Beschreibung der Studie

Neuromuskuläre Erkrankungen stellen eine heterogene Gruppe unterschiedlicher Erkrankungen dar. Prinzipiell können diese unterteilt werden in Erkrankungen, bei denen eine ursächliche Schädigung im Muskel selbst besteht und in Erkrankungen, bei denen eine Beeinträchtigung der Muskelfunktion durch Probleme der Nervenversorgung oder der Übertragung von Nervenimpulsen auf den Muskel bedingt ist. Leitsymptome neuromuskulärer Erkrankungen sind zumeist Muskelschwäche und -schwund, bei Beteiligung sensibler Nerven auch zusätzlich Empfindungsstörungen. Das Ausmaß der Muskelschwäche und die resultierende körperliche Beeinträchtigung sind hochvariabel und reichen von nur milden Symptomen mit wenig dynamischem Verlauf über milde initiale Beeinträchtigungen mit voranschreitendem Verlauf bis hin zu schwerster generalisierter und progredienter Muskelschwäche mit Beteiligung der Atemmuskulatur und deutlicher Einschränkung der Lebenserwartung. Für den Großteil dieser Erkrankungen steht keine ursächliche Behandlung zur Verfügung. Zur Beurteilung des Verlaufes dieser Erkrankungen werden bisher unterschiedliche Messverfahren genutzt: (1) nicht-apparative Beurteilung über z. B. krankengymnastische Muskelkraftmessung, die in Score-Systemen erfasst wird und (2) apparative Beurteilung über Kraftmessvorrichtungen. Im Rahmen dieses Forschungsvorhabens sollen bei Patienten mit neuromuskulären Erkrankungen folgende Bewegungsabläufe mit speziellen Messvorrichtungen analysiert werden: (1) das Trepp-auf und -ab steigen, (2) das wiederholte Aufstehen und Hinsetzen und (3) die maximale Kraft des Faustschlusses. Durch die Analyse dieser Bewegungsabläufe sind Rückschlüsse auf die Funktion bestimmter Muskelgruppen möglich. Über spezielle Kraftsensoren können aufgewendete Kraft und Leistung genau erfasst werden. Um die zu erhebenden Messwerte genau einordnen zu können ist begleitend die Durchführung der genannten Messungen auch bei einer gesunden Gruppe von ca. 300 Kindern geplant. Bei diesen wird in einem kurzen Fragebogen das Aktivitätsniveau im Alltag sowie der gesundheitliche Zustand erfragt.

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Studiendetails

Studienziel •Analyse des Stair Climb-Test (SC) mittels Leonardo-Mechanograph® bei Patienten mit neuromuskulären Erkrankungen
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 100
Stationärer Aufenthalt Keiner
Finanzierungsquelle Universitätsklinikum Freiburg- Zentrum für Kinder- und JugendmedizinKlinik für Neuropädiatrie und Muskelerkrankungen

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • ERHEBUNG BEI NEUROMUSKULÄREN ERKRANKUNGEN:
  • Patienten ab 4 Jahren
  • Gehfähigkeit ohne Orthesen oder sonstige Hilfsmittel
  • Verdächtigte oder bestätigte neuromuskuläre Erkrankung
  • Schriftliche Einverständniserklärung der Sorgeberechtigten.
  • Schriftliche Einverständniserklärung des Patienten, soweit er nach Alter und Entwicklungsstand in der Lage ist, Wesen, Bedeutung und Tragweite der Studie einzusehen und seinen Willen hiernach zu bestimmen.
  • Ausreichende Kooperationsfähigkeit bei mechanographischen Analysen
  • ERHEBUNG BEI GESUNDEM KOLLEKTIV:
  • Kinder und Jugendliche ohne bekannte oder verdächtigte Erkrankung des Bewegungsapparates zwischen 4-18 Jahren

Ausschlusskriterien

  • ERHEBUNG BEI NEUROMUSKULÄREN ERKRANKUNGEN:
  • Angabe von Schmerzen bei selbstständigem Gehen oder Treppensteigen
  • ERHEBUNG BEI GESUNDEM KOLLEKTIV:
  • Bekannte akute oder chronische körperliche oder neurologische Erkrankung

Adressen und Kontakt

Zentrum für Neuropädiatrie und Muskelerkrankungen, Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin, Freiburg im Breisgau

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Häufig gestellte Fragen

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Leitsymptome neuromuskulärer Erkrankungen sind zumeist Muskelschwäche und –atrophie, bei Beteiligung sensibler Nerven auch zusätzlich Sensibilitätsausfälle und Parästhesien. Das Ausmaß der Muskelschwäche und die resultierende körperliche Beeinträchtigung sind hochvariabel und reichen von nur milden Symptomen mit wenig dynamischem Verlauf (z. B. bei einzelnen kongenitalen Myopathien) über milde initiale Beeinträchtigungen mit progredientem Verlauf (z. B. bei Muskeldystrophie Duchenne) bis hin zu schwerster generalisierter und progredienter Muskelschwäche mit Beteiligung der Atemmuskulatur und deutlicher Einschränkung der Lebenserwartung (z. B. bei Spinaler Muskelatrophie Typ I). Für neuromuskulärer Erkrankungen werden valide Messverfahren zur Diagnostik und zur Beurteilung des Verlaufes (stabil vs. progredient) benötigt. Darüber hinaus muss im Rahmen von klinischen Medikamentenstudien ein Therapieansprechen durch belastbare Messungen belegt werden. Zur Beurteilung von Muskelkraft, Muskelfunktion und Ausdauer und deren Veränderung über die Zeit stehen aktuell unterschiedliche Messverfahren (sog. Outcome Measures) zur Verfügung. Zum einen besteht die Möglichkeit der Nicht-apparativen Beurteilung, zum Beispiel der physiotherapeutischen Messung der Kraft unterschiedlicher Muskelgruppen des Patienten nach einer festgelegten Skala (MRC-Skala). Zum anderen bestehen apparative Messverfahren. Durch spezielle Messvorrichtungen (sog. Myometer) kann die Muskelkraft einzelner Muskelgruppen physikalisch genau in Newton bestimmt werden. Mit der relativ neuen Methode der Mechanographie werden Bewegungen mit speziellen, auf dem Boden aufgebrachten Kraftmessplatten analysiert. Auf diesen Messvorrichtungen sind Sensoren installiert, die die Bodenreaktionskräfte ortsaufgelöst erfassen können. Mit diesem Verfahren kann durch Analyse von Alltagsbewegungen wie z. B. Springen, Aufstehen aus dem Sitzen und Bewegungsabfolge im Gang auf Muskelkraft und Funktion rückgeschlossen werden. Im Rahmen der klinischen Studie sollen bei Patienten mit neuromuskulären Erkrankungen bestimmte Bewegungsabläufe wie das Treppensteigen, Aufstehen oder die maximale Kraft bei Faustschluss durch die Methode der Mechanographie untersucht werden. Zudem sollen Referenzdaten bei einer gesunden pädiatrischen Kohorte erhoben werden

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