Beschreibung der Studie

Die Leberzirrhose stellt eine Erkrankung mit einer hohen Mortalität dar. Diese ist vor allem durch das Auftreten von Komplikationen, wie die Entstehung von Aszites und Ösophagusvarizen bedingt. Diese Komplikationen sind auf eine im Verlauf der Erkrankung entstehende portale Hypertension zurückzuführen. Die Anlage eines Transjugulären intrahepatischen portosystemischen Shunt (TIPS) stellt hierbei eine effektive Therapie dar. Patienten, die aufgrund eines therapierefraktären Aszites eine TIPS-Anlage erhalten zeigen jedoch nur in 51% ein komplettes Ansprechen und in 68% ein partielles Ansprechen. Eine Zusammenfassung von randomisiert kontrollierten Studien zeigte, dass bei 42% der Patienten, die eine TIPS-Anlage aufgrund eines therapierefraktären Aszites erhielten, ein Wiederauftreten des Aszites beobachtet wurde. Ziel dieser Studie ist die Evaluation von Faktoren, die eine Persistenz von Aszites nach einer TIPS-Anlage vorhersagen können. Hierbei werden neurohumorale Mechanismen, Druckverhältnisse vor und nach der TIPS-Anlage sowie Parameter der primären und sekundären Gerinnung untersucht.

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Studiendetails

Studienziel a) Analyse des Verlaufs von ADH nach einer TIPS-Anlage und Korrelation mit der Persistenz von Aszites nach der TIPS-Anlage. b) Analyse prädiktiver Faktoren für eine Aszitespersistenz nach einer TIPS-Anlage. c) Einfluss des onkotischen und hydrostatischen Drucks auf die Persistenz von Aszites nach einer TIPS-Anlage. d) Analyse des Funktionsstatus der Thrombozyten vor einer TIPS-Anlage. e) Einfluss der Anlage eines TIPS-Stentes auf die Thrombozytenfunktion. f) Einfluss von Faktor VIII und Antithrombin auf die Entstehung von TIPS-Thrombosen.
Status Teilnahme bald möglich
Zahl teilnehmender Patienten 700
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Beobachtungsstudie
Finanzierungsquelle Universitätsklinikum FreiburgKlinik für Innere Medizin II

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Patienten mit einer TIPS-Anlage

Ausschlusskriterien

  • Patienten ohne TIPS-Anlage

Adressen und Kontakt

Klinik für Innere Medizin II, Freiburg im Breisgau

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Die Leberzirrhose stellt eine Erkrankung mit einer hohen Mortalität dar. Diese ist vor allem durch das Auftreten von Komplikationen, wie die Entstehung von Aszites und Ösophagusvarizen bedingt. Diese Komplikationen sind auf eine im Verlauf der Erkrankung entstehende portale Hypertension zurückzuführen. Die Anlage eines Transjugulären intrahepatischen portosystemischen Shunt (TIPS) stellt hierbei eine effektive Therapie dar. Patienten, die aufgrund eines therapierefraktären Aszites eine TIPS-Anlage erhalten zeigen jedoch nur in 51% ein komplettes Ansprechen und in 68% ein partielles Ansprechen. Eine Zusammenfassung von randomisiert kontrollierten Studien zeigte, dass bei 42% der Patienten, die eine TIPS-Anlage aufgrund eines therapierefraktären Aszites erhielten, ein Wiederauftreten des Aszites beobachtet wurde. Ein wesentlicher Grund für das Wiederauftreten der Symptome einer portalen Hypertension (u.a. Aszites) ist die Entstehung einer TIPS-Thrombose und/oder -stenose. Hierbei ist bislang unklar, welche Rolle die Thrombozyten und die plasmatische Gerinnung spielen. Ein Verständnis darüber ist jedoch essentiell um Strategien zur Thrombozytenaggregationshemmung oder Antikoagulation in diesem Zusammenhang zu etablieren. Hierbei sollen in dieser Studie die Thrombozytenfunktion vor und nach einer TIPS-Anlage untersucht werden. Paralell dazu sollen auch Parameter der plasmatischen Gerinnung analysiert werden um so ein detailliertes Bild der Gerinnungssituation der TIPS-Patienten zu erhalten. Neben dem Auftreten einer TIPS-Dysfunktion als Ursache für ein Wiederauftreten bzw. eine Persistenz von Aszites, finden sich auch immer wieder Patienten ohne eine angiographische oder duplexsonographische TIPS-Dysfunktion. Bei einer zunehmenden portalen Hypertension kommt es zur Aktivierung von physiologischen kompensatorischen Mechanismen (Aktivierung des Renin-Angiotensin-Systems, endogene Katecholamine, vermehrte ADH-Sekretion). Nach effektiver portalvenöser Drucksenkung kommt es zu einem Rückgang dieser Mechanismen, was auch zu einem Rückgang des Aszites führt. Dieser Rückgang konnte für die Plasmarenin-Aktivität, das Plasma-Aldosteron und für die endogenen Katecholamine nachgewiesen werden. In weiter fortgeschrittenen Stadien der Leberzirrhose spielt jedoch auch eine vermehrte ADH-Sekretion eine wichtige Rolle und bislang gibt es keine Daten, ob eine TIPS-Anlage anlog zu den oben genannten Parametern ein suffizienter Rückgang der ADH-Sekretion bewirkt. Ein fehlender Rückgang von ADH könnte eine Aszitespersistenz erklären. Neben diesen Faktoren ist jedoch auch anzunehmen, dass es weitere Faktoren gibt, die eine Persistenz von Aszites fördern, so dass in einem weiteren Subprojekt diese Faktoren herausgearbeitet werden sollen.

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