile untersucht werden. Es wurden viele Studien zur Bewegung des Kniegelenkes sowohl am lebenden Menschen, als auch an Leichenknien durchgeführt. Verschiedene Arbeitsgruppen verwendeten konventionelle Röntgenaufnahmen, Magnetresonanzuntersuchungen (MRT) um dieses Ziel zu erreichen. Doch bis heute ist es nicht zuverlässig möglich, die Position des Kniegelenkes während der Bewegung des Knies vorauszusagen. Dieses Wissen ist notwendig, um Kräfte und Belastungen im Gelenk berechnen zu können. Aus diesen berechneten Daten könnten dann genaue Voraussagen über Belastungen des Kniegelenks getroffen werden. Diese Erkenntnisse würden die Entwicklung zukünftiger Operationstechniken beeinflussen und die Beurteilung heutiger Standardverfahren verbessern können.

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Studiendetails

Studienziel Bestimmung der Kniegelenkkinematic mithilfe von Ganganalyse, Computer Tomographie und Fluoroskopie, präoperativ und 3-, 6- und 12 Monate follow up postoperativ
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 60
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Kontrolle Wirksame Behandlung
Finanzierungsquelle European Commission Information Society and Media Directorate-General

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Patienten mit einer isolierte VKB Verletzung

Ausschlusskriterien

  • Frühere oder mehrere Knieverletzungen (Kollateralbandinsuffizienz, Meniskusschaden, Tibia- oder Femurfrakturen)

Adressen und Kontakt

Julius Wolff Institut, Charité - Universitätsmedizin Berlin Centrum für Sportwissenschaft und Sportmedizin Berlin, Berlin

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Häufig gestellte Fragen

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Die Rekonstruktion eines vorderen Kreuzbands (VKB) gehört mit ca. 80.000 Operationen pro Jahr zu den am häufigsten durchgeführten Operationseingriffen in Deutschland. Das VKB kann durch plötzliche Dislokation, Torsion oder Hyperextension des Knies verletzt werden. Verglichen mit anderen Bandstrukturen heilt das VKB nicht, was zu Knieinstabilität bei Alltags- und besonders bei Sportaktivitäten führen könnte. Weiterhin kann eine VKB-Verletzung ohne Behandlung das umliegende Gewebe wie z.B. die Menisken beschädigen und somit zu frühzeitiger Arthrose führen. Um den Patienten die Rückkehr zu sportlichen Aktivitäten zu ermöglichen, ist eine operative Rekonstruktion des VKBs notwendig. Das VKB besteht aus zwei funktionellen Bündeln, einem anteromedialen (AM) sowie einem posterolateralen (PL) Bündel. Das AM Bündel ist verantwortlich für die anteroposteriore Stabilität der Tibia, während das PL Bündel die Kontrolle der rotationalen Stabilität des Kniegelenks sicherstellt. Es gibt zwei OP-Techniken, die zurzeit zur VKB-Rekonstruktion durchgeführt werden. Eine davon ist die Einzelbündeltechnik, die nur das AM Bündel wiederherstellt. Die zweite operative Methode ist die Doppelbündeltechnik, welche sowohl die AM als auch die PL Bündeln rekonstruiert. Obwohl die Beweise für die Überlegenheit der Doppelbündelrekonstruktion immer stärker werden, verbleiben die Beweise bezüglich der dynamischen Rotationsstabilität mangelhaft. Ziel dieser Studie ist deshalb, abschließende Ergebnisse über Kinetik, Kinematik und Biomechanik des Kniegelenks bei gesunden, VKB-verletzten, und VKB-rekonstruierten Patienten zu erhalten.

Quelle

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