Beschreibung der Studie

Delire nach einem operativen Eingriff (postoperative Delirien) stellen eine schwerwiegende Komplikation dar, die besonders ältere Patienten betrifft. Zu den prädisponierenden Faktoren zählen u.a. kognitive Einschränkungen, Multimorbidität (viele gleichzeitige Erkrankungen), sensorische Defizite, Mangelernährung, Polypharmazie (viele Medikamente) sowie eingeschränkter Funktioneller Status und Gebrechlichkeit. Postoperative Delirien verkomplizieren die Behandlung älterer Menschen in Akutkrankenhäusern. Sie führen oftmals zu einer Verlängerung des stationären Aufenthaltes, zu einer weiteren Verschlechterung der kognitiven Leistungsfähigkeit, zu erhöhten Kosten sowie einem erhöhten Pflegeaufwand, zu einer erhöhten Sterblichkeit als auch zu vermehrten Heimeinweisungen. Deshalb sollten postoperative Delirien möglichst vermieden werden, bzw. wenn sie nicht verhindert werden können, sollten sie zumindest unmittelbar angegangen werden. Bisher ist unbekannt, ob sich in einer Hochrisikogruppe eine Frühbehandlung – also ein Eingreifen nach Auftreten erster Symptome – von einer Präventivbehandlung – ein Eingreifen unmittelbar postoperativ, auch ohne erste Delirzeichen, unterscheidet. In vorliegender Studie sollen die beiden Interventionszeitpunkte in einer Delir-Hochrisikogruppe in ihren Auswirkungen (Delirentstehung und –schwere) miteinander verglichen werden. Als Intervention wird ein Patientenbegleitdienst eingesetzt, dessen Interventionen sich an nicht-medikamentöse Maßnahmen nach HELP orientieren. Alle Teilnehmer werden einmal präoperativ und dann täglich einmal postoperativ bis zum 5. postoperativen Tag auf ein Delir hin untersucht.

Studie via E-Mail versenden

Studiendetails

Studienziel Delirprävalenz - Bestimmung des Einflusses einer „Frühbehandlung“ gegenüber eine „Präventivbehandlung“ auf die Delirprävalenz
Status Teilnahme bald möglich
Zahl teilnehmender Patienten 500
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Finanzierungsquelle AOK Rheinland/Hamburg

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Alter ≥ 65 Jahre
  • Operation (als Notfall oder elektiv)
  • Patient der drei Abteilungen: Ortho/Unfall, Chirurgie, Urologie
  • Polypharmazie (≥ 5 Medikamente)
  • Multimorbidität (≥ 3 Erkrankungen)
  • Kognitive Einschränkung (MMSE ≤ 26)

Ausschlusskriterien

  • Delir bereits präoperativ
  • finale Erkrankung (fortgeschrittene Tumorerkrankung)

Adressen und Kontakt

Malteser Krankenhaus Bonn Rhein/Sieg, Bonn

Vielen Dank! Wir haben Ihnen die angeforderten Kontaktdaten aus Bonn via E-Mail geschickt.

Bitte überprüfen Sie auch Ihren SPAM Ordner.

Wenn Sie weitere Fragen haben sollten, helfen wir Ihnen gerne. Unsere E-Mail-Adresse lautet kontakt@viomedo.de. Schreiben Sie uns Ihre Anregungen, Fragen und Tipps – auch Kritik und Probleme können Sie gerne äußern.

Erhalten Sie die Kontaktdaten

Wir senden Ihnen die Kontaktdaten der Klinik und Informationen über mögliche nächste Schritte auf Ihre E-Mail-Adresse

Etwas ist schief gelaufen. Bitte versuchen Sie es noch einmal.

Durch das Absenden erkläre ich mich ausdrücklich damit einverstanden, dass Viomedo meine Daten, einschließlich Gesundheitsdaten, verarbeitet, um mir die Kontaktdaten der Studie zuzusenden und um mir Informationen (z.B. über klinische Studien) per E-Mail zuzusenden. Mein Einverständnis kann ich jederzeit widerrufen. Die Datenschutzerklärung, insbesondere die Hinweise zum Anfordern von Kontaktdaten und zum Studienberater, habe ich zur Kenntnis genommen.

Häufig gestellte Fragen

In unserem übersichtlichen Ratgeber finden Sie alle Antworten zu Fragen über klinische Studien.

Ratgeber öffnen

Das postoperative Delirium stellt eine unerwünschte postoperative Komplikation dar, die besonders ältere Patienten betrifft. Zu den prädisponierenden Faktoren zählen u.a. kognitive Einschränkungen, Multimorbidität, sensorische Defizite, Mangelernährung, Polypharmazie sowie eingeschränkter Funktioneller Status und Frailty. Postoperative Delirien verkomplizieren die Behandlung älterer Menschen in Akutkrankenhäusern. Sie führen oftmals zu einer Verlängerung des stationären Aufenthaltes, zu einer weiteren Verschlechterung der kognitiven Leistungsfähigkeit, zu erhöhten Kosten sowie einem erhöhten Pflegeaufwand, zu einer erhöhten Mortalitätsrate als auch zu vermehrten Heimeinweisungen. Deshalb sollten postoperative Delirien möglichst vermieden werden, bzw. wenn sie nicht verhindert werden können, sollten sie zumindest unmittelbar angegangen werden. Bisher ist unbekannt, ob sich in einer Hochrisikogruppe eine Frühbehandlung – also ein Eingreifen nach Auftreten erster Symptome – von einer Präventivbehandlung – ein Eingreifen unmittelbar postoperativ, auch ohne erste Delirzeichen, unterscheidet. In vorliegender Studie sollen die beiden Interventionszeitpunkte in einer Delir-Hochrisikogruppe in ihren Auswirkungen (Delirentstehung und –schwere) miteinander verglichen werden. Als Intervention wird ein Patientenbegleitdienst eingesetzt, dessen Interventionen sich an nicht-medikamentöse Maßnahmen nach HELP orientieren. Alle Teilnehmer werden einmal präoperativ und dann täglich einmal postoperativ bis zum 5. postoperativen Tag auf ein Delir hin untersucht.

Quelle

Sponsoren: Registrieren Sie sich auf Viomedo, um Ihre Studien zu veröffentlichen.

Annotation headline

Annotation Synonyms

Annotation text

Weiterlesen Quelle: