Beschreibung der Studie

Das LCCH-Register ist eine gemeinsamen Datenbank, in der am Liver Cancer Center Heidelberg (LCCH) vorhandenes Domänenwissen, z. B. in den Bereichen Chirurgie, Gastroenterologie/Hepatologie, medizinische Onkologie, Pathologie, Radiologie und Strahlentherapie zusammengeführt wird. Dadurch wird der interdisziplinäre Informationsaustausch und die optimale Nutzung des vorhandenen Wissens zur Verbesserung von Diagnose und Therapie der im LCCH behandelten Patienten ermöglicht. Medizinische Informationen von allen Patienten mit Tumoren des hepatobiliären Systems, die sich im Liver Cancer Center Heidelberg vorstellen, werden systematisch im LCCH-Register erfasst. Dazu gehören Patienten mit der Diagnose Leberkrebs (Leberzellkarzinom) und Gallengangkrebs (Cholangiokarzinom). Erhoben werden klinisch relevante Daten zu der jeweiligen Diagnose, zu durchgeführten Therapiemaßnahmen sowie zum posttherapeutischen Krankheitsverlauf. Das LCCH-Register stellt damit die notwendige Datengrundlage zur stetigen Verbesserung der Patientenversorgung bereit.

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Studiendetails

Studienziel Ziel des Projekts ist die Etablierung eines LCCH-Registers für die standardisierte Befunderhebung zur systematischen Erfassung von Langzeitdaten (retrospektiv und prospektiv) von Patienten mit Tumoren des hepatobiliären Systems. Das LCCH-Register soll Ärzte dabei unterstützen, z. B. diejenigen Patienten zu identifizieren, die an klinischen Studien teilnehmen könnten, sowie klinische, pathologische und molekulare Parameter bei Tumoren des hepatobiliären Systems zu erfassen und auswertbar zu machen. Dieser effizientere interdisziplinäre Informationsfluss wird dazu beitragen, die Patientenversorgung langfristig zu verbessern.
Status Teilnahme bald möglich
Zahl teilnehmender Patienten 5000
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Beobachtungsstudie
Finanzierungsquelle Universitätsklinikum Heidelberg
Weitere Informationen Studienwebseite

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Tumor des hepatobiliären Systems
  • Einwilligungsfähigkeit
  • Durchgeführte Patientenaufklärung und schriftliche Einwilligung

Ausschlusskriterien

  • Einwilligungsunfähigkeit
  • Widerruf der Einwilligung

Adressen und Kontakt

Universitätsklinikum, Heidelberg

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Häufig gestellte Fragen

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Im Liver Cancer Center Heidelberg (LCCH) werden Patienten mit primären Tumoren des hepatobiliären Systems interdisziplinär diagnostiziert und basierend auf interdisziplinären Tumorboardbeschlüssen therapiert. Hierbei erfolgt eine über das in Leitlinien definierte Mindestmaß hinausgehende Diagnostik und es werden verschiedene Therapieoptionen angeboten, die weit über das Repertoire eines zertifizierten Lebertumorzentrums hinausgehen. Durch dieses umfassende Konzept können Patienten mit hepatobiliären Tumoren über den gesamten Verlauf ihrer Erkrankung interdisziplinär, patientenorientiert und individuell behandelt und der Verlauf dokumentiert werden. Die Erhebung und Verarbeitung von Gesundheitsdaten ist nicht nur Voraussetzung für die medizinische Versorgung, sondern auch für das weitreichende Patientenmanagement. Die erforderlichen Daten werden derzeit zu einem großen Teil elektronisch in diversen Anwendungssystemen in unterschiedlichen Formaten erfasst. Ein Austausch und Abgleich zwischen diesen Systemen ist nicht etabliert, so dass Redundanzen und Inkonsistenzen erheblichen Einfluss auf die Datenqualität haben. Derart unstrukturiertes Datenmaterial lässt sich nur eingeschränkt für interdisziplinäre Auswertungen nutzen. Zur Optimierung der Versorgung und der Therapie des Leberzell- und Cholangiokarzinoms vor dem Hintergrund der aktuellen Behandlungsempfehlungen sollen im Rahmen eines retro- und prospektiven Registers alle Patienten mit primären Malignomen des hepatobiliären Systems erfasst werden, die in den im Liver Cancer Center Heidelberg zusammengeschlossenen Kliniken/Abteilungen behandelt werden. Hierbei sollen Erkrankungs- und Therapieverlauf, medizinische und wissenschaftliche Befunde, eventuelle Nebenwirkungen und der klinische Erfolg der Behandlung im Verlauf standardisiert dokumentiert werden. Durch Analyse von besser strukturierten und standardisierten Daten können Optimierungspotentiale evaluiert werden und durch effizienteren interdisziplinären Informationsfluss, z. B. durch die Entwicklung von Assistenzsystemen, kann die Patientenversorgung langfristig verbessert werden. Die geltenden Bestimmungen des Datenschutzes werden beachtet. Nachteile für die Allgemeinheit oder die Familien der Patienten sind nicht zu erkennen.

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