Beschreibung der Studie

Wirbelgleiten (Spondylolisthesis) ist eine Instabilität der Wirbelsäule, bei der das obere Teilstück der Wirbelsäule mit dem Gleitwirbel über das Teilstück unterhalb des Gleitwirbels vorne oder hinten abgleitet. Obwohl beim Wirbelgleiten zunächst oft nur wenige Beschwerden bestehen, kann das Gleiten des Wirbelkörpers langfristig dazu führen, dass einzelne oder mehrere Nerven im Spinalkanal eingeklemmt und gedehnt werden. Dies kann Nervenschäden verursachen und zum Funktionsausfall eines Nervs führen. Es können Lähmungen auftreten, die sowohl die Beine als auch die Funktion von Blase und Mastdarm betreffen. Gleichzeitig verschleißen Bandscheibe (Bandscheibenvorfall) sowie Wirbelgelenk (Spondylarthrose) im entsprechenden Segment übermäßig, was starke Schmerzen verursachen kann. Eine Operation sollte erfolgen, wenn bereits Nervenausfälle wie Lähmungen, Taubheitsgefühl oder Funktionsstörungen vorhanden sind, wenn die Beschwerden zu Aktivitätseinschränkungen, beispielsweise der Gehfähigkeit oder der ausgeübten Arbeit, führen oder wenn die Bauchpresse für den Stuhlgang aufgrund starker Schmerzen behindert wird. In diesen Fällen ist eine konservative Behandlung in aller Regel nicht mehr ausreichend. Ziel der Operation ist die Beseitigung des einengenden Gewebes, damit keine Druckbelastung mehr auf die Nervenstränge einwirkt. Im klinischen Gebrauch sind bisher 2 unterschiedliche Operationsmethoden (Dekompression und Dekompression mit anschließender Fusion), die beide gute Ergebnisse für den Patienten erzielen, von denen aber nicht bekannt ist, welche Methode die besseren Langzeitergebnisse liefert.

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Studiendetails

Studienziel Änderung des Oswestry Disability Index 12 Monate postoperativ im Vergleich zu präoperativ
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 85
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Kontrolle Wirksame Behandlung
Finanzierungsquelle Klinik für Neurochirurgie Universitätsklinikum des Saarlandes

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Lumbale degenerative Spondylolisthesis Grad I und II nach Meyerding
  • Ischialgie, Claudicatio spinalis, Lumbalgie
  • Monosegmentale Verschleißerscheinungen
  • Frauen und Männer im Alter von 30 bis 80 Jahren
  • Keine Besserung der Symptomatik unter konservativer Therapie in den letzten 3 Monaten
  • Einverständnis des Patienten

Ausschlusskriterien

  • Spondylolisthesis Grad III und IV nach Meyerding
  • Vorherige lumbale Dekompression mit/ohne Fusion
  • Multisegmentale Schäden
  • Wirbelkörpertumore
  • Wirbelkörperfrakturen, Wirbelkörpertrauma
  • Trombozytopenie/-pathie
  • Exogene/Endogene Gerinnungsstörung
  • Ausgeprägte Osteoporose
  • Osteomalazie, Morbus Paget sonstige Knochenstoffwechselerkrankungen
  • Rezidivoperation
  • Adiposistas
  • Chronische Polyarthritis
  • Entzündliche Autoimmunerkrankungen
  • Aktive Entzündungen
  • Systemische Erkrankungen (HIV, Hepatitis)
  • Schwangerschaft, Stillzeit
  • Betreute Patienten, demente Patienten, nicht einwilligungsfähige Patienten

Adressen und Kontakt

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Häufig gestellte Fragen

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Ziel der Studie ist der Vergleich von 2 in der klinischen Praxis gebräuchlichen Verfahren zur Behandlung der degenerativen Spondylolisthesis. Diese operativen Verfahren sind die alleinige Dekompression der Nervenstrukturen des Rückenmarks versus die Dekompression mit anschließender Fusion. Der primärer Zielparameter ist der Wert des Oswestry Disability Index (ODI) 12 Monate postoperativ. Der ODI ein validiertes Instrument zur Messung von Rückenschmerzen und der Messung der Möglichkeit alltägliche Unternehmungen wahrzunehmen. Des weiteren werden Schmerzen anhand der Visual Analog Scale evaluiert. Die Untersuchungen finden präoperativ, eine Woche, 3, 6, 12 Monate nach postoperativ statt. Außerdem wird die Komplikationsrate und die Korrelation des klinischen Status mit der Bildgebung untersucht.

Quelle

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