Beschreibung der Studie

Derzeit ist es in der Martini-Klinik bei der Operation von Tumoren der mittleren Risikogruppe üblich, die der Prostata angrenzenden Lymphknoten ebenfalls zu entfernen. Dies geschieht um eine Aussage über eine eventuelle, jedoch unwahrscheinliche Streuung des Tumors in die Lymphknoten treffen zu können. Im Falle einer Streuung würde je nach Anzahl der betroffenen Lymphknoten eine Nachbestrahlung mit eventuell zusätzlicher Hormontherapie zur Diskussion stehen um ein weiteres Fortschreiten der Erkrankung aufzuhalten beziehungsweise zu verzögern. Dabei ist die Entfernung der Lymphknoten nicht unumstritten, da diese neben einer verlängerten Operationszeit (20 – 30 Minuten) zusätzliche Risiken birgt. Hierzu gehören die Verletzung von Gefäßen und Nerven sowie Störungen des Lymphabflusses nach der Operation. Hierzu gehört die Bildung von Lymphozelen (in 1-3% der Fälle) im Gewebe (Lymphansammlungen) welche Weichteilschwellungen, Thrombosen, Entzündungen und weitere operative Eingriffe zur Folge haben kann. Ziel dieser Studie ist herauszufinden, ob bei Patienten mit Prostatatumoren der mittleren Risikogruppe eine zusätzliche Entfernung der Lymphknoten während der Prostatektomie den Krankheitsverlauf positiv beeinflussen kann, oder ob diese keinen Einfluss auf das Wiederauftreten der Erkrankung und damit weiterführende Therapien hat. Ein weiteres Ziel ist somit die Vermeidung einer eventuell unnötigen Erweiterung der Operation und der damit potentiell verbundenen Nebenwirkungen. Dies ist insbesondere im Hin-blick auf die rasant fortschreitenden technischen Möglichkeiten, sowohl in der Bildgebung als auch in der Therapie des Prostatakarzinoms von Interesse, da diese ein frühzeitiges und individuelles Eingreifen im Falle eines Rezidivs ermöglichen können.

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Studiendetails

Studienziel Die PSA-Rezidivrate bei Patienten mit Prostatakarzinom der mitteren Risikogruppe drei Jahre nach Prostatektomie mit und ohne Lymphadenektomie gleich ist (PSA-Rezidiv: kontrollierter PSA-Wert ≥ 0,2 ng/ml).
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 1610
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Finanzierungsquelle Martini-Klinik am UKE GmbH

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Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • lokal-begrenztes Prostatakarzinom der mittleren Risikogruppe (Risikogruppe (PSA > 10 ng/ml - 20 ng/ml oder Gleason-Score 7 oder cT-Kategorie 2b)
  • geplante RRP oder DVRP

Ausschlusskriterien

  • ASA (American Society of Anesthesiology)-Klassifikation > 3
  • Patienten, bei denen Kontraindikationen zur Durchführung einer Lymphadenektomie bestehen
  • Neoadjuvante Hormontherapie

Adressen und Kontakt

Martini-Klinik, Hamburg

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Der Stellenwert der Lymphadenektomie bei der radikalen Prostatektomie ist nicht abschließend geklärt. Bei lokal begrenztem Prostatakarzinom steht die kurative Therapie an erster Stelle. Ist eine radikale Prostatektomie geplant, ergibt sich die Frage, ob eine zusätzliche pelvine Lym-phadenektomie (LND) gerechtfertigt ist und in welchem Ausmaß diese durchgeführt werden soll (limited LND, standard LND bzw. extended LND). Einerseits ist der Nachweis von Lymphknotenmetastasen mit einem deutlich schlechteren Verlauf der Tumorerkrankung vergesellschaftet und bedarf einer sofortigen oder verzögerten hormonablativen Therapie. Andererseits ist die Lymphadenektomie mit Risiken behaftet (Lymphozelen, Thrombosen, Lymphödeme), so dass die Indikation bei negativem Lymphknotenbefund als fraglich erscheint. Es muss zwischen dem kurativ diagnostischen Vorteil und der ggf. erhöhten Morbidität durch eine Lymphadenektomie abgewogen werden. Derzeit wird die Entscheidung für oder gegen eine Lymphadenektomie im Rahmen der Prostatektomie abhängig vom Tumorstadium getroffen. Laut der aktuellen S3-Leitlinie kann bei lokal begrenzten Prostatakarzinomen der niedrigen Risikogruppe auf eine Lymphadenektomie verzichtet werden. Bei lokal begrenzten Prostatakarzinomen der mittleren Risikogruppe (PSA > 10 ng/ml - 20 ng/ml oder Gleason-Score 7 oder cT-Kategorie 2b) existieren derzeit keine Empfehlungen hin-sichtlich der Durchführung einer Lymphadenektomie bei Prostatektomie.

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