Beschreibung der Studie

Ein wichtiger Therapiebaustein innerhalb der Behandlung der Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS) ist die Psychoedukation, welche dem Patienten ein Basisverständnis über die Entstehungs- und Aufrechterhaltungsfaktoren der ADHS, über die Behandlungsmöglichkeiten sowie über verschiedene Bewältigungsstrategien für den Umgang vermittelt. Psychoedukative Gruppenangebote werden von den ADHS Patienten gut angenommen, die dort vermittelten Lerninhalte und ausgehändigten Arbeitsmaterialien werden jedoch häufig zu Hause ungenügend nachbereitet, sodass der Transfer in den Alltag ebenfalls nur unzureichend stattfindet. Mit einer anderen Art der Aufbereitung der Psychoedukation und einer höheren Einbindung in den Alltag des Patienten könnte die Lücke zwischen Gruppentherapie und Alltagstransfer möglicherweise geschlossen werden. Eine digitale Aufbereitung der Inhalte in Form einer Smartphone-App erscheint aus mehrfacher Hinsicht praktikabel. Die App fungiert als Unterstützung in der Organisation der Psychoedukationsinhalte, ermöglicht ein zeitlich sowie örtlich flexibleres Zugreifen auf die Inhalte und ist durch ein direktes, zeitnahes Feedback gegebenfalls dazu in der Lage die Motivation der Patienten zu steigern. Im Rahmen der Studie werden 40 Patienten mit ADHS zufällig in zwei Psychoedukationsgruppen (Broschüren-assistiert und App-assistiert) aufgeteilt. Die Psychoedukation wird in acht wöchentlich stattfindenden, einstündigen Gruppensitzungen durchgeführt, die für beide Gruppen identisch sind. Die Nachbereitung der Psychoedukationsinhalte, die außerhalb der Gruppe stattfindet, unterscheidet sich je nach Gruppenzugehörigkeit. Ziel der Studie ist es zu untersuchen, ob und inwieweit sich die Therapietreue der Patienten und der Therapieerfolg durch eine App-assistierte Gruppenpsychoedukation gegenüber einer Broschüren-assistierten Gruppenpsychoedukation steigern lässt. Anhand von klinischen Interviews, verschiedenen Fragebögen, einer spezifisch auf die verwendeten Psychoedukationsinhalte zugeschnittenen wöchentlichen Wissensüberprüfung sowie der im Rahmen der Nachbereitung ausgefüllten Aufgaben wird der Therapieerfolg gemessen.

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Studiendetails

Studienziel Therapieerfolg, gemessen über die durchschnittliche Veränderung der ADHS Symptome im klinischen Interview "IDA-R" von pre- zu postinterventionell
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 40
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Kontrolle Wirksame Behandlung
Finanzierungsquelle Bundesministerium für Bildung und Forschung Dienstsitz Berlin

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Diagnosekriterien für eine ADHS nach DSM-IV, Alter zwischen 18 und 65 Jahren

Ausschlusskriterien

  • Schizophrenie, manische oder bipolare Störungen und/oder schwere affektive Störungen, Antisoziale Persönlichkeitsstörung, gegenwärtige Alkohol- oder Substanzabhängigkeit, schwere organische Erkrankungen, Epilepsie

Adressen und Kontakt

Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Bonn

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Ein wichtiger Therapiebaustein innerhalb der Behandlung der Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS) ist die Psychoedukation, welche dem Patienten ein Basisverständnis über die Entstehungs- und Aufrechterhaltungsfaktoren der ADHS, über die Behandlungsmöglichkeiten sowie über verschiedene mögliche Coping-Strategien vermittelt. Psychoedukative Gruppenangebote werden von den ADHS Patienten gut angenommen, die dort vermittelten Lerninhalte und ausgehändigten Arbeitsmaterialien werden jedoch häufig zu Hause ungenügend nachbereitet, sodass der Transfer in den Alltag ebenfalls nur unzureichend stattfindet. Mit einer alternativen Aufbereitung der Psychoedukation und einer höheren Einbindung in den Alltag des Patienten könnte die Lücke zwischen Therapie und Alltagstransfer möglicherweise geschlossen werden. Eine digitale Aufbereitung der Inhalte in Form einer Smartphone-App erscheint aus mehrfacher Hinsicht praktikabel. Die App fungiert als Unterstützung in der Organisation der Psychoedukationsinhalte, ermöglicht ein zeitlich sowie örtlich flexibleres Zugreifen auf die Inhalte und ist durch ein direktes, zeitnahes Feedback gegebenfalls dazu in er Lage auf motivationelle Aspekte einzuwirken. Auf Basis einer ausführlichen diagnostischen Eingangsuntersuchung (Einschlusskriterien: Diagnosekriterien für eine ADHS nach DSM-IV, Alter zwischen 18 und 65 Jahren; Ausschlusskriterien: Schizophrenie, manische oder bipolare Störungen und/oder schwere affektive Störungen, Antisoziale Persönlichkeitsstörung, gegenwärtige Alkohol- oder Substanzabhängigkeit, schwere organische Erkrankungen, Epilepsie) werden 40 Patienten in die Studie aufgenommen. Diese werden zufällig auf zwei verschiedene Interventionsgruppen (broschüren-assistierte und app-assistierte Psychoedukation) verteilt. Die Psychoedukation wird in acht wöchentlich stattfindenden, einstündigen Gruppensitzungen durchgeführt, die für beide Gruppen identisch sind. Die Nachbereitung der Psychoedukationsinhalte unterscheidet sich je nach Gruppenzugehörigkeit. Ziel der Studie ist es zu untersuchen, ob und inwieweit sich die Patienten-Compliance und der Therapieerfolg durch eine App-assistierte Gruppenpsychoedukation gegenüber einer Broschüren-assistierten Gruppenpsychoedukation steigern lässt. Auf Basis validierter klinischer Interviews (IDA-R, SKID-I, SKID-II), verschiedener Fragebögen (WURS-k, WFIRS, AAQoL-29, SCL-90-S BDI-2), einer spezifisch auf die verwendeten Psychoedukationsinhalte zugeschnittenen wöchentlichen Wissensüberprüfung sowie der im Rahmen der Nachbereitung ausgefüllten Aufgaben werden die Ein- und Ausschlusskriterien sowie der Therapieerfolg von klinisch erfahrenen Ratern bewertet.

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