Beschreibung der Studie

Exosomen sind membrangebundene Nanovesikel, die von verschiedensten Zellen unter normalen und pathologischen Bedingungen sekretiert werden können. Den Exosomen schreibt man eine wesentliche Rolle in der Zell-Zell-Kommunikation zu, insbesondere auch bei der Induktion und Vermittlung der (Neuro)Inflammation. Dabei spielt die Tatsache eine entscheidende Rolle, dass Exosomen bestimmte Proteine und Botenstoffe übertragen können. Besonders interessant dabei ist auch, dass Exosomen miRNA enthalten. Inwieweit Exosomen eine Rolle beim (septischen) Delir spielen, soll in der vorliegenden Studie untersucht werden.

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Studiendetails

Studienziel Exosomen im Blut primärer Endpunkt: Blutabnahmen bei Zeitpunkt 'Null' und 48h später nach Sepsis-Beginn
Status Teilnahme bald möglich
Zahl teilnehmender Patienten 120
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Beobachtungsstudie
Finanzierungsquelle Universitätsklinikum Heidelberg

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Schriftliche Einverständniserklärung (durch die / den Studienteilnehmer/in oder dessen gesetzlicher Vertreter)
  • Alter >18 Jahre
  • Delir bei Sepsis, Herzchirurgischen oder kardiologischen Patienten mit und ohne Physostigmin

Ausschlusskriterien

  • Alter <18 Jahre
  • Verweigerung der Studienteilnahme
  • Verlegung des Patienten von der Intensivstation binnen der ersten 72h nach dem Studieneinschluss ist wahrscheinlich
  • Palliativer Therapieansatz bei bevorstehendem Tod
  • Patienten, die bereits eingeschlossen wurden und erneut auf die Intensivstation aufgenommen werden müssen, werden kein zweites Mal eingeschlossen
  • Immunsuppressiva, wie z.B. Cortison-Dauertherapie, Ciclosporin, Tacrolimus, Mycophenolat-Mofetil (MMF)

Adressen und Kontakt

Klinik für Anästhesiologie, Heidelberg

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Häufig gestellte Fragen

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Ratgeber öffnen

Das Krankheitsbild der Sepsis stellt eine der größten Herausforderungen der modernen Intensivmedizin dar, insbesondere auch die Komplikation einer septischen Enzephalopathie oder eines Sepsis-assoziierten Delirs. Die septische Enzephalopathie ist eine akut auftretende diffuse zerebrale Funktionsstörung, die durch Veränderungen in der Vigilanz in Erscheinung tritt. Sie ist Folge einer systemischen Inflammation auf dem Boden einer Infektion, ohne dass dabei eine direkte Infektion oder sonstige metabolisch bzw. medikamentös bedingte Beeinträchtigungen des Gehirns selbst vorliegen. Neben der Sepsis-assoziierten Enzephalopathie kommt es insbesondere auch bei kardiologischen Patienten nach herzchirurgischen Interventionen häufig zu einem Delir. Auch hier wird vermutet, dass neuroinflammatorische Veränderungen die Bewusstseinslage bei diesen Patienten verändern können. Da sich unsere Arbeitsgruppe in verschiedenen experimentellen und klinischen Fragestellungen auch mit der Pathogenese des Delirs beschäftigt, stellt sich die Frage, ob und wenn ja welche Rolle Exosomen in der Vermittlung der (Neuro)Inflammation spielen. Die hier vorliegende monozentrische, nicht-interventionelle, klinisch prospektive Pilot-Studie möchte Exosomen aus dem Blut von Sepsis-Patienten isolieren. Die isolierten Exosomen sollen dann zunächst in einer etablierten Glia-Zellinie auf ihr proinflammatorisches Wirkungspotential untersucht werden und mit isolierten Exosomen von Patienten mit nicht-Sepsis-assoziiertem, d.h. kardiologischem / kardiochirurgischem Delir bzw. mit denen von Kontrollpatienten ohne Delir verglichen werden. Daran anschließend soll der molekulare Mechanismus der proinflammatorischen Wirkung durch differentielle Analysen des exosomalen Proteoms und durch ein Profiling des exosomalen miRNA-Musters analysiert werden. In einer 2. Fragestellung soll untersucht werden, ob Patienten, die aus klinischen Gründen Anticholium® (Physostigmin) erhalten, Exosomen mit veränderter proinflammatorischer Wirkung und ein damit korrelierendes verändertes Protein- und RNA-Profil aufweisen. Der Hintergrund dieser Fragestellung bezieht sich auf die nachgewiesene zentral antiinflammatorische Wirkung von Physostigmin.

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