Beschreibung der Studie

Junge Flüchtlinge sind psychisch besonders belastet und eine Reihe von internationalen Studien hat gezeigt, dass der Psychotherapiebedarf in dieser Gruppe hoch ist. Dennoch erhalten sie in der Regelversorgung selten die Behandlung, die sie zur Besserung ihrer psychischen Gesundheit benötigen würden. In dieser Studie wird ein gestuftes Versorgungssystem („BETTER CARE“) für junge Flüchtlinge entworfen und überprüft, ob die Teilnehmer davon mehr profitieren als in der Regelversorgung. Um diese Frage zu untersuchen, werden in Süddeutschland insgesamt 540 junge Flüchtlinge für die Studie gewonnen. Diese werden per Zufallsverfahren in zwei gleich große Gruppen eingeteilt, wobei eine Hälfte die Regelversorgung erhält und die andere Hälfte den gestuften Versorgungsansatz BETTER CARE. Zwölf Monate nach der Zuteilung wird überprüft, ob die Teilnehmer in der BETTER CARE-Gruppe weniger posttraumatische Stress-Symptome und eine höhere Lebenszufriedenheit aufweisen und ob sie insgesamt häufiger Psychotherapie erhalten haben als die Vergleichsgruppe in der Regelversorgung. Auf diese Weise soll ein Beitrag zur Verbesserung der Versorgung dieser belasteten Personengruppe geleistet werden.

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Studiendetails

Studienziel Schweregrad der Posttraumatischen Stresssymptome (PTSS) erhoben mit dem Child and Adolescent Trauma Screen 2 (CATS-2) zwölf Monate nach der Randomisierung.
Status Teilnahme bald möglich
Zahl teilnehmender Patienten 540
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Kontrolle Wirksame Behandlung
Finanzierungsquelle Bundesministerium für Bildung und Forschung Dienstsitz Berlin
Weitere Informationen Studienwebseite

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Die Einschlusskriterien für diese Studie existieren auf zwei Ebenen.
  • Auf der Ebene der teilnehmenden Jugendhilfeeinrichtungen:
  • Mindestens 8 UJF betreut durch die Einrichtung, 2) Bereitschaft für Schulung in und Implementierung des Screenings, 3) Bereitschaft, einen "Gesundheitskoordinator" innerhalb der Wohngruppe zu ernennen, 4) Bereitschaft, das Gruppenprogramm „Mein Weg“ in der Wohngruppe zu implementieren, 5) Im Falle, dass Jugendliche der Wohngruppe TF-KVT erhalten: Bereitschaft, einen Betreuer als Bezugsperson für die Therapie zur Verfügung zu stellen, 6) Mindestens ein verfügbarer Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut per 10 UJF vorhanden in der Umgebung (< eine Stunde Fahrtzeit)
  • Auf der Ebene der Probanden:
  • Alter 12 bis 20 Jahre, 2) unbegleitet, 3) Asylantrag in Deutschland gestellt oder geplant, 4) Betreuung durch eine Jugendhilfeeinrichtung zu Studienbeginn, 5) Studieneinverständnis (von Teilnehmer und Vormund im Falle eines minderjährigen Teilnehmers), 6) mindestens ein traumatisches Ereignis berichtet im CATS-2-Screening zu Studienbeginn.

Ausschlusskriterien

  • Auf der Ebene der Jugendhilfeeinrichtungen:
  • Vor der Studie erfolgte Teilnahme an einer Studie zum Gruppenprogramm „Mein Weg“ (Pfeiffer & Goldbeck, 2017; Pfeiffer et al., 2018).
  • Auf der Ebene der UJF existieren keine Ausschlusskriterien.

Adressen und Kontakt

Jugendhilfeeinrichtungen für junge Flüchtlinge, Bayern und Baden-Württemberg

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Häufig gestellte Fragen

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Das übergreifende Ziel dieser Studie ist die Implementierung eines gestuften Versorgungsansatzes („BETTER CARE“), bestehend aus Screening, Prävention und Psychotherapie, um unbegleiteten jungen Flüchtlingen (UJF) empirisch überprüfte trauma-fokussierte Interventionen anbieten zu können. Innerhalb des Modells BETTER CARE werden zwei Interventionen implementiert: 1) Das Gruppen-Präventionsprogramm „Mein Weg“ (Pfeiffer & Goldbeck, 2019) für UJF mit subklinischen posttraumatischen Stresssymptomen (PTSS), das von geschulten und supervidierten Betreuern in den Wohngruppen der Jugendlichen durchgeführt wird. 2) Trauma-fokussierte kognitive Verhaltenstherapie (TF-KVT; Cohen, Mannarino & Deblinger, 2017) für UJF mit klinisch bedeutsamen PTSS – eine evidenz-basierte Psychotherapieform, die von niedergelassenen Kinder- und Jugendlichentherapeuten mit entsprechender Schulung und etwaigem Einsatz von geschulten Dolmetschern durchgeführt wird. In einem cluster-randomisierten, kontrollierten Design wird BETTER CARE mit dem Regelversorgungssystem plus Screening und Behandlungsempfehlung („USUAL CARE+“) hinsichtlich Symptomreduktion, Versorgungskosten für UJF und einer Kosten-Nutzen-Rechnung verglichen. Die Implementierung des Gruppen-Präventionsprogramms in die Wohngruppen sowie der TF-KVT in die klinische Praxis niedergelassener Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten wird hinsichtlich Behandlungstreue, Outcome und Anzahl übernommener Fälle evaluiert.

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