Beschreibung der Studie

Der Verlust eines Kindes in der Schwangerschaft wird von den betroffenen Eltern als ähnlich schmerzhaft erlebt wie der Verlust anderer geliebter Personen und stellt mitunter für die betroffenen Eltern eine große psychische Belastung dar. Wissenschaftlichen Studien zufolge enden zwischen 10% und 30% der festgestellten Schwangerschaften mit einer Fehlgeburt. Der Verlust des Kindes in der Schwangerschaft nach medizinisch indiziertem Schwangerschaftsabbruch erfolgt deutlich seltener, ist für die Eltern aber oft äußerst schmerzhaft. Der Verlust eines Kindes durch Totgeburt in der Spätschwangerschaft ist ebenfalls ein selteneres Ereignis, allerdings nahm die Zahl totgeborener Kinder im Verhältnis zu Neu-Geborenen über Jahre nur wenig ab und liegt derzeit bei 3,5 pro 1000 Geburten. Bisher gibt es bundesweit kaum spezifische Behandlungsangebote für die betroffenen Eltern. Im Rahmen eines vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) geförderten Projektes wird ein internetbasiertes Primär-Präventionsprogramm angeboten und evaluiert. An diesem Behandlungsangebot können bundesweit Eltern teilnehmen, die einen Verlust ihres Kindes in der Schwangerschaft erlebt haben. Das Ziel des internetbasierten Behandlungsprogramms besteht darin, die Eltern dabei zu unterstützen, den Verlust besser verarbeiten zu können und ggf. anhaltenden psychischen Beschwerden vorzubeugen.

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Studiendetails

Studienziel 1. Traumatisches Erleben, Fragebogen IES-R, Erhebung vor und nach der Intervention, 3 Monate und 12 Monate nach der Ende Behandlung, 2. Ausmaß Trauer; Fragebogen ICG, Erhebung vor Beginn und nach Beendigung der Behandlung, 3 Monate und 12 Monate nach Ende der Behandlung
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 130
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Finanzierungsquelle Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
Weitere Informationen Studienwebseite

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Frauen und Männer, die ein Kind während der Schwangerschaft durch Fehlgeburt, Schwangerschaftsabbruch aus medizinischer Indikation, oder Totgeburt verloren haben; muttersprachlich deutsch

Ausschlusskriterien

  • schwere depressive Verstimmung, suizidale Tendenzen, psychotische Symptomatik, Substanzmissbrauch, Tendenzen zur psychischen Dissoziation; bestehende psychotherapeutische Behandlung, aktuelle Schwangerschaft

Adressen und Kontakt

Universitätsklinikum Münster Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Münster

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Häufig gestellte Fragen

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Die psychische Belastung von Eltern nach dem Verlust eines Kindes in der Schwangerschaft ist in der internationalen wissenschaftlichen Literatur wiederholt nachgewiesen worden. Wissenschaftliche Untersuchungen konnten Frauen nach der Geburt eines toten Kindes als eine Patientengruppe identifizieren, die ein hohes Risiko aufweist, im Rahmen einer unvollständigen Verarbeitung des Verlustes an einer manifesten psychischen Symptomatik zu erkranken. Dennoch gibt es gemäß der Cochrane-Übersichten in der internationalen wissenschaftlichen Literatur bisher keine Studien, die die Effektivität von Präventions- und Behandlungsprogrammen für Eltern nach dem Verlust eines Kindes in der Schwangerschaft nachweisen. Bisher gibt es bundesweit nur wenige spezifische Behandlungsangebot für diese Gruppe betroffener Eltern. Mit dem vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend geförderten Projekt wird ein internetbasiertes Präventionsprogramm auf seine Wirksamkeit untersucht, das für die spezifische Situation von Eltern nach einem Verlust in der Schwangerschaft entwickelt wurde und bundesweit einsetzbar ist. Die Evaluation erfolgt in einer randomisierten kontrollierten Studie im Rahmen eines Wartelisten-Kontrollgruppen-Designs.

Quelle

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