Beschreibung der Studie

Die meisten Menschen wünschen sich, besonders bei einer fortgeschrittenen Erkrankung und in ihrem letzten Lebensjahr, eine möglichst gute Versorgung im eigenen häuslichen Umfeld. Krisen unterschiedlichster Ursache führen allerdings immer wieder und im Verlauf der Erkrankung zunehmend häufig dazu, dass dieser Wunsch nicht erfüllt werden kann. Derzeit ist allerdings noch unklar, welche Krisen bei diesen Patientengruppen wirklich vorliegen, welche die wichtigsten sind, wie sie aktuell gemeistert werden, welche Frühanzeichen es möglicherweise gibt (Indikatoren zur Krisen-Prävention) und welche Erfahrungen Patienten und Angehörige mit den verschiedenen Gesundheitssektoren im Rahmen einer Krise machen. Ziel: Aus diesem Grund wird eine Studie durchgeführt mit dem Ziel, die Erfahrungen von Patienten mit Lungenkrebs oder einer fortgeschrittenen chronisch obstruktiven Lungenkrankheit und die Erfahrungen ihrer Angehörigen mit Krisen und Krisenmanagement zu erfassen und zu verstehen. Auf diesem besseren Verständnis aufbauend sollen dann in einem zweiten, späteren Schritt angemessene und wirksame Strategien und Versorgungsstrukturen zur Verhinderung und Behandlung dieser Krisen entwickelt werden, um die Lebensqualität der Betroffenen zu stabilisieren und zu verbessern. Um das Auftreten von Krisen und Erfahrungen mit diesen über einen längeren Zeitraum zu erfassen, werden insgesamt 100 Patienten über ein Jahr hinweg mehrmals telefonisch zu ihren Symptomen, weiteren Problemen, der Inanspruchnahme von medizinischen Notfalleinrichtungen (z.B. Notfallambulanz eines Krankenhauses) und der Anzahl und Art der Krisen befragt.

Passende Studie finden

Studiendetails

Studienziel Atemnot: Borg-Skala Atemnotattacken: Anzahl der Attacken, durchschnittliche Länge einer Attacke, Schweregrad Zeitpunkt der Erhebung: alle 4 Wochen
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 100
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Epidemiologische Studie
Finanzierungsquelle VDI/VDE/IT GmBH (Vertreter des BMBF)

Finden Sie die richtige Lungenkrebs-Studie

Mithilfe unseres medizinischen Fragebogens finden Sie heraus, ob diese oder eine andere Studie eine Möglichkeit für Sie darstellt.

Richtige Studie finden

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Einschlusskriterien: (1) Diagnose des fortgeschrittenen Stadiums der Erkrankung anhand folgender Kriterien:
  • Lungenkrebs: Lungenkarzinom in allen Stadien (kleinzelliges (SCLC) und nicht-kleinzelliges Bronchialkarzinom (NSCLC))
  • COPD: Stadien III oder IV der GOLD-Einteilung (Global Initiative for Obstructive Lung Disease), mit Ventilationsobstruktion gemessen mittels Spirometrie FEV1 < 50%, FEV1/FVC < 0.7 (FEV1: forciertes expiratorisches Volumen in einer Sekunde; FVC: forcierte Vitalkapazität) und Symptome wie stärkere Atemnot, reduzierte körperliche Leistungsfähigkeit und wiederholte Exazerbationen
  • 2) Alter ≥ 18 Jahre
  • Krankheitsbezogene Therapien (Chemotherapie, Radiotherapie, Chirurgie) sind kein Ausschlusskriterium.

Ausschlusskriterien

  • 1) Patienten, die die informierte Einwilligung nicht selbstständig unterzeichnen können,
  • 2) Patienten, die zu krank sind, um befragt zu werden,
  • 3) Beeinträchtigung der kognitiven Fähigkeiten (nach klinischem Urteil der rekrutierenden Ärzte).

Adressen und Kontakt

Diese Studie ist geschlossen. Finden Sie jetzt eine aktuelle Möglichkeit.

Häufig gestellte Fragen

In unserem übersichtlichen Ratgeber finden Sie alle Antworten zu Fragen über klinische Studien.

Ratgeber öffnen

Hintergrund: Atemnot ist ein komplexes und weit verbreitetes Symptom bei Patienten mit Lungenkarzinom und mit fortgeschrittener COPD (Chronisch-obstruktive Lungenerkrankung), insbesondere im letzten Lebensjahr. Patienten mit Lungenkarzinom weisen die höchste physische und psychosoziale Symptombelastung aller Krebspatienten auf. Beide Patientengruppen leiden neben Atemnot noch an einer Reihe weiterer Symptome wie Fatigue, Husten, Angst, Schwäche etc. Diese Symptome sind in mehreren Prävalenzstudien erfasst und beschrieben worden. Allerdings ist bisher wenig über den Verlauf von Atemnot und weiteren belastenden Symptomen bei beiden Patientengruppen bekannt. Diese Informationen sind aber für die Entwicklung effektiver Interventionen zur Linderung der Beschwerden und Verbesserung der Lebensqualität wichtig, z.B. bei der Frage, zu welchem Zeitpunkt welche Beschwerden in welchem Ausmaß vorliegen und wann Interventionsangebote sinnvoll sind. Aus diesem Grunde sollen Atemnot und weitere Symptome, sowie der Funktionsstatus, die Lebensqualität und palliativmedizinische Bedürfnisse bei den o.g. Patientengruppen im Verlauf von 12 Monaten untersucht werden. Ziel: Das Ziel der vorliegenden Studie ist es, den Verlauf von Atemnot und anderen Symptomen am Lebensende bei Patienten mit Lungenkarzinom oder fortgeschrittener COPD zu beschreiben. Methodik: Es wird eine prospektive, multizentrische Longitudinalstudie durchgeführt mit einem maximalen Erhebungszeitraum von 12 Monaten. Es sollen je 50 Patienten mit einem Lungenkarzinom und einer fortgeschrittenen COPD (GOLD III+IV) nach einem ausführlichen persönlichen Erstgespräch einmal monatlich mittels einer Telefonbefragung (follow-up) und validierten Fragebögen zu folgenden Themen befragt werden: Schweregrad der Atemnot (mod. Borg Skala) und Charakteristika von Atemnotattacken; weitere Symptome und Bedürfnisse (POS, Palliative Outcome Scale); Funktionsstatus (Karnofsky Perfomance Status); Belastung (Distress Thermometer); Inanspruchnahme von Notfall-Einrichtungen (Krankenhausaufnahme, Notfallambulanz); Vorkommen von Krisen (patientendefiniert). Zusätzlich werden demographische und klinische Daten erhoben. Die Analyse erfolgt mittels des Statistikprogrammes STATA. Die Erhebung hat im Februar 2010 begonnen und soll Ende 2011 abgeschlossen werden.

Quelle

Sponsoren: Registrieren Sie sich auf Viomedo, um Ihre Studien zu veröffentlichen.