Beschreibung der Studie

Der Zweck dieser Beobachtungsstudie ist es, mögliche genetische Ursachen für bestimmte Kiefer- und Zahnfehlstellungen (Malokklusionen/Dysgnathien) sowie die Schädelproportionen, die Zahnentwicklung, die Zahngröße sowie genetische Einflussfaktoren auf die Geschwindigkeit der kieferorthopädischen Zahnbewegung und mögliche Nebenwirkungen wie Zahnwurzelresorptionen aufzudecken. Konkret bedeutet dies, dass wir herausfinden möchten, ob bestimmte Erbmerkmale einen Einfluss auf Knochen, Zähne und die kieferorthopädische Behandlung haben.

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Studiendetails

Studienziel Kraniofaziale Morphologie: Sagittal-vertikale Kieferlagebeziehung und weitere skelettale morphologische Aspekte (Fernröntgenseitenbild) WAS wird untersucht: verschiedene skelettale und dentofaziale Parameter im Fernröntgenseitenbild WANN: retrospektiv zu Beginn, während und nach kieferorthopädischer Therapie WIE: etablierte Analyse "Regensburger Analyse 2019" der im Rahmen der kieferorthopädischen Behandlung (Beginn, während nach) aus medizinisch-diagnostischen Gründen verfügbaren Fernröntgenseitenbilder
Status Teilnahme bald möglich
Zahl teilnehmender Patienten 400
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Beobachtungsstudie
Finanzierungsquelle Alexander-von-Humboldt-Stiftung

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Teilnehmer >12 Jahre alt
  • Vorliegen der für die einzelnen Untersuchungen (Outcomes) relevanten diagnostischen Unterlagen (PSA, FRS, Modelle mind. Anfang/Ende KFO-Therapie) im Rahmen einer medizinisch indizierten Diagnostik und Therapie mit Ausnahme der im Rahmen der Studie zu gewinnenden Speichelprobe
  • keine frühere KFO-Therapie
  • festsitzende kieferorthopädische Therapie
  • vollständiges bleibendes Gebiss 1-7 zu Therapiebeginn, keine Zähne mit mesio-distalen und bukkal-lingualen Restaurationen, keine verlagerten Zähne und nicht vollständig durchgebrochene Zähne zu Therapiebeginn
  • keine Syndrome/dentofaziale Anomalien (z.B. LKG-Spalten)
  • kein Trauma und keine frühere Operation im kraniofazialen Bereich
  • Patienten aus Mitteleuropa (genetische Herkunft), max. 1 Großelternteil nicht Mitteleuropa

Ausschlusskriterien

Adressen und Kontakt

Universitätsklinikum, Regensburg

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Praxis, Regensburg

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Praxis, Ibbenbüren

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Häufig gestellte Fragen

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Ratgeber öffnen

Für den Zahnarzt sowie Kieferorthopäden ist das Verständnis der molekular-genetischen Aspekte, die am Wachstum und der Entwicklung der wichtigsten kraniofazialen Komponenten wie Schädelbasis, Oberkiefer, Unterkiefer und Zähne beteiligt sind, sowie deren Wechselbeziehungen in verschiedenen Wachstumsstadien von entscheidender Bedeutung. Auch das Wissen über die molekular-genetischen Faktoren, die an der Zahnbewegung beteiligt sind, und deren Ergebnis sind für die kieferorthopädische Behandlung äußerst wichtig, um therapeutischen Prognosen bezüglich des Behandlungserfolges bzw. der Dauer der Behandlung geben zu können bzw. differentialtherapeutische Entscheidungen treffen zu können. Langfristig können Erkenntnisse über genetisch-ätiologische Faktoren bei der kraniofazialen Entwicklung, der Zahnentwicklung sowie bei Malokklusionen und Dysgnathien und der kieferorthopädischen Zahnbewegung zur Korrektur dieser Anomalien eventuell im Sinne eines genetischen Screenings vor Beginn einer zahnärztlich-kieferorthopädischen Therapie genutzt werden, um die Therapie optimal auf den individuellen Patienten und seine genetische Prädisposition abzustimmen („individualized dentistry/orthodontics“), um den Therapieerfolg zu maximieren. Das Wachstum und die Entwicklung des kraniofazialen Komplexes (einschließlich Oberkiefer, Unterkiefer und Zähnen) umfasst zeitlich genau abgestimmte Migrationen und Wechselwirkungen verschiedener Zellpopulationen, koordinierte Muster der Differenzierung und des Wachstums von Geweben und biomechanische Wechselwirkungen (Kouskoura et al., 2011, Nieminen et al., 2011). Die Zahnentwicklung ist wie die Entwicklung des Unterkiefers und des Oberkiefers ein äußerst komplexer Prozess, bei dem das Zusammenspiel zwischen dem oralen Ektoderm und den Ektomesenchymzellen, die aus der Neuralleiste stammen, eine Rolle spielt (Weston et al., 2004). Die Zahnstrukturen werden über eine sequentielle und reziproke Reihe von induktiven Signalen gebildet, die zwischen dem Epithel und dem von der Neuralleiste abgeleiteten Mesenchym übertragen werden (Bei, 2009). Tatsächlich weisen molekular-genetische Aspekte der kraniofazialen Entwicklung darauf hin, dass die Zahnbögen und Zähne einer strengen genetischen Kontrolle unterliegen (Arte et al., 2001). Die Morphologie von Oberkiefer, Unterkiefer und Zähnen ist ein polygenes, quantitatives Merkmal, das durch genetische Faktoren und Umweltfaktoren bestimmt wird. Im vergangenen Jahrhundert wurden Studien zur kraniofazialen Morphologie von Familien (Potter et al., 1968; Saunders et al., 1980) und Zwillingen (Lundstrom, 1954, Horowitz et al., 1960, Hunter, 1965, Hunter et al., 1970, Watnick, 1972) durchgeführt, die das Konzept unterstützen, dass genetische Faktoren eine wichtige Rolle für die Größenentwicklung des Unterkiefers, des Oberkiefers und der Zähne spielen. Kürzlich konnte gezeigt werden, dass einige genetische Polymorphismen in Genen, die Wachstumsfaktoren kodieren oder an der Muskel- oder Knochenentwicklung beteiligt sind, wie GHR, MYOSH (Tassopoulou-Fishell et al., 2012), RANK (Küchler et al., 2018) und ACTN3 (Cunha et al., 2018) mit einigen kraniofazialen Mustern assoziiert waren, einschließlich der Prognathie und der Retrognathie. Auch WNT10A (Kimura et al., 2010) und PAX9 (Lee et al., 2012) waren mit Variationen der Zahnkronengröße bleibender Zähne assoziiert. Während der kieferorthopädischen Behandlung ist eine Zahnbewegung zur Korrektur von Zahnfehlstellungen erforderlich, bei der eine mechanische Kraft in Bewegungsrichtung mit abnehmbaren oder festsitzenden kieferorthopädischen Geräten auf den Zahn übertragen wird (Graber, 2005). Diese Kraft führt zur Bildung von Zug- und Druckzonen im Parodontalligament (PDL), einem faserigen und zellulären Bindegewebe. PDL-Fibroblasten reagieren auf eine kontinuierliche Belastung (Kanzaki et al., 2002) und nach dem Aufbringen von kieferorthopädischen Kräften erfolgt ein Knochenumbau einschließlich osteoresorptiver und osteoanaboler Phasen im Alveolarknochen. Die Geschwindigkeit der kieferorthopädischen Zahnbewegung variiert in Abhängigkeit von der Stärke, Häufigkeit und Dauer der ausgeübten Kraft und der individuellen biologischen Reaktion der PDL und des Knochens (Ren et al., 2003, Proffit, 2007), sodass genetische Faktoren voraussichtlich eine entscheidende Rolle bei der Zahnbewegung spielen (Ren et al., 2003). Tierversuche zeigten, dass auch bei standardisierten, konstanten und identischen kieferorthopädischen Kräften eine Variation der Geschwindigkeit der kieferorthopädischen Zahnbewegung zwischen Individuen beobachtet wurde (Pilon et al., 1996). Diese Tatsache stimmt mit klinischen Beobachtungen am Patienten überein. Basierend auf diesen Studien und Beobachtungen ist das Konzept der "Slow Mover" und "Fast Mover" entstanden. Laboruntersuchungen haben gezeigt, dass genetische Variationen die Zahnbewegung und die Stabilität der Zahnposition beeinflussen (Almoammar, 2018). Die externe Zahnwurzelresorption ist u.a. eine unerwünschte Folge einer kieferorthopädischen Behandlung und kann klinisch problematisch sein, da sie zu einem dauerhaften Verlust der Zahnstruktur an der Wurzelspitze führen kann. Die apikale Wurzelresorption tritt hauptsächlich in den Frontzähnen des Oberkiefers mit verschiedenen Inzidenz- und Schweregraden auf (Al-Qawasmi et al., 2003; Linge und Linge, 1991). Im Laufe des letzten Jahrzehnts wurde eine Reihe von Fall-Kontroll-Studien durchgeführt, um den Zusammenhang zwischen genetischen Polymorphismen und dem Risiko einer apikalen Wurzelresorption bei Patienten mit kieferorthopädischer Behandlung zu untersuchen. Diese Studien wurden von Aminoshariae et al. (2016) in einem Review zusammengefasst, das 13 Studien umfasste, die einige Gene untersuchten, die möglicherweise an dieser Erkrankung beteiligt sind, und die Autoren betonten, dass genetische Polymorphismen eine wichtige Rolle bei der apikalen externen Zahnwurzelresorption spielen. Welche Gene in Detail an der apikalen Wurzelresorption beteiligt sind, ist jedoch noch unbekannt. In den letzten zwei Jahrzehnten haben Forscher die Ätiologie vieler kraniofazialer Anomalien unter Verwendung verschiedener Techniken der Molekularbiologie, einschließlich der Genetik, untersucht. Nach der Veröffentlichung der humanen DNA-Nukleotidsequenz durch das International Human Genome Sequencing Consortium haben sich die Informationen zu Genen, die am Phänotyp des Menschen beteiligt sind, und den Erkrankungen in verschiedenen medizinischen Bereichen mit unglaublicher Geschwindigkeit angesammelt. Während der genetische Hintergrund vieler Erkrankungen wie von Zahnnichtanlagen (Küchler et al., 2011; Küchler et al., 2013) und Lippen-, Kiefer-, Gaumenspalten (Saboia et al., 2015; Kuchler et al., 2018) gut bekannt ist, sind die Gene, welche an anderen dento- und kraniofazialen Anomalien und Phänotypen beteiligt sind, jedoch immer noch schlecht verstanden und weitgehend unbekannt. In diesem Projekt soll daher untersucht werden, ob genetische Polymorphismen in verschiedenen Genen an den kranio-/dentofazialen und kieferorthopädisch relevanten Phänotypen und Anomalien beteiligt sind.

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