Beschreibung der Studie

Bei Herztransplantierten ist Non-Adhärenz (exakte und regelmäßige Einnahme) bezüglich immunsuppressiver Medikation als auch empfohlener Lebensstile ein häufig auftretendes Phänomen und mit einem erhöhten Risiko von Abstoßungen, Transplantatverlust sowie Morbidität und Mortalität assoziiert. Exakte Messungen von Non-Adhärenz und ein umfassendes Verständnis dessen Ursachen sind von enormer Wichtigkeit um Risikopatienten zu erkennen und entsprechend intervenieren zu können. Zu Studienbeginn werden Fragebögen ausgefüllt, um potentielle Risikofaktoren für mögliche zukünftige Non-Adhärenz sowie gesundheitsbezogenen Lebensstile wie physische Aktivität, Sonnenschutz, Ernährung, Rauchen, Alkohol und Einhalten von Terminen zu erfassen. Weiterhin werden vier verschiedenen Messmethoden zur Erfassung von Non-Adhärenz eingesetzt: Selbstbeurteilungen, Fremdbeurteilungen, die Konzentration des Immunsuppressivums im Blut sowie elektronisches Monitoring. Elektronisches Monitoring wird über einen Zeitraum von drei Monaten stattfinden wobei eine elektronische Pillenbox eingesetzt wird welche die Entnahme des jeweiligen Immunsuppressivums automatisch aufzeichnet. Währenddessen erhalten die teilnehmenden Patienten zweiwöchentliche Anrufe zur Erfassung der selbstberichteten Adhärenz. Sowohl die exakte Messung von Non-Adhärenz als auch die Erfassung potentieller Risikofaktoren hierfür stellen eine Voraussetzung für die Entwicklung adäquater Interventionen für Risikopatienten dar.

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Studiendetails

Studienziel Das Hauptziel dieser Studie ist die elektronisch gemessene Non-Adhärenz bei Herztransplantat-Empfängern über einen Zeitraum von drei Monaten zu erfassen. Insgesamt werden drei Fragestellungen bearbeitet: 1. Messmethoden: Hängen verschiedene Messmethoden (Selbstbeurteilung, Fremdbeurteilung, Blutspiegelwerte) zu Beginn der Studie zusammen? Stimmt die elektronisch gemessene Non-Adhärenz mit der selbstberichteten Non-Adhärenz überein? 2. Psychosoziale Risikofaktoren: Können bestimmte psychosoziale Risikofaktoren (Depression, soziale Unterstützung, Lebensqualität, Selbstwirksamkeit, Bindung, Erfahrungen, Einstellungen und Wahrnehmungen von Medikation, emotionale Verarbeitung der Transplantation sowie die Zufriedenheit über die eigene Informiertheit) die elektronisch gemessene Adhärenz vorhersagen? 3. Non-pharmakologische Adhärenz und Lebensstile: Inwieweit befolgen Herztransplantierte die nötigen Gesundheitsempfehlungen (Rauchen, Alkohol, physische Aktivität, Sonnenschutz, Einhalten von Terminen, Ernährung)? Stimmt die immunsuppressive Non-Adhärenz mit der Einhaltung der Gesundheitsempfehlungen überein? Was sind Risikofaktoren für die Einhaltung dieser Gesundheitsempfehlungen?
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 50
Stationärer Aufenthalt Keiner
Finanzierungsquelle Universitätsklinikum Erlangen
Weitere Informationen Studienwebseite

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • mind. 6 Monate nach Transplantation
  • Tacrolimus, Cyclosporine oder Everolimus als Immunsuppression

Ausschlusskriterien

  • neurokognitive Beeinträchtigung
  • ungenügende Deutschkenntnisse
  • gravierende psychische Störungen

Adressen und Kontakt

Universitätsklinikum Erlangen, Erlangen

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Hintergrund: Bei Herztransplantierten ist Non-Adhärenz (NA) bezüglich immunsuppressiver Medikation als auch empfohlener Lebensstile ein häufig auftretendes Phänomen und mit einem erhöhten Risiko von Abstoßungen, Transplantatverlust sowie Morbidität und Mortalität assoziiert. Exakte Messungen von NA und ein umfassendes Verständnis der Ätiologie sind von enormer Wichtigkeit um Risikopatienten zu erkennen und entsprechend intervenieren zu können. Design und Methoden: In dieser Studien werden sowohl Depressivität, gesundheitsbezogene Lebensqualität, Selbstwirksamkeit, Soziale Unterstützung, Bindungsstile, Erfahrungen mit und Einstellungen zur immunsuppressiven Medikation, emotionale Verarbeitung der Transplantation und Zufriedenheit mit der erhaltenen Informationen über die Medikation erfasst. Es werden zudem diverse gesundheitsbezogene Lebensstile wie Alkoholkonsum, Sonnenschutz, Rauchen, Ernährung, physische Aktivität und Anwesenheit bei Kontrolluntersuchungen. Zur Erfassung der Adhärenz werden zu Beginn der Studie Selbstbeurteilungen, Fremdbeurteilungen und Blutspiegelmessungen angewandt. Zudem wird prospektiv über einen Zeitraum von drei Monaten elektronisches Monitoring zur Adhärenzerfassung eingesetzt. Währenddessen findet eine zweiwöchentliche Erfassung der selbstberichteten Adhärenz statt, mit insgesamt 7 daraus resultierenden Messzeitpunkten. Diskussion: Diese Studie wird Daten über Prävalenzen und potentiellen Risikofaktoren immunsuppressiver und non-pharmakologischer (Lebensstile) NA bei Herztransplantierten liefern. Zudem wird die Genauigkeit und Übereinstimmung eingesetzter Messmethoden als Ziel anvisiert. Sowohl die exakte Messung als auch die Bestimmung potentieller Risikofaktoren für NA sind Voraussetzungen für die Entwicklung adäquater Interventionen für Risikopatienten.

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