Beschreibung der Studie

Wir möchten in unserer Studie bis zu 20 Probanden pro zwei verschiedene Gruppe untersuchen. Ziel ist die Analyse der Kniegelenkbewegung und die Beschreibung der Anatomie des Streckapparates des Kniegelenkes von Patienten, die eine chronische Instabilität des Kniescheiben-Gelenkes zeigen, welches sich in einer Verrenkung der Kniescheibe manifestiert. Hierbei sollen primär Patienten, die angeboren eine nicht ausreichend tiefe Gleitrinne (sog. Trochlea) des Oberschenkelknochens besitzen (sog. "Trochleadysplasie"), eingeschlossen werden. Diese Patienten werden zum einen mit einer Vergleichsgruppe verglichen, die keine angeborenen Veränderungen bzw. Kniescheibeverrenkung erlitten haben, sowie einer Patientengruppe, bei denen eine operative Stabilisierung des Kniescheiben-Gelenkes durch die Rekonstruktion des medialen patellofemoralen Bandes erfolgt ist. Dieser Vergleich dient dem Ziel, die Ursache einer Luxation der Kniescheibe besser verstehen zu können und zielgerichtet neue Therapien entwickeln und etablierte auf Ihre Sinnhaftigkeit hin analysieren zu können. Durch den Einsatz neuer, computer-basierter biomechanischer Analysen soll so die Diagnosestellung und Entwicklung eines Behandlungskonzeptes für diese Patienten verbessert werden.

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Studiendetails

Studienziel Group A: Die Gelenkkinematik des Knie-, Hüft- und Sprunngelenks, sowie die resultierenden Bodenreaktionskräfte werden pre-operative, wenigstens 4 Woche nach letzter Luxation, mithilfe Ganganalyse und VICON Software gemessen. Group B: Die Gelenkkinematik des Knie-, Hüft- und Sprunngelenks, sowie die resultierenden Bodenreaktionskräfte werden wenigstens 12 Monate post-operative, mithilfe Ganganalyse und VICON Software gemessen.
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 40
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Beobachtungsstudie
Finanzierungsquelle European Commission Information Society and Media Directorate-General

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Group A:
  • Für die Patienten besteht ein ausreichender Krankenversicherungsschutz
  • Trochleadysplasie Typ A-C
  • 1. Luxation mindestens 6 Monate vor Untersuchung
  • Letzte Luxation frühstens 4 Wochen vor Untersuchung
  • Group B:
  • Für die Patienten besteht ein ausreichender
  • Krankenversicherungsschutz
  • Untersuchungen frühstens 12 Monate nach MPFL Rekonstruktion

Ausschlusskriterien

  • Group A:
  • Stattgehabte operative Versorgung des patellofemoralen Gelenkes
  • Weitere Pathologien der Knie aktiven und passiven Stabilisatoren
  • Group B:
  • Keine weiteren vorherigen operativen Interventionen zur Stabilisierung des patellofemoralen Gelenkes

Adressen und Kontakt

Julius Wolff Institut, Charité - Universitätsmedizin Berlin Centrum für Sportwissenschaft und Sportmedizin Berlin, Berlin

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Häufig gestellte Fragen

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Eine patellofemorale Instabilität führt zu Veränderungen der Gelenkkinematik und Anpassungsprozessen der umliegenden aktiven und passiven Stabilisatoren. Mögliche Anspassungvorgänge des Streckapparates und deren Einfluss auf die dynamische Funktion des Kniegelenkes bzw. deren Effizienz die Instabilität zu kompensieren, sind bisher bei Patienten mit patellofemoraler Instabilität nicht untersucht worden und daher ein Ziel dieser Studie. Die Dysplasie der Trochlea stellt eine der Hauptrisikofaktoren für eine rezidivierende Instabilität dar. Die anatomische Korrektur durch eine Trochleaplastik stellt einen invasiven operativen Eingriff dar und wird daher primär bei der Versorgung schwerer Trochleadysplasien angewendet. Alternativ hierzu hat die Rekonstruktion des medialen patellofemoralen Bandes bei der Versorgung patellofemoraler Instabilitäten mit mäßiggradigen Trochleadysplasien an hoher Bedeutung gewonnen. Jedoch ist bisher unbekannt, in wieweit eine Rekonstruktion des medialen patellofemoralen Bandes die in-vivo gemessene Gelenkkinematik normalisieren kann, oder, ob weitere Eingriffe notwendig sind, um eine Normalisierung der Kinematik erreichen zu können, welches ein weiteres Ziel dieser vorliegenden Studie ist.

Quelle

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