Beschreibung der Studie

Innerhalb dieser Studie soll die Bakterienanzahl und deren Gattung im Urin, sowie die Entzündungsparameter im Blut bis 12. Tage nach Conduit-Anlage (eine Harnableitung nach Blasenentfernung, die bei fortgeschrittenem Blasenkrebs notwendig wird) untersucht werden. Zusätzlich wird die Auswirkung der Bakterien im Urin auf den Gesundheitsstatus beschrieben. Dabei wird vor allem Wert auf den Zusammenhang zwischen Risikofaktoren und dem Auftreten von Infektionen gelegt. Diese könnten sich in Bezug auf die Prophylaxe von Infektionen als wichtig erweisen.

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Studiendetails

Studienziel 1. Deskription der Bakterienanzahl im Urin bis 12 Tage nach Conduit-Anlage 2. Deskription von CRP, Leukozyten, Kreatinin, sowie des Gesundheitsstatus bis 12 Tage nach Conduit- Anlage
Status Teilnahme bald möglich
Zahl teilnehmender Patienten 50
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Beobachtungsstudie
Finanzierungsquelle Universitätsmedizin Rostock,Urologische Klinik und Poliklinik

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Mindestalter von 18 Jahren
  • Einwilligungsfähigkeit
  • Harnableitung mit Ileum-Conduit

Ausschlusskriterien

  • Keine

Adressen und Kontakt

Universitätsmedizin Rostock, Urologische Klinik und Poliklinik, Rostock

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Häufig gestellte Fragen

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Nach einer Zystektomie ist eine Harnableitung erforderlich. Das Ileum-Conduit wird dabei als Goldstandard der inkontinenten Harnableitung betrachtet. Nach einer Harnableitung mit Dünndarmsegmenten ist eine asymptomatische Bakteriurie bei 77-94% nachweisbar. Insgesamt wird eine Frühkomplikationsrate von 48% beschrieben, die vor allem Harnwegsinfekte umfasst. Wie eine retrospektive Studie an über 7.000 Patienten zeigen konnte, muss etwas jeder 3. Patient aufgrund eines symptomatischen Harnwegsinfektes hospitalisiert werden. Klinisch symptomatische Harnwegsinfekte bieten dabei das klassische Bild ein Pyelonephritis. [1] [2] [9] Eine andere Studie hat gezeigt, dass 40% der Patienten nach einer Zystektomie im Verlauf wieder stationär behandelt werden mussten, 11% wurden zweimal oder häufiger wiederaufgenommen. Die Wiederaufnahmen fanden am häufigsten am 13. Tag nach der Entlassung statt und mit 41% waren dabei Infektionen die häufigste Ursache. [4] Die am häufigsten identifizierten Erreger sind Escheria coli, Enterococcus faecalis und Klebsiella pneuminoa. Resistenzen gegen Chinolone waren bei den grampositiven und gramnegativen Bakterien vorhanden (87,5% und 35%), während das Ansprechen der Keime auf Aminoglykoside gut war. [3] Zu den häufigen postoperativen Infektionen kommt erschwerend hinzu, dass der Nutzen von Antibiotikaprophylaxen in der Literatur kontrovers diskutiert wird. Einige Studien kommen dabei zu dem Ergebnis, dass eine Prophylaxe keine signifikanten klinischen Vorteile für Patienten mit Ileum-Conduit Harnableitung hat. [5] Es wurden einige Studien durchgeführt, welche den Zusammenhang zwischen Risikofaktoren und postoperativen Infektionen darstellen sollten. Dabei kam heraus, dass ein Charlson Comorbidity Index (CCI) >2 ein Risiko darstellt. Ebenso waren Patienten mit postoperativen Infektionen häufiger adipös (BMI Z 30kg/m2: 42,5% vs. 32,1%). Darüber hinaus wurde der positive Zusammenhang zwischen Diabetes mellitus und Infektionen beschrieben. (RR=95% für Patienten mit und ohne Diabetes mellitus war 1,8 und 2,9). Infektionen traten ebenso häufiger bei Patienten auf, die perioperative Bluttransfusionen erhalten hatten (48,7% vs. 40,7%) und bei einer längerer Operationsdauer (Median 358 min vs. 329 min). [9] [10] Interessant wäre es in diesem Zusammenhang zu erkennen, ob pathologische Variablen wie das Tumorstadium oder die TMN- Klassifikation Risikofaktoren sind, da sie eventuell längere OP-Zeiten und perioperative Bluttransfusionen bedingen. Literatur: 1 Onkologie L. S3-Leitlinie Harnblasenkarzinom. 2 Thomas C, Thüroff J. Einsatz von Darm bei der. In: Michel MS, Thüroff JW, Janet-schek G et al. (eds.). Die Urologie. . Berlin, Heidelberg: Springer Berlin Heidelberg, 1–11. 3 Clifford TG, Katebian B, van Horn CM et al. Urinary tract infections following radical cystectomy and urinary diversion: a review of 1133 patients. World Journal of Urology 2018;36:775–81. 4 K W, N R, J B et al. Critical Analysis of Hospital Readmission and Cost Burden After Robot-Assisted Radical Cystectomy. Journal of Endourology 2016 Jan;30:83–91. 5 Kirkpatrick C, Haynes A, Sharma P. Antibiotic prophylaxis is not associated with re-duced urinary tract infection-related complications after cystectomy and ileal conduit. 2018 2018. 6 M H, C L, R M et al. Use and duration of antibiotic prophylaxis and the rate of urinary tract infection after radical cystectomy for bladder cancer: Results of a multicentric se-ries. Urologic Oncology 2019 May;37:300.e9-300.e15. 7 R M, J B, H G et al. Urinary tract infections in patients with orthotopic neobladder. Uro-logic Oncology 2014 Jan;32:50.e9-14. 8 Wullt B, Agace W, Mansson W. Bladder, bowel and bugs--bacteriuria in patients with intestinal urinary diversion. World Journal of Urology 2004;22:186–95. 9 H T, G S, U K et al. Hygiene and urinary tract infections after cystectomy in 452 Swe-dish survivors of bladder cancer. BJU International 2010 Apr;105:1107–17. 10 Parker WP, Tollefson MK, Heins CN et al. Characterization of perioperative infection risk among patients undergoing radical cystectomy: Results from the national surgical quality improvement program. Urologic Oncology 2016;34:532.e13-532.e19.

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