Beschreibung der Studie

Vielen Patienten auf Palliativstationen stehen/ standen große Herausforderungen in jeglichen Lebensbereichen bevor. Durch den Verlauf fortschreitender, unheilbarer Krankheiten kommt es häufig zu Veränderungen der selbstständigen Wohn- und Versorgungssituation, zu Hilfsmittelbedarf etc., was Betroffene mit Einschränkungen der persönlichen Autonomie verknüpfen. Um dem Erleben des Gefühls von Kontrollverlust vorzubeugen bzw. Kontrollerleben wiederherzustllen, sollen in eine Studie Kontrollüberzeugungen und Selbstwirksamkeitserwartungen von Patienten ermittelt und eine Intervention geplant werden.

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Studiendetails

Studienziel Gewinnung von Grundlagenwissen über Selbstwirksamkeitserwartungen und Kontrollüberzeugungen von Palliativpatienten aus der Fragebogenerhebung und deren subjektiver Wahrnehmung des Verlustes von Kontrolle aus den Interviews; Entwicklung, Testung und Evaluierung einer Intervention pro Kontrollerleben
Status Teilnahme bald möglich
Zahl teilnehmender Patienten 50
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Finanzierungsquelle Klinik für Palliativmedizin Universitätsklinikum RWTH Aachen

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Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Palliativmedizinisch relevante Behandlungssituation
  • alle Patienten innerhalb eines 12monatigen Erhebungsintervalls
  • Erhebung der psychometrischen Testbatterie (und ggfs. des Interviews) ist bei dem gegebenen Allgemeinzustand möglich
  • Schriftliches oder mündliches Einverständnis des Patienten zur Studienteilnahme (und zusätzlich zur Tonbandaufnahme des Interviews) liegt vor

Ausschlusskriterien

  • Fehlendes Einverständnis des Patienten
  • Belastbarkeit des Patienten für die Durchführung der psychometrischen Testbatterie (und des Interviews) ist nach Einschätzung des Untersuchers nicht ausreichend

Adressen und Kontakt

Ansprechpartner: Stephanie Stiel

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Häufig gestellte Fragen

Das Erleben von Kontrollverlust kann bei Patienten auf Palliativstationen einen Wunsch nach dem Sterben auslösen. Dieses Ergebnis konnten in der Studie DFG-Studie -Der Wunsch nach aktiver Sterbehilfe- ermittelt werden. Eine nähere Beforschung von bestehenden Kontrollüberzeugungen und Selbstwirksamkeitserwartungen von Palliativpatienten wird dadurch notwendig. Es besteht die Hypothese, dass Patienten mit biografisch verankerten, internalen Kontrollüberzeugungen und selbstwirksamen Coping-Strategien im Krankheitsverlauf stark unter dem Erleben von Kontrollverlust leiden. Aus diesem Grund erscheint die Entwicklung einer Interventionen zum Erhalt von Kontrollerleben sinnvoll. In einer Mixed Methods Studie soll zuerst eine systematischen Literaturanalyse erfolgen und ein Interviewleitfaden entwickelt werden. Anschließend soll eine quantitative Erhebung von Kontrollüberzeugungen und Selbstwirksamkeitserwartungen stattfinden, die durch qualitative Interviews zum subjektiven Erleben von Kontrollverlust ergänzt wird. Anhand der Ergebnisse soll dann eine Intervention entwickelt und in einer Pilotstudie zur Bewertung von Aufwand und Effektivität getestet werden, die vordergründig das subjektive Empfinden des Kontrollverlustes mildern kann.

Klinische Studien werden durchgeführt, um die Sicherheit und Wirksamkeit von Medikamenten, medizinischen Geräten oder Verfahren nachzuweisen. Sie untersuchen, welche Behandlungsmethode sich am besten zur Therapie einer bestimmten Erkrankung oder Gruppe von Betroffenen eignet. Vor der Marktzulassung müssen alle neuen Behandlungsmethoden einer Reihe von klinischen Prüfungen unterzogen werden.

Klinische Studien bilden die Voraussetzungen für neue Behandlungsmöglichkeiten. Die Ergebnisse klinischer Studien treiben den medizinischen Fortschritt. Sie geben Ärzten das Wissen darüber wie Behandlungen eingesetzt werden und für wen sie sich am besten eignen. Nur durch den Einsatz der freiwilligen Teilnehmer können Studien erfolgreich abgeschlossen werden. Die teilnehmenden Patienten bekommen auch die Möglichkeit sehr früh von einer neuen Behandlung zu profitieren. Es dauert nämlich durchschnittlich 12 Jahre bis eine neue Behandlung öffentlich verfügbar wird. Alle Behandlungen und Medikamente, die Patienten derzeit nutzen, wurden im Rahmen klinischer Studien erprobt, um sicherzugehen, dass diese sicher sind und wirken.

Damit sichergestellt wird, dass nur diejenigen Betroffenen an der Studie teilnehmen, die am wahrscheinlichsten davon profitieren, werden Sie von dem Studienarzt umfassend untersucht. Dieser Vorgang wird als Screening bezeichnet und findet, vor einer möglichen Studienteilnahme, in dem jeweiligen Studienzentrum statt. Dazu gehört auch ein Gespräch mit dem Studienarzt, welches Sie umfassend über die Studie aufklärt und Ihnen die Möglichkeit gibt, Fragen zu stellen. Je nach Studie sind zusätzliche Untersuchungen (z.B. Labor oder Ultraschall) notwendig, um zu bestimmen, ob Sie an der Studie teilnehmen können.

Es gibt verschiedene Gründe, an klinischen Studien teilzunehmen. Durch Ihre Teilnahme leisten Sie einen wertvollen Beitrag zur medizinischen Forschung. Sie erhalten Zugang zu neuartigen Behandlungsmethoden, die sich möglicherweise besser für Ihre Erkrankung eignen, als bisherige Ansätze. Darüber hinaus könnten Sie von der intensiven und individuellen medizinischen Betreuung in den Studienzentren profitieren. Die Teilnahme an einer klinischen Studie eröffnet vielen Betroffenen eine neue Perspektive, ihre gesundheitliche Situation verbessern zu können.

Klinische Studien werden durchgeführt, weil noch nicht alle Einzelheiten über ein Medikament, medizinisches Gerät oder Verfahren bekannt sind. Es besteht die Möglichkeit, dass Sie nicht von der Studienteilnahme profitieren. Alle potenziellen Risiken werden vor Studienbeginn mit Ihnen ausführlich im Studienzentrum besprochen. So können Sie für sich den möglichen Nutzen sorgfältig gegen eventuelle Risiken abwägen. Sie können bei den Gesprächen so viele Fragen stellen, bis Sie sich sicher für oder gegen eine Teilnahme entscheiden können.

Sie können Ihre Teilnahme an einer klinischen Studie jederzeit und ohne Angabe von Gründen beenden.

Die bei der Studie gesammelten Informationen dürfen nur zu Forschungszwecken verwendet werden. Ihre Informationen werden in einer verschlüsselten Form gespeichert, die zu keiner Zeit einen Rückschluss auf Ihre Person erlaubt. Lediglich Ihr Studienarzt hat die Möglichkeit, die Informationen zu entschlüsseln. Falls die Studienergebnisse im Rahmen von Präsentationen oder Veröffentlichungen verwendet werden, werden Sie niemals namentlich erwähnt. Auch wird niemandem ohne Ihr schriftliches Einverständnis mitgeteilt, dass Sie an der Studie teilnehmen bzw. teilgenommen haben.

Quelle: Deutsches Register Klinischer Studien