Beschreibung der Studie

Die Fähigkeit des Körpers die Funktion des Herz-Kreislauf-Systems an den aufrechten Gang anzupassen wird als Orthostase bezeichnet. Im Falle einer Fehlfunktion der Orthostase treten Symptome wie Schwindel, Ohrensausen, Herzrasen, Übelkeit und Schwäche auf, die manchmal zum Hinsetzen oder –legen zwingen. Reagiert man auf diese Symptome zu spät, kommt es zu einem Abfall des Blutdrucks und der Herzfrequenz, wodurch das Gehirn nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt wird, was letztendlich zu einer kurz andauernden Bewusstlosigkeit führt (Synkope). Die zeitliche Dauer bis zum Auftreten der Symptome bezeichnet man als Orthostasetoleranz. Diese Synkopen können die Lebensqualität erheblich einschränken und zu Sturzverletzungen führen. Auch in der Raumfahrtmedizin stellen Synkopen nach der Rückkehr von längeren Aufenthalten in der Schwerelosigkeit ein erhebliches Sicherheitsproblem dar. Daher wäre es wünschenswert den Astronauten in Schwerelosigkeit, z.B. durch eine spezielle Ernährung, auf seine Rückkehr zur Erde vorzubereiten. In vorherigen Studien konnte bereits gezeigt werden, dass eine negative Energiebilanz (also weniger Energiezufuhr als der Körper benötigt) das Auftreten einer Synkope begünstigt. Der Hypothalamus, ein Teil des Gehirns, spielt eine wichtige Rolle bei der Regulierung des Stoffwechsels und Nahrungsaufnahme. Im Hypothalamus sind Neuronen angesiedelt, die mit metabolischen Hormonen interagieren. Im Allgemeinen kontrolliert der Hypothalamus den Appetit. Läsionen oder Schäden im Hypothalamus führen, je nach Ort der Schädigung zu Appetitlosigkeit und Gewichtsverlust oder zu einer abnormen Nahrungsaufnahme und Fettleibigkeit. Unter der Verwendung von funktionaler Magnetresonanz-Tomographie sollen die grundlegenden Funktionen des Hypothalamus untersucht werden, die durch eine kontrollierte Zuckeraufnahme aktiviert werden. Dies ermöglicht grundlegende Erkenntnisse bei gesunden Menschen. Daher soll in dieser Studie untersucht werden wie sich eine viertägige hyperkalorische Ernährung, also eine Ernährung mit erhöhter Energiezufuhr, auf die Orthostasetoleranz auswirkt.

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Studiendetails

Studienziel Änderungen in der Orthostasetoleranz, gemessen in Zeit bis Präsynkope (in Min)
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 20
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Finanzierungsquelle DLR - Institut für Luft- und RaumfahrtInstitut für Luft- und Raumfahrtmedizin

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • 18 - 40 Jahre alt
  • BMI 19 - 25 kg/m²
  • Gesunde Personen
  • unterschriebene Einwilligungserklärung
  • Nicht-Raucher
  • Keine Änderungen des Körpergewichts >± 3 kg in den letzten 3 Monaten

Ausschlusskriterien

  • Klinisch relevante EKG Veränderungen
  • bekannte relevante und unbehandelte Herzrhythmusstörungen
  • Klinisch relevante Abweichungen von Laborparametern, insbesondere der Leberwerte der Nierenwerte, der Schilddrüsenwerte (TSH), der Gerinnungswerte, des Zuckerwertes, der Entzündungswerte oder der Fettwerte
  • Klaustrophobie
  • klinisch relevante Hinweise in der Anamnese auf aktuelle Erkrankungen innerer Organe, des zentralen Nervensystems (Epilepsie) oder anderer Organe (Diabetes Mellitus) oder gestörte Glukosetoleranz
  • wiederholt auftretende Synkope (Ohnmacht)

Adressen und Kontakt

Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt, Köln

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Häufig gestellte Fragen

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Vasovagale Synkopen treten bei etwa 4% der Bevölkerung auf und zählen zu den häufigsten Vorstellungsgründen in der Notaufnahme. Das Auftreten einer vasovagalen Synkope ist eine Problematik, die alle Altersgruppen betreffen kann. Die Pathophysiologie für das Auftreten einer Synkope ist, obwohl schon ein erheblicher Fortschritt gemacht wurde, immer noch nicht vollständig geklärt. Der Haupteinflussfaktor ist, unabhängig von Alter, Geschlecht oder Co-Morbidität, vasovagalen Ursprungs. Eine vasovagale Antwort kann auch in gesunden Menschen, die einem entsprechenden Orthostasestress ausgesetzt sind, induziert werden. Vasovagale Synkopen können die Lebensqualität erheblich einschränken und zu Sturzverletzungen führen. In der Raumfahrtmedizin sind vasovagale Synkopen nach längeren Aufenthalten in der Schwerelosigkeit ein erhebliches Sicherheitsproblem. Dabei scheint ein reduziertes Blutvolumen, eine veränderte kardiovaskuläre-neurohumorale Regulation, verminderte Baroreflex-Antwort, gesteigerte Blutvolumenverlagerung in die Peripherie (z.B. Beine, Abdomen) und die venöse Compliance, die durch Schwerelosigkeit verursacht werden, eine Rolle zu spielen. Zurzeit existieren keine pharmakologischen Therapieverfahren mit nachgewiesener Wirksamkeit. Vasovagale Synkopen treten oft nach längeren asymptomatischen Perioden in Clustern auf. Deshalb bietet sich eine zeitlich begrenzte Intervention an, die kurzzeitig angewendet ein solches Cluster unterbricht oder ggfs. vor besonderen Belastungen wie Rückkehr aus der Schwerelosigkeit präventiv eingesetzt werden kann.

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