Beschreibung der Studie

In den sozialen Medien verbreiten sich immer mehr Erfahrungsberichte über dauerhafte Piercings, die an klassischen Akupunkturpunkten im Bereich des Ohrknorpels gesetzt werden. Als potentiell wirksame alternative Behandlungsmethode bei Migräne wird das sogenannte Daith-Piercing diskutiert. Dieses wird beidseits durch die Knorpelfalte über dem Gehörgang gestochen. In dieser Studie soll nun untersucht werden, ob Daith-Piercings die Häufigkeit, Dauer und Stärke von Migräneattacken verringern und die Lebensqualität und Stimmung verbessern können.

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Studiendetails

Studienziel Mittels Kopfschmerztagebuch werden folgende Daten erfasst und prä und post Piercing-Intervention verglichen: Häufigkeit, Dauer und Intensität der Migräneattacken
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 60
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Beobachtungsstudie
Finanzierungsquelle Zentralinstitut für Seelische Gesundheit, Institut für Neuropsychologie und Klinische Psychologie

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Probanden, die sich im Vorfeld bereits entschieden haben, sich bilateral ein Ohrpiercing durch die Crus der Helix stechen zu lassen
  • Diagnose Migräne
  • Keine oder stabile Migräneprophylaxe
  • Ausreichende Fähigkeit zur mündlichen und schriftlichen Beantwortung von Fragen
  • Ausreichende Fähigkeit zum Führen eines Kopfschmerztagebuches
  • Fähigkeit zur Einwilligung nach ausführlicher mündlicher und schriftlicher Aufklärung
  • Einwilligung muss schriftlich vorliegen

Ausschlusskriterien

  • Widerruf der Einwilligungserklärung
  • Stechen von weiteren Ohrpiercings während des Studienzeitraums
  • Andere primäre oder sekundäre Kopfschmerzerkrankung
  • Schwere psychiatrische, neurologische und internistische Komorbiditäten
  • Pathologische Veränderungen des äußeren Ohrs
  • Bei Frauen: Schwangerschaft
  • Aktueller Drogenmissbrauch
  • Pharmakotherapie mit psychoaktiven Substanzen innerhalb der letzten 14 Tage

Adressen und Kontakt

Internet, Zeitung, Piercer, Deutschland

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Häufig gestellte Fragen

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Daith-Piercings sind Ohrpiercings, die bilateral durch die Crus der Helix gestochen werden. In den sozialen Medien werden sie als alternative Behandlungsmethode von Migräneleidenden vielfach weiterempfohlen. Bislang wurden jedoch abgesehen von einer Einzelfallstudie noch keine klinischen Studien zur Wirksamkeit von Daith-Piercings bei Migräne publiziert. Die Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft rät daher von Piercings zur Migränebehandlung aufgrund der fehlenden wissenschaftlichen Evidenz und auch aufgrund möglicher gesundheitlicher Risiken wie verzögerter Wundheilung oder Infektionen im Bereich des Ohrknorpels ab. Ziel dieser Studie ist die Beurteilung, ob Daith-Piercings als nicht-medikamentöse Migräneprophylaxe geeignet sind. Dafür wird untersucht, ob durch Daith-Piercings eine Reduktion der Häufigkeit, Dauer und Intensität der Migräneattacken und somit auch eine Verringerung der schmerzbedingten Beeinträchtigungen und eine Verbesserung der Lebensqualität, der Stimmung und des allgemeinen Wohlbefindens erreicht werden kann. Die Teilnehmenden werden während der Wartezeit auf ihren Piercingtermin mit der App „Migraine Buddy“ ein Kopfschmerztagebuch führen und alle zwei Monate Online-Fragebögen ausfüllen. Nach Erhalt der Piercings wird das Tagebuch weitere vier Monate fortgeführt und die Fragebögen nochmals nach zwei und vier Monaten bearbeitet. Bei der Auswertung werden die mittels Kopfschmerztagebuch und Fragebögen erhobenen Daten der Wartezeit mit denen nach Erhalt der Ohrpiercings verglichen.

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