Beschreibung der Studie

Funktionelle Verfahren wie PET/CT erlauben es, biologische Informationen zu erhalten. Da FDG ähnlich wie Glukose (Zucker) in die Zellen transportiert und in einem Schritt verstoffwechselt wird, kann man mit dynamischen PET (dPET/CT) Daten sehr genau den Stoffwechsel bestimmen. Im Gegensatz zum üblichen Einsatz von PET/CT bei Patienten mit colorektalen Karzinomen wollen wir dynamische Messungen durchführen. Damit ist es möglich, nicht nur den Stoffwechsel wesentlich genauer zu messen, sondern auch Bilder des Stoffwechsels zu errechnen. Aufgrund der bisherigen, limitierten Daten in der Literatur kann erwartet werden, das sich hieraus Vorteile für den einzelnen Patienten ergeben. Die Abgrenzbarkeit des Tumors ist in parametrischen Aufnahmen generell besser. Weiterhin ist zu erwarten, dass die Tumorklassifikation sowie die Therapieprognose durch die dPET/CT Ergebnisse besser unterstützt werden kann. Es ist geplant, bei 80 Patienten vor der Operation dPET/CT durchzuführen. Die dPET/CT Ergebnisse werden dann mit molekularbiologischen Daten über die Tumoren sowie mit klinischen Verlaufsdaten verglichen, um Zusammenhänge zu erfassen.

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Studiendetails

Studienziel rezidivfreies Überleben
Status Teilnahme bald möglich
Zahl teilnehmender Patienten 80
Stationärer Aufenthalt Keiner
Finanzierungsquelle Deutsches Krebsforschungszentrum

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Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Patienten mit einem gesicherten, primären, kolorektalen Karzinom

Ausschlusskriterien

  • Ablehnung durch den Patienten
  • Diabetes mellitus
  • Akute Psychosen oder andere Zustände mit eingeschränktem Verständnis
  • Schwangere Patientinnen
  • Klaustrophobie

Adressen und Kontakt

Deutsches Krebsforschungszentrum, Heidelberg

Ansprechpartner: Prof. Dr. med. Antonia Dimitrakopoulou-Strauss

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Häufig gestellte Fragen

PET/CT mit FDG ist ein Verfahren für die Primärdiagnostik, das Staging und das Therapiemonitoring von kolorektalen Karzinomen. Die Wertigkeit von dynamischen, quantitativen Messungen (dPET/CT) ist noch offen, was den individuellen Nutzen für den Patienten betrifft. Ebenso ist die Mehrinformation durch parametrische Aufnahmen, welche die Visualisierung von Tumoren mit niedrigem Glukosestoffwechsel verbessern, nur im Rahmen von Studien mit kleinen Patientenzahlen untersucht worden. dPET/CT mit FDG wird voraussichtlich einen Fortschritt für Lokalisationsdiagnostik, Staging und Follow-up bedeuten sowie prognostische Informationen bieten. Der Tracer soll bei 80 Patienten mit Kolonkarzinomen vor der Operation eingesetzt werden. Die dPET/CT Daten werden sowohl mit gene array Ergebnissen als auch mit klinischen Verlaufsdaten verglichen.

Klinische Studien werden durchgeführt, um die Sicherheit und Wirksamkeit von Medikamenten, medizinischen Geräten oder Verfahren nachzuweisen. Sie untersuchen, welche Behandlungsmethode sich am besten zur Therapie einer bestimmten Erkrankung oder Gruppe von Betroffenen eignet. Vor der Marktzulassung müssen alle neuen Behandlungsmethoden einer Reihe von klinischen Prüfungen unterzogen werden.

Klinische Studien bilden die Voraussetzungen für neue Behandlungsmöglichkeiten. Die Ergebnisse klinischer Studien treiben den medizinischen Fortschritt. Sie geben Ärzten das Wissen darüber wie Behandlungen eingesetzt werden und für wen sie sich am besten eignen. Nur durch den Einsatz der freiwilligen Teilnehmer können Studien erfolgreich abgeschlossen werden. Die teilnehmenden Patienten bekommen auch die Möglichkeit sehr früh von einer neuen Behandlung zu profitieren. Es dauert nämlich durchschnittlich 12 Jahre bis eine neue Behandlung öffentlich verfügbar wird. Alle Behandlungen und Medikamente, die Patienten derzeit nutzen, wurden im Rahmen klinischer Studien erprobt, um sicherzugehen, dass diese sicher sind und wirken.

Damit sichergestellt wird, dass nur diejenigen Betroffenen an der Studie teilnehmen, die am wahrscheinlichsten davon profitieren, werden Sie von dem Studienarzt umfassend untersucht. Dieser Vorgang wird als Screening bezeichnet und findet, vor einer möglichen Studienteilnahme, in dem jeweiligen Studienzentrum statt. Dazu gehört auch ein Gespräch mit dem Studienarzt, welches Sie umfassend über die Studie aufklärt und Ihnen die Möglichkeit gibt, Fragen zu stellen. Je nach Studie sind zusätzliche Untersuchungen (z.B. Labor oder Ultraschall) notwendig, um zu bestimmen, ob Sie an der Studie teilnehmen können.

Es gibt verschiedene Gründe, an klinischen Studien teilzunehmen. Durch Ihre Teilnahme leisten Sie einen wertvollen Beitrag zur medizinischen Forschung. Sie erhalten Zugang zu neuartigen Behandlungsmethoden, die sich möglicherweise besser für Ihre Erkrankung eignen, als bisherige Ansätze. Darüber hinaus könnten Sie von der intensiven und individuellen medizinischen Betreuung in den Studienzentren profitieren. Die Teilnahme an einer klinischen Studie eröffnet vielen Betroffenen eine neue Perspektive, ihre gesundheitliche Situation verbessern zu können.

Klinische Studien werden durchgeführt, weil noch nicht alle Einzelheiten über ein Medikament, medizinisches Gerät oder Verfahren bekannt sind. Es besteht die Möglichkeit, dass Sie nicht von der Studienteilnahme profitieren. Alle potenziellen Risiken werden vor Studienbeginn mit Ihnen ausführlich im Studienzentrum besprochen. So können Sie für sich den möglichen Nutzen sorgfältig gegen eventuelle Risiken abwägen. Sie können bei den Gesprächen so viele Fragen stellen, bis Sie sich sicher für oder gegen eine Teilnahme entscheiden können.

Sie können Ihre Teilnahme an einer klinischen Studie jederzeit und ohne Angabe von Gründen beenden.

Die bei der Studie gesammelten Informationen dürfen nur zu Forschungszwecken verwendet werden. Ihre Informationen werden in einer verschlüsselten Form gespeichert, die zu keiner Zeit einen Rückschluss auf Ihre Person erlaubt. Lediglich Ihr Studienarzt hat die Möglichkeit, die Informationen zu entschlüsseln. Falls die Studienergebnisse im Rahmen von Präsentationen oder Veröffentlichungen verwendet werden, werden Sie niemals namentlich erwähnt. Auch wird niemandem ohne Ihr schriftliches Einverständnis mitgeteilt, dass Sie an der Studie teilnehmen bzw. teilgenommen haben.

Quelle: Deutsches Register Klinischer Studien