Beschreibung der Studie

Schätzungsweise die Hälfte aller erwachsenen Flüchtlinge leidet unter psychischen Problemen, wie Depressionen und Angststörungen. Eine psychische Belastung der Eltern und ein ungünstiger Erziehungsstil gehören zu den größten Risikofaktoren für die Entwicklung psychischer Probleme bei Kindern. Dieses vom BMBF geförderte Forschungsprojekt hat zum Ziel, die psychische Gesundheit in geflüchteten Familien mit jungen Kindern zu verbessern. Hierzu sollen psychisch belastete Eltern über den Hausarzt eine 10-wöchige Intervention erhalten. Die Intervention enthält eine Kurzbehandlung (4 Sitzungen) zum Umgang mit Symptomen von Angst, Stress und Depression sowie ein Onlinetraining zur Förderung eines positiven Erziehungsstils und begleitende Telefonkontakte durch einen Psychologen. Teilnehmen können psychisch belastete geflüchtete Familien, die über arabische Sprachkenntnisse verfügen und junge Kinder (0-6 Jahre) haben. Um die Wirksamkeit der Improve-Intervention zu einer üblichen Behandlung zu vergleichen, werden die Familien gebeten, zu verschiedenen Zeitpunkten vor, während und nach der Intervention, an Interviews zur psychischen Gesundheit teilzunehmen und Fragebögen zu ihrer Gesundheit und der ihres Kindes zu beantworten. Dabei soll untersucht werden, ob die Improve-Intervention der üblichen Behandlung überlegen ist und die psychische Gesundheit der Eltern und langfristig auch die Gesundheit ihrer Kinder verbessert.

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Studiendetails

Studienziel Die primären Endpunkte sind die Erziehungskompetenz sowie die psychische Gesundheit der Eltern und ihres Kindes. - Erziehungskompetenz: EFB-K (Erziehungsfragebogen, Kurzform), Originalversion von Arnold, Leary, Wolff, und Acker (1993), deutsche Kurzversion von Miller (2001). Die hier verwendete selbst übersetze Arabische Version ist an der deutschen Kurzversion orientiert. - Psychische Gesundheit des Elternteils: Klinische Einschätzung der Diagnosen der Eltern auf einer Skala von 0-8 (Clinician Severity Rating, Mini-DIPS, von Margraf, J., Cwik, J. C., Pflug, V., & Schneider, S. (2017)). Übersetzte Arabische Version. - Psychische Gesundheit des Kindes: Klinische Einschätzung der Diagnosen der Kinder auf einer Skala von 0-8 (Clinician Severity Rating, Baby/Kinder-DIPS, Hybridversion des Baby- (Popp et al., 2016) und Kinder-DIPS (Neuschwander et al., 2017)). Übersetzte Arabische Version. Alle primären Endpunkte werden prä (T0) und post (T1) sowie im 6- (T2) und 12-Monate Follow-Up (T3) erfasst. Es werden mixed modells berechnet, um die Veränderungen der primären Endpunkte von prä- (T0) zu post- (T1) und Follow-Up (T2, T3) zwischen den Gruppen zu vergleichen und Kovariaten zu untersuchen.
Status Teilnahme bald möglich
Studienphase 4
Zahl teilnehmender Patienten 375
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Finanzierungsquelle Bundesministerium für Bildung und Forschung Dienstsitz Bonn
Weitere Informationen Studienwebseite

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Einschlusskriterien sind:
  • 1) Geflüchtete Eltern
  • 2) Kind(er) im Alter von 0-6 Jahren
  • 3) arabische Sprachkenntnisse
  • 4) klinisch relevante Werte in den Depression-Angst-Stress-Skalen (DASS-21)

Ausschlusskriterien

  • Zu den Ausschlusskriterien gehören
  • 1) andere primäre psychische Probleme
  • 2) Psychotherapie zum Rekrutierungszeitpunkt oder die Einnahme relevanter Medikamente
  • 3) akute Suizidalität
  • 4) generelle medizinische Kontraindikationen
  • Komorbide psychische Erkrankungen sind kein Ausschlusskriterium, sofern sie nicht primär sind.

Adressen und Kontakt

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Häufig gestellte Fragen

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Bei dem geplanten Forschungsprojekt handelt es sich um ein multizentrisches Verbundprojekt, das verschiedene Teilprojekte beinhaltet. Dem Projekt liegt eine randomisierte, kontrollierte Interventionsstudie bei psychisch belasteten, geflüchteten Familien (P1) zu Grunde. In diesem Zusammenhang wird die Kultursensitivität verwendeter Fragebögen untersucht (P2.1). Zusätzliche soll die Intervention evaluiert werden (Prozessevaluation mit Erfassung der Bedürfnisse und Barrieren der Intervention (P2.2)), und eine Kosten-Effektivitätsanalyse durchgeführt werden (P3). Die Intervention richtet sich an geflüchtete, arabische Eltern, die ein erhöhtes Maß an Depressivität, Angst und/oder Stress erleben, sowie an ihre Kinder (0-6 Jahre). Die Intervention besteht aus drei Aspekten (4 Sitzungen beim Allgemeinmediziner, online Eltern-Erziehungsprogramm Triple-P und regelmäßige Telefonate mit einem Psychologen), und soll mit einer Standardbehandlung verglichen werden. Die Dauer der Intervention beträgt 10 Wochen. Als abhängige Variablen sollen primär die psychische Gesundheit von Eltern und Kindern sowie die Elternkompetenz erfasst werden. Sekundär werden außerdem soziodemographische und psychosoziale Variablen, körperliche Gesundheit, Stress (Haarcortisol), die Inanspruchnahme medizinischer Leistungen und mögliche Nebenwirkungen der Intervention erhoben. Die Messzeitpunkte sind prä (T0), post (T1), sowie ein 6- (T2) und 12-Monate (T3) Follow-Up (Major Assessment). Ausgewählte Variablen werden außerdem nach jeder Sitzung beim Hausarzt (Minor Assessment) und während der Telefonate (Verlaufsmessung) erfasst. Dem geplanten Vorhaben soll eine Pilotstudie vorangehen. Zur Analyse der Kultursensitivität (P2.1) sollen Fragebögen hinsichtlich der Messinvarianz zwischen verschiedenen kulturellen Gruppen und verschiedenen Zeitpunkten analysiert werden. Zusätzlich zu den standardisierten Datenerhebungen an vier Messzeitpunkten (T0-T3) soll eine Auswahl an Fragebögen situativ (per App auf dem Handy) erhoben werden (Ecological Momentary Assessment). Zur Untersuchung der Bedürfnisse und Hindernissen in der Versorgung von Flüchtlingen in der Allgemeinarztpraxis sollen außerdem Erfahrungen der behandelnden Allgemeinmediziner vor, während und nach der Intervention erfragt werden (Entwicklung eines halbstrukturierten Interviews und Fragebogens, Teilprojekt P2.2). Das Teilprojekt P3 hat das Ziel, die Kosten-Effektivität der Intervention auf Ebene der Eltern und Kinder zu analysieren. Die beschriebenen Subprojekte (P2.1, P2.2 und P3) werden zur detaillierteren Darstellung der Methoden und Hypothesen separat registriert. Die Hypothesen der Interventionsstudie (P1) umfassen: Hypothese 1: Die Improve-Intervention hat eine positivere Auswirkung auf die psychische Gesundheit der Eltern sowie deren Erziehungskompetenz (zu post und Follow-Up Messzeitpunkten), im Vergleich zur Standardbehandlung. Hypothese 2: Die Improve-Intervention hat eine längerfristige positive Auswirkung auf die psychische Gesundheit der Kinder (zu den Follow-Up Messzeitpunkten), im Vergleich zu einer Standardbehandlung.

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