Beschreibung der Studie

Die Tiefe Hirnstimulation (THS) stellt eine effektive Behandlung bei psychischen Erkrankungen und Krankheiten des Nervensystems dar, wenn diese auf andere Behandlungen nicht ansprechen. Dazu zählen Bewegungsstörungen wie z. B. Morbus Parkinson, essentieller Tremor, Dystonie, aber auch Epilepsie und chronische Schmerzsyndrome. Für die Behandlung mit THS werden in einem operativen Eingriff ELektroden ins Gehirn eingesetzt (implantiert). Neben Infektionen oder technischen Defekten der Implantate stellen Hirnblutungen bei Implantation der THS-Elektroden das größte Komplikationsrisiko dar. In der Zusammenschau verschiedener wissenschaftlicher Arbeiten finden sich Blutungen in bis zu 5% der Fälle. Eine solche Blutung stellt für die betroffenen Patienten oft einen schweren Einschnitt dar und kann zu vorübergehenden Symptomen (2,1%) oder bleibenden Defiziten bis hin zum Tod (1,1%) führen. Bei der Durchsicht der hier aufgetretenen Blutungsfälle im Rahmen des abteilungsinternen Qualitätsmanagements fiel auf, dass bestimmte Räume in der Nähe von Blutgefäßen des Gehirns (Virchow-Robin-Räume, VRR) bei Patienten mit intraoperativer Blutung in der präoperativen Planungsbildgebung erweitert waren, was in der wissenschaftlichen Literatur bisher noch nicht berichtet wurde. Ziel dieser Studie ist es, alle seit Januar 2013 in der hiesigen Abteilung für Stereotaktische und Funktionelle Neurochirurgie operierten Patienten mit THS-Elektrodenimplantationen systematisch daraufhin zu untersuchen, ob erweiterte VRR einen Risikofaktor für Blutungen darstellen. Hierfür werden rückblickend die Akten von betroffenen Patienten und angefertigte bildgebende Untersuchungen (Kernspintomografie, Computertomografie) ausgewertet. Wenn sich herausstellen sollte, dass erweiterte VRR einen Risikofaktor für Hirnblutungen darstellen, können bei diesen Patienten zukünftig zusätzliche Vorsichtsmaßnahmen bei der Operation getroffen werden.

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Studiendetails

Studienziel Intracerebrale Blutungen mit subcorticalem Ursprung bei THS-Implantation im postoperativen CT.
Status Teilnahme bald möglich
Zahl teilnehmender Patienten 330
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Beobachtungsstudie
Finanzierungsquelle Universitätsklinikum Freiburg Klinik für Neurochirurgie Abteilung Stereotaktische und Funktionelle Neurochirurgie

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Ausgewertet werden alle stereotaktischen Patienten der Abteilung für Stereotaktische und Funktionelle Neurochirurgie, UK Freiburg, mit Erstimplantation von THS-Elektroden oder Revisionen mit Neuanlage zwischen 01. Januar 2013 und 31. Oktober 2019.

Ausschlusskriterien

  • keine

Adressen und Kontakt

Abteilung für Stereotaktische und Funktionelle Neurochirurgie, Freiburg im Breisgau

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Häufig gestellte Fragen

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Die Tiefe Hirnstimulation (THS) stellt eine effektive Behandlung bei anderweitig therapierefraktären neurologisch-psychiatrischen Krankheiten dar, wie z. B. bei Morbus Parkinson, essentiellem Tremor, Dystonie, weiterhin bei Epilepsie und chronischen Schmerzsyndromen. In Studien wird auch die Wirksamkeit bei psychiatrischen Krankheitsbildern untersucht, u.a. bei therapieresistenten Depressionen und Zwangserkrankungen. Intrakranielle Blutungen bei der Implantation der tiefen Hirnelektroden stellen das schwerwiegendste Komplikationsrisiko dar. In der Zusammenschau verschiedener wissenschaftlicher Arbeiten finden sich Blutungen in bis zu 5 % der Fälle. Eine solche Blutung stellt für die betroffenen Patienten oft einen schweren Einschnitt dar und kann zu passageren Symptomen (2.1%) oder permanenten Defiziten bis hin zum Tod (1.1%) führen. Bei der Durchsicht der hier aufgetretenen Blutungsfälle im Rahmen des abteilungsinternen Qualitätsmanagements fiel auf, dass die gefäßumgebenden Virchow-Robin-Räume (VRR) des Gehirns in der präoperativen Planungsbildgebung bei Patienten mit Blutung subcorticalen Ursprungs erweitert waren, was in der wissenschaftlichen Literatur bisher noch nicht berichtet wurde. Eine erhöhte Vulnerabilität der Gefäße erscheint plausibel, da erweiterte VRR bereits mit Mikroangiopathie assoziiert worden sind. Zusätzlich zeigte sich eine ebenfalls bisher nicht berichtete Assoziation mit einem Implantattyp und Blutungen subcorticalen Ursprunges, für die es keine plausible Erklärung gibt. Ziel dieser retrospektiven Querschnittstudie ist es, alle seit 01/2013 in der hiesigen Abteilung für Stereotaktische und Funktionelle Neurochirurgie operierten Patienten mit THS-Elektrodenimplantationen systematisch daraufhin zu untersuchen, ob erweiterte VRR einen Risikofaktor für Intracerebrale Blutungen mit subcorticalem Ursprung bei THS-Implantation darstellen. Hierfür wird das Volumen der VRR in der präoperativen MR-Bildgebung beurteilt und computergestützt berechnet. Die postoperative CT-Bildgebung wird zur Identifizierung von Blutungen verwendet. Weiterhin wird das Vorliegen folgender bereits bekannter Blutungsrisiken bestimmt: Alter bei OP, Geschlecht, bekannter Bluthochdruck, die THS-Implantation begründende Diagnose, intraoperative Verwendung/Anzahl von Mikroelektroden. Ziel ist es, das Blutungsrisiko bei Patienten zukünftig besser abschätzen zu können und über die Nutzung von Mikroelektroden abzuwägen, was den einzigen beeinflussbaren, aber auch gewichtigsten Risikofaktor darstellt.

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