Beschreibung der Studie

Wir möchten die Grundlagen von psychischen Erkrankungen (Depression, Schizophrenie) sowie einzelne Aspekte und Faktoren für das Ansprechen auf eine Elektrokonvulsionstherapie (EKT) näher untersuchen. Es konnten bereits mehrere Korrelate in Zusammenhang mit der EKT Behandlung gebracht werden, wie z.B. Veränderungen des Immunsystems. Bislang ist jedoch noch nicht hinreichend geklärt, bei welchem Patient die Therapie erfolgreich sein wird und welche biologischen Vorgänge den unterschiedlichen klinischen Symptomen und ihrer Besserung zu Grunde liegen. Aus diesem Grund möchten wir Parameter erfassen, die bei psychiatrischen Erkrankungen verändert sein können, wie z.B. die Bewegungsaktivität, die Herzratenvariabilität, die Darmflora, (epi-) genetische Faktoren und psychologische Merkmale (u.a. Stimmung und Lebenszufriedenheit). Mit Hilfe der genannten Erhebungen möchten wir, weiterreichende Einblicke in das Ansprechen der EKT Behandlung erhalten. Die biologischen Faktoren umfassen genetische Einflüsse, d.h. Varianten in der Erbsubstanz DNA (Desoxyribonukleinsäure), die anfällig für eine psychische Erkrankung machen können. Dies beinhaltet sowohl einzelne genetische Varianten als auch die genetische Belastung, der sich aus der Summe der Risikovarianten über das gesamte Genom ergibt. Mit epi-genetischen Einflüssen meinen wir, dass durch chemische Veränderungen der Bausteine der DNA die Aktivität unserer Gene beeinflusst werden kann. Dies kann durch Umwelteinflüsse bedingt sein und man spricht hier auch von einer Art „Programmierung“ der Gene. Durch die Erforschung der genannten Aspekte möchten wir Einblicke in den Verlauf und das Ansprechen auf die EKT- Behandlung erhalten und so zur Entwicklung effizienterer Therapie und Prävention beitragen.

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Studiendetails

Studienziel Es sollen in dieser Untersuchung zunächst drei Haupthypothesen getestet werden: 1. Die beiden Extremgruppen („non-Responder“ versus sehr gut ansprechende „Remitter“) unterscheiden sich in den jeweiligen Genexpressionsprofilen, der Epigenetik, dem Proteom, dem Mikrobiom, der Aktimetrie, der Psychometrie, sowie dem Funktionsniveau und der Lebensqualität. 2. Die Proben der drei Zeitpunkte (vor EKT, nach 3 EKT-Sitzungen und nach der EKT-Serie) unterscheiden sich in den jeweiligen Genexpressionsprofilen, der Epigenetik, dem Mikrobiom, dem Proteom, der Aktimetrie, der Psychometrie, sowie dem Funktionsniveau und der Lebensqualität. 3. Aus den Genexpressionsprofilen, der Epigenetik, dem Mikrobiom, dem Proteom, der Aktimetrie, der Psychometrie, sowie dem Funktionsniveau und der Lebensqualität lassen sich neue, reliablere und validere Prädiktoren für ein Therapieansprechen finden. Diese können an nationalen (z.B. Münster oder Göttingen) oder internationalen Datensätzen (z.B. GenECT, Initiator: Prof. Dr. Bernhard Baune, University of Adelaide) getestet werden. Durch die so entdeckten Unterschiede in den jeweiligen Profilen (Extremgruppen und Zeitpunkte) lassen sich zum einen potentielle Biomarker identifizieren (zum Beispiel für eine Remission unter der EKT-Behandlung), zum anderen werden sie -vor allem in Kombination- zur Aufklärung der Ätiologie beitragen, insbesondere bezüglich der Relevanz bereits bekannter Systeme, wie z.B. des Immunsystems, der neuronalen Plastizität, der HPA-Achse und verschiedener Neurotransmitter.
Status Teilnahme bald möglich
Zahl teilnehmender Patienten 100
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Beobachtungsstudie
Finanzierungsquelle Zentralinstitut für seelische Gesundheit

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Einschlusskriterien

  • Bei den Patienten muss eine der folgenden Erkrankungen diagnostiziert worden sein:
  • wahnhafte Depression, bzw. schwere depressive Episode mit psychotischen Symptome (ICD-10: F32.4)
  • therapieresistente Major Depression
  • schizoaffektive Erkrankung mit schwerer depressiver Verstimmung
  • therapieresistente Schizophrenie
  • Des Weiteren müssen folgende Einschlusskriterien erfüllt sein:
  • Einwilligungsfähigkeit bzw. Einwilligung eines Bevollmächtigten oder Betreuers
  • Volljährigkeit

Ausschlusskriterien

  • Ausschlusskriterien für die Untersuchung sind:
  • Vorliegen einer Schwangerschaft

Adressen und Kontakt

Zentralinstitut für seelische Gesundheit, Mannheim

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Häufig gestellte Fragen

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Die Elektrokrampftherapie (EKT) gilt als äußerst effektive und nebenwirkungsarme Therapie bei schweren psychiatrischen Störungen. Entsprechend wichtig ist es, Veränderungen auf möglichst vielen biologischen Ebenen umfassend (u.a. Transkriptom, Mikrobiom) intraindividuell zu registrieren (Liquor, Serum, Rachenabstrich, Stuhl, Haarprobe). Zusammenfassend dienen die Untersuchungen der Identifikation spezifischer Therapieprädiktoren und führen zu einer Verbesserung des Krankheitsverständnis der Depression und der Schizophrenie.

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