Beschreibung der Studie

Die Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) gehört zu den psychischen Erkrankungen, die als bereits sehr gut erforscht und gut behandelbar gelten. Trotz allem bleiben offene Fragen, die vor allem den Alltag der PatientInnen außerhalb der Therapie betreffen. Neue Techniken wie Smartphones erlauben es, auch außerhalb von Laboren oder Therapieeinrichtungen Datenerhebungen durchzuführen, um das Wissen über PTBS zu vergrößern und sie damit effektiver behandeln zu können. Wir interessieren uns im Besonderen für die Beschwerden, die Probanden mit PTBS im Rahmen Ihrer Erkrankung im Alltag erleben, sowie ihre Art, damit umzugehen. Ferner wollen wir herausfinden, wie diese Faktoren in Zusammenhang mit biologischen Stressmarkern (z.B. dem „Stresshormon“ Cortisol sowie den ebenfalls stressassoziierten Endocannabinoiden) stehen. Für die Studie sollen Probanden mit PTBS, sowie gesunde Kontrollprobanden rekrutiert werden. In dieser Studie wird den Probanden über einen Zeitraum von vier Wochen einmal pro Tag abends einen kurzen Fragebogen auf ihr Smartphone geschickt, der sich mit ihren Beschwerden über den Tag hinweg (PTBS+) bzw. ihren negativen Emotionen über den Tag hinweg (KG) sowie ihren Wegen, damit umzugehen, beschäftigt. An zwei Tagen pro Woche werden sie zusätzlich über den Tag verteilt fünf kurze Fragebögen erhalten. Um die Güte solcher Datenerhebungen im Alltag mit denen klassischer Befragungen zu vergleichen, werden die Probanden zusätzlich zu einem Zeitpunkt vor und einem Zeitpunkt nach der ambulanten Datenerhebungsphase zu einer Untersuchung vor Ort eingeladen, bei der Sie Fragebögen ausfüllen. Ferner werden zu diesen Zeitpunkten zur Untersuchung biologischer Stressmarker je drei kleine Haarproben entnommen. Außerdem nehmen die Probanden an zwei Online-Befragungen teil. Um ferner die Auswirkungen solcher engmaschiger Datenerhebungen auf die Befragungsinhalte zu untersuchen, wird eine dritte Probandengruppe mit PTBS (PTBS-) nur die Vor-Ort- und die Online-Befragungen durchlaufen.

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Studiendetails

Studienziel I. Interindividuelle Fluktuationen: Es gibt erhebliche interindividuelle Unterschiede zwischen PTBS-Probanden in Bezug auf Symptomschwankungen und angewandte Bewältigungsstrategien (EMA-Daten) II. Intraindividuelle Fluktuationen: Neben den interindividuellen Variationen gibt es auch erhebliche intraindividuelle Variationen, z.B. Muster der Symptomzunahme und -abnahme, Vielfalt der angewandten Bewältigungsstrategien und Wirksamkeit dieser Strategien (EMA-Daten)
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 120
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Beobachtungsstudie
Finanzierungsquelle Lehrstuhl für Biopsychologie, Technische Universität Dresden

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • PTBS+:
  • Beschwerden im Sinne einer Posttraumatischen Belastungsstörung bzw. ein traumatisches Erlebnis, zwischen 18-60 Jahre alt, Haarlänge mind. 1 cm, Smartphone mit Android-Betriebssystem, frei von chronischen Erkrankungen, frei von anderen schweren psychischen Erkrankungen (z.B. Psychose, Bipolare Störung, Alkohol-, Medikamenten- oder Drogenabhängigkeit), innerhalb der letzten sechs Wochen keine hydrocortisonhaltigen Medikamente/ Cremes eingenommen bzw. verwendet (z.B. Asthmaspray), für Frauen: Nicht schwanger oder stillen, für Raucher: Nicht mehr als 15 Zigaretten pro Tag;
  • PTBS-: Gleich, nur kein Smartphone notwendig;
  • KG: Gleich, nur ohne PTBS

Ausschlusskriterien

  • o.

Adressen und Kontakt

Department of Psychotherapy and Psychosomatic Medicine, Medical Faculty Carl Gustav Carus, Technische Universität Dresden, Dresden

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Häufig gestellte Fragen

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Aus querschnittlichen Studien ist bereits bekannt, dass individuelle Coping-Strategien den Krankheitsverlauf der Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) entscheidend beeinflussen. Ebenso unumstritten ist die Rolle biologischer Prozesse, zum Beispiel des sogenannten "Stress-Hormons" Cortisol für den Verlauf von PTBS. Ecological Momentary Assessment (EMA), die wiederholte Erhebung selbstberichteter momentaner Zustände über Smartphones ist ideal, um Aufschluss über Symptomfluktuationen und Copingstrategien bei PTBS zu geben. EMA könnte auch einen vielversprechenden Ansatz darstellen, um engere Assoziationen mit Biomarkern als der retrospektiver Selbstbericht zu generieren. Dennoch wurden diese Prozesse nie in einem gemeinsamen, längsschnittlichen Ansatz untersucht. Im Rahmen einer longitudinalen Ecological-Momentary-Assessment- (EMA-) Studie werden Beschwerdefluktuation und Coping-Strategien von PTBS-Patienten (PTBS+) im Alltag im Zusammenhang mit endokrinen Stress-Markern untersucht. Bisherige Untersuchungen zum Coping mit PTBS-Symptomen fokussieren vorwiegend auf retrospektive, traditionelle Erhebungen, während EMA-Studien in diesem Kontext einen besseren Einblick in die im Alltag interagierenden Mechanismen von Belastung und Coping ermöglichen. Hierzu werden PTBS-Patienten über einen Zeitraum von vier Wochen ein- bis sechsmal täglich kurze Abfragen per Smartphone zu Symptomatik und Coping-Strategien beantworten. Um Angaben hinsichtlich EMA- und traditioneller retrospektiver Befragungen zu vergleichen, werden die Probanden zusätzlich zu je einem Termin vor und nach der EMA-Phase bei einem Labortermin (t0, t3), sowie zu zwei Online-Erhebungen (t1, t2) Selbstberichtsinventare zu Symptomatik und Coping bearbeiten. Um die Assoziationen sowohl retrospektiver als auch ambulanter Daten mit stressassoziierten Biomarkern untersuchen zu können, werden zu t0 und t3 jeweils Haarproben zur Bestimmung von Steroid- und Endocannabinoidprofilen entnommen. Für einen Vergleich der Coping-Strategien von PTBS- und gesunden Kontrollprobanden werden ferner gesunde Kontrollprobanden (KG) rekrutiert, die den selben Studienablauf, nur mit Fokus auf negative Emotionen statt auf PTBS-Symptomatik durchlaufen. Um zusätzlich die Auswirkungen der EMA-Untersuchung auf die retrospektive Symptomeinschätzung untersuchen zu können, wird zusätzlich eine Gruppe von PTBS-Probanden rekrutiert, die ausschließlich t0 - t3 ohne die EMA-Phase durchläuft (PTBS-).

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